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Freitag, 6. März 2015

Sigmar Gabriel ändert seinen Vornamen offiziell in TTIP um

Berlin (dpo) - In der Diskussion um das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP setzt Sigmar Gabriel (SPD) ein starkes Zeichen: Künftig wolle er nur noch mit "TTIP Gabriel" angesprochen werden, so der Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Eine Änderung in seinem Personalausweis habe er bereits beantragt.

Mit der Namensänderung will TTIP Gabriel zeigen, wie wichtig ihm das Zustandekommen des Freihandelsabkommens ist. "Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass ich derzeit über nichts anderes als TTIP reden kann", so der 55-Jährige, von dem erst heute Morgen in der "Bild"-Zeitung ein hochjournalistischer Gastbeitrag mit dem Titel "5 Gründe, warum TTIP für uns wichtig ist" erschienen ist.
Trat 1977 der SPD bei, weil er den großen Traum hatte, den Bürgern eines Tages ein Freihandelsabkommen aufzuschwatzen: TTIP Gabriel
"Leider kann ich Ihnen keine genaueren Argumente nennen, weil die entsprechenden Punkte des Abkommens, die mich so begeistern, noch im Geheimen und ohne demokratische Kontrolle verhandelt werden. Aber vertrauen Sie mir! Wann haben Sozialdemokraten ihre Wähler je durch Liberalisierungen oder die Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten hintergangen?", so Gabriel weiter.
Zudem hofft er laut eigener Aussage, mit der medienwirksamen Namensänderung in der öffentlichen Wahrnehmung ein Gegengewicht zur Einschätzung renommierter Ökonomen wie dem Wirtschaftsnobelpreispreisträger Paul Krugman zu schaffen. Der Experte hatte erst im Januar erklärt, er halte TTIP [Anm. d. Red.: Gemeint ist das Abkommen, nicht der Minister] für "verdächtigen Unsinn".
TTIP Gabriel jedenfalls scheint fest entschlossen, seinen Namensvetter TTIP gegen alle Widerstände durchzusetzen: "Dafür stehe ich mit meinem Namen", so der Vizekanzler selbstbewusst. Sollte er mit seiner Maßnahme kein Gehör finden, will er auch seinen Nachnamen und notfalls seine Partei in TTIP (Transatlantic Trade and Investment Party) umbenennen.
ssi, dan; Foto oben: SPD Schleswig Holstein, Foto rechts: Moritz Kosinsky, CC BY-SA 3.0 DE
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