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Donnerstag, 13. November 2014

Jogger schafft maximal zwei km/h, weil er keine hautenge Laufhose trägt

Heidelberg (dpo) - Es ist ärgerlich! Gerade einmal zwei Stundenkilometer schnell kommt Jonathan E. bei seiner regelmäßigen Runde am Neckar voran. Der Grund für die Langsamkeit des 26-Jährigen, der vor drei Wochen mit dem Joggen angefangen hat: Bis jetzt hat er sich noch keine hautenge Hose gekauft, wie sie jeder professionelle Läufer besitzt.

"Als gut trainierter Vereinsfußballer dachte ich, es gehört nicht viel dazu, im Park zu joggen", so Jonathan E. "Aber schon beim ersten Mal habe ich mich gewundert, warum ich nur so lächerlich langsam vorwärtskam."
So geht’s richtig: Dieser Läufer kann mühelos Geschwindigkeiten jenseits der 2 km/h erreichen.
Nachdem er am fünften Tag von einer Entenfamilie überholt wurde, hatte E. genug. Er machte sich in Lauf-Foren im Internet auf die Suche und fand schnell die Antwort: Aufgrund des hohen Luftwiderstandes ist es in gewöhnlicher Sportkleidung nahezu unmöglich, Geschwindigkeiten über zwei Stundenkilometer zu erreichen. Mit einer hautengen Hose, passender hautenger Oberbekleidung, High-Tech-Schuhen in Neon-Gelb oder Pink sowie mindestens einem Stirnband, einer Pulsuhr oder einer Sport-Brille kommt man hingegen bis zu elfmal so schnell vom Fleck wie gewöhnliche Sonntagsläufer.
"Und ich dachte bisher immer, diese engen Teile wären nur so ein Mode-Ding, um Arschbacken und Genitalien besser zur Geltung zu bringen", gesteht E. "Ich war so naiv!"
Diese Woche hat sich der Student im Internet eine hautenge Laufhose sowie alle dazugehörenden Utensilien bestellt, um endlich auf die korrekte Weise zu trainieren. "Ich freue mich schon total darauf, mal mit mehr als zwei km/h unterwegs zu sein", so der zukünftige Lauf-Profi, der bis zur Ankunft seines Paketes die Gymnastikhosen seiner kleinen Schwester ausgeliehen hat.
fed, dan, ssi; Fotos: Shutterstock

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