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Mittwoch, 19. November 2014

Chips- und Schokoladenindustrie fordert Legalisierung von Cannabis

Brüssel, Bonn (dpo) - Der Ruf nach der Legalisierung von Cannabis wird immer lauter: Nachdem kürzlich mehr als hundert Rechtsexperten eine Liberalisierung der Drogenpolitik gefordert haben, hat sich nun auch die Chips- und Schokoladenindustrie zu Wort gemeldet. Man unterstütze den Wunsch nach einer Legalisierung vollumfänglich, teilten der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und der Dachverband European Snacks Association (ESA) in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Könnte künftig statt von ihm direkt neben dem Snack-Regal im Supermarkt verkauft werden: Marihuana
"Wir als Vertreter der Snack- und Süßwarenindustrie halten die Drogenpolitik der meisten europäischen Regierungen für verfehlt", so Patrick Greenwood, Leiter der Ethikkommission der ESA. "Zugegeben: Marihuana auf nüchternen Magen ist nie empfehlenswert, aber solange man in einer kontrollierten Umgebung und bei guter Bevorratung mit Nahrungsmitteln konsumiert, gibt es keinen Grund, den Konsum zu kriminalisieren."
Als Hersteller von Waren wie Chips, Schokolade und Bonbons wisse man nur zu gut, wie es sei, zu Unrecht als gesundheitsschädigend gebrandmarkt zu werden.
Ihre Forderungen unterstreichen die beteiligten Verbände durch eine umfangreiche PR-Kampagne. Unter dem Slogan "What if Chocolate and Cheese got pregnant?" versprechen mehrere Snack- und Süßwarenhersteller, sich im Falle einer Legalisierung von Cannabis für die Produktion einer leckeren Nutella-Pizza zusammenzuschließen.
ssi, dan; Foto oben: © Innovated Captures - Fotolia.com, Foto rechts: siamionau pavel / Shutterstock
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