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Montag, 9. Februar 2015

Tsipras niest: Börsen springen vorübergehend auf Rekordhoch

Athen (dpo) - Ein plötzlicher Nieser des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras während einer Rede hat heute an den Börsen für Euphorie gesorgt. Zwischenzeitlich stieg der DAX auf ein neues Allzeithoch von 11.247 Punkten; der europäische Börsenindex EuroStoxx 50 und der Londonder FTSE-100-Index legten ebenfalls gewaltig zu. Spekulationen um die Bedeutung des Vorfalls für Tsipras' Gesundheitszustand waren auch noch am Nachmittag das beherrschende Thema an den Börsen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Märkte nervös auf den 40-Jährigen reagieren. Nur Stunden vor dem Nieser hatte Tsipras die Kurse mit der Vorstellung seines Regierungsprogramms auf eine vorübergehende Talfahrt geschickt, die erst durch das unwillkürliche und explosionsartige Ausstoßen von Luft durch die Nase des griechischen Ministerpräsidenten jäh gestoppt wurde.
Völlig fertig mit den Nerven: Börsianer
"Die Märkte sind derzeit sehr empfindlich, wenn es um Griechenland geht", erklärt dazu Finanzexperte Ernst Frankfurter. "Wenn Tsipras niest, lässt das viele an der Börse auf eine schwere Krankheit oder gar den nahenden Tod des Syriza-Politikers hoffen." Es sei jedoch auch denkbar, dass der griechische Ministerpräsident lediglich zu lange ins Licht geschaut habe. "Letztendlich können wir die finanzpolitische Tragweite seines Niesers noch nicht absehen", so Frankfurter.
Nachdem Tsipras in den Stunden nach dem Vorfall weder kollabiert war noch aus gesundheitlichen Gründen abgedankt hatte, fielen die Kurse wieder auf ihr vorheriges Niveau zurück. "Die Märkte zeigen sich abwartend", erklärt der Finanzexperte. "Der Nies-Boom ist vorbei."
Alexis Tsipras ist nicht der einzige griechische Spitzenpolitiker, der an den Börsen Unruhe auslöst. Auch sein Finanzminister Giannis Varoufakis sorgt regelmäßig für turbulente Kursschwankungen, wenn er sich auf seinem Motorrad in den Athener Innenstadtverkehr stürzt.
ssi, dan; Foto oben: Argyrios Photography / Shutterstock, Foto rechts: Shutterstock
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