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Mittwoch, 26. November 2014

Biologen enthüllen: "Walgesänge" in Wahrheit lediglich langgezogene Rülpser

London, Tübingen (dpo) - Eines der letzten großen Geheimnisse der Natur ist offenbar von einem internationalen Forscherteam endgültig entschlüsselt worden: die Gesänge von Walen. Demzufolge handelt es sich bei den langgezogenen Lauten nicht wie bisher vermutet um eine besondere Art der Kommunikation, sondern lediglich um gigantische Rülpser. Warum die Tiere einen Großteil ihres Lebens mit Rülpsen verbringen, soll jetzt weiter erforscht werden.

"Vierzehn Monate lang haben wir die Tiere beobachtet", erinnert sich Teamleiter Benjamin Klerris an die Anfänge der Forschungsreihe. "Niemand konnte sich die Entstehung der vermeintlichen Gesänge, die bis zu vier Oktaven umfassen und kilometerweit zu hören sind, richtig erklären" – bis die Wissenschaftler beobachteten, dass die Wale immer auch ein wenig Luft schlucken, wenn sie zum Atmen auftauchen oder aus dem Wasser springen. "Mit einem Mal lag die Lösung in all ihrer Schönheit vor uns", berichtet der Teamleiter.
Wale rülpsen demnach vor allem, um sich in den endlosen Weiten des Ozeans die Zeit zu vertreiben. "Und als gesellige Tiere rülpsen sie natürlich zurück, wenn sie einen anderen Artgenossen rülpsen hören", erklärt Klerris. Das Bild von Walen als die sanften Riesen der Meere sei veraltet. "Vielmehr muss man Wale korrekterweise als die ungehobelten Proleten des Ozeans bezeichnen."
Wer sich bisher Aufzeichnungen von "Walgesängen" zur Beruhigung angehört hat, kann die Laute nun im Lichte der neuen Entdeckungen auf ganz neue Art genießen. "Besonders die sehr langen Rülpser verleihen dem Hörer einen ganz neuen Respekt vor dieser faszinierenden Tierart", so Benjamin Klerris.

Leserservice: 16:11 Minuten Walrülpsen zur Entspannung

ssi, dan, fed; Foto oben: Joost van Uffelen / Shutterstock
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