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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rückrufaktion: VW plant Einbau besserer Schummel-Software

Wolfsburg (dpo) - VW macht Ernst: Der Automobilhersteller will ab Januar 2016 die ersten vom Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge zurückrufen. Ziel der großangelegten Aktion ist es, die Autos mit einer ausgereifteren Schummel-Software als bisher auszustatten – so sollen Testsituationen künftig zu 100 Prozent erkannt, woraufhin der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge entsprechend reduziert wird.

VW-Fahrzeug mit SmokeCheat 3.1 außerhalb von Testsituationen
"Derzeit arbeiten unsere Spezialisten Tag und Nacht, um mit der Abschaltautomatik SmokeCheat 3.1 die testresistenteste und skandalärmste Software zu entwickeln, die VW je eingesetzt hat", erklärt der frischgebackene Konzernchef Matthias Müller. "Sie wird nicht nur Testsituationen auf dem Rollstand zu 100 Prozent sicher erkennen, sondern auch merken, wenn Tester versuchen den tatsächlichen Ausstoß unter Realbedingungen im Straßenverkehr zu ermitteln."
Zu diesem Zweck werden unter anderem Klemmbrett- und Laborkittel-Sensoren im Fahrzeuginnenraum installiert, um Prüfpersonal zweifelsfrei zu identifizieren. Auch Verkehrshütchen, verdächtige Fahrbahnmarkierungen oder Logos aller gängigen Prüf- und Umweltbehörden werden automatisch erfasst und reduzieren den Schadstoffausstoß des Fahrzeugs entsprechend.
Dabei kann die Software aus der Zentrale in Wolfsburg ferngesteuert aktualisiert werden. So wird gewährleistet, dass SmokeCheat 3.1 auch Testmethoden erkennt, die derzeit noch nicht eingesetzt werden.
Um das Vertrauen in die angeschlagene Marke weiter zu stärken, kündigte VW an, Kunden fünf Jahre Garantie darauf zu geben, dass die neue verbesserte Betrugssoftware nicht auffliegt.
ssi, dan; Foto: kurhan - Shutterstock
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