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Freitag, 19. Juni 2015

7 faszinierende Dinge, die Sie noch nicht über den Fastenmonat Ramadan wussten

In weiten Teilen der muslimischen Welt hat am 6. Juni der Fastenmonat Ramadan begonnen. Der Postillon - die Zeitung des islamischen Morgenlandes, des christlichen Abendlandes und des atheistischen Mittaglandes - erklärt Ihnen in sieben kompakten Punkten, was hinter diesem hochinteressanten Brauch steckt:

1. Der Begriff
Der Begriff Ramadan (‏رمضان) kommt selbstverständlich aus dem Arabischen und setzt sich aus den beiden Wortteilen Rama- und -dan zusammen. "Rama" ist das arabische Wort für Margarine (nicht zu verwechseln mit Buddha!) und steht für Fett, während "dan" soviel wie "dann" oder "später" bedeutet. Im Ramadan gibt es also das Fett (Essen) später (siehe Regeln).


2. Die Regeln
Im Ramadan müssen Muslime, Moslems, Islamisten, muslimische Christen, jüdische Muslime und griechisch-orthodoxe Islamokopten einen Monat lang von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen (Ausnahme: von Motorradfahrern verschluckte Fliegen), Trinken (Ausnahme: Spucke), Rauchen (Ausnahme: Paffen) und Geschlechtsverkehr (Ausnahme: Heavy Petting) verzichten. Von den Vorschriften ausgenommen sind Kranke, Alte, Kinder, Reisende und Schwangere. Kranke reisende Kinder über 90, die gerade in den Presswehen liegen, können sich also entspannt zurücklehnen.

3. Der Zeitpunkt
Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und fällt jedes Jahr auf einen anderen Zeitraum. Wann jeweils Ramadan ist, lässt sich aber ganz einfach ausrechnen: Man nimmt die Jahreszahl, subtrahiert die siebte Wurzel des Geburtsjahres von Mohammed, multipliziert das Ganze mit der Anzahl der letztjährigen Mekka-Pilger (minus totgetrampelte Mekka-Pilger) und teilt das Ergebnis durch den Cosinus des Winkels zwischen Mond und Saturn. In Schaltjahren muss die Berechnung natürlich in umgekehrter Reihenfolge stattfinden.

4. Die Geschichte
Offiziell führte der Prophet Mohammed den Ramadan im Jahr 620 ein. Historische Dokumente belegen jedoch, dass der griechische Fitness-Guru und Ernährungspapst Alkibiades d.J. seinen Anhängern bereits im Jahr 287 vor Christus das intermittierende Fasten mit nächtlichen Essperioden empfahl. Tragisch: Gerade als er auf dem Weg zum Patentamt war, wurde Alkibiades von einer herumstreunenden Hydra gefressen – und das am helllichten Tage! Die jährlichen (!) Tantiemen, die die muslimische Welt bis heute hätte zahlen müssen, wären in etwa so hoch wie die griechische Staatsverschuldung.

5. Der Norden
Weil es dort so lange Tag ist, müssen Muslime im Norden Skandinaviens sowie in Russland, Kanada, Grönland und Alaska besonders lange fasten, was oft große Anstrengungen mit sich bringt. Grundsätzlich wird allen Muslimen nördlich des Polarkreises dringend geraten, sich aus gesundheitlichen Gründen in südlichere Gefilde zurückzuziehen. Eigentlich wird das allen geraten, weil es dort oben scheißkalt ist.

6. Das Fastfood-Schlupfloch
Speisen von Burger King, KFC oder McDonald's gelten nach islamischem Recht sowie allgemeinem Menschenverstand nicht als Essen und dürfen während des Ramadan nach Herzenslust verzehrt werden – daher auch der Name "Fastfood".

7. Fasten weltweit
Auch das Christentum kennt das Fasten – allerdings meistens nur vom Hörensagen. Viele fasten heutzutage höchstens noch ihren Seatbelt im Flugzeug oder vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Übrigens: Sehr beliebt ist das Fasten auch in armen Ländern wie Somalia, Äthiopien oder auch Nordkorea. Dort heißt es allerdings nicht 'Ramadan', sondern 'arm dran'.

ssi, dan; Foto ganz oben: Syefri Zulkefli, CC BY-SA 2.0, Foto Alkibiades: sailko, CC BY-SA 3.0, Foto Norden: Uffe Wilken, CC BY-SA 3.0; Hinweis: An 2016 angepasst.
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