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Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kann Günter Netzers Ehefrau bezeugen, dass Zwanziger lügt? Wir haben Gerhard Delling direkt gefragt

Hamburg (dpo) - Weil Theo Zwanziger behauptet, Günter Netzer habe ihm gegenüber einen Stimmenkauf bei der Vergabe der WM 2006 eingeräumt, droht Netzer dem früheren DFB-Präsidenten derzeit mit einer Klage. Seine Ehefrau sei bei dem fraglichen Gespräch in Zürich dabei gewesen und könne bezeugen, dass Zwanziger lügt, so Netzer. Der Postillon ist der Sache auf den Grund gegangen und hat direkt bei Netzers Gattin Gerhard Delling um eine Stellungnahme gebeten.

Warum weiß Netzers Gattin (rechts) nichts von dem Essen in Zürich?
Schon bald nach Beginn des Gesprächs in einem Hamburger Café zeigt sich: Gerhard Delling kann sich nicht erinnern, im Herbst 2012 mit Netzer in einem Zürcher Nobelrestaurant gewesen zu sein, um dort Theo Zwanziger zu treffen. "Das wundert mich, dass er das behauptet", erklärt er. "Herr Netzer - so nenne ich ihn immer liebevoll - nimmt mich ja nie auf solche Veranstaltungen mit. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er sich für mich schämt."
Delling gibt außerdem zu bedenken, dass er sich sicher an die eine oder andere Demütigung erinnern könnte, wenn er an diesem Abend mit seinem Mann unterwegs gewesen wäre. "Aber in meinem Beleidigungsbuch, wo ich immer alles genau notiere, was er mir an den Kopf wirft, steht absolut nichts von einem Nobelrestaurant in Zürich", so Delling.
Schließlich erklärte Delling, dass er beim nächsten Mal gerne vorher Bescheid wüsste, wenn ihn sein "Herr Netzer" in juristische Angelegenheiten hineinzieht: "Wenn er Frisurentipps braucht oder mal wieder jemanden anschnauzen will, ruft er mich doch auch immer sofort an. Mal wieder typisch."
dan, ssi; Foto oben: Michael Kranewitter, CC BY-SA 4.0, Foto rechts: 360b / Shutterstock.com
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