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Montag, 5. Oktober 2015

Studie: Im Schritttempo fahrende Autos Schuld an Staus

München (dpo) - Eine aktuelle Verkehrsstudie im Auftrag des ADAC zeigt, dass praktisch alle Staus auf deutschen Straßen von Autos verursacht werden, die plötzlich Schritttempo fahren oder zum Teil gar stehen. Dabei erhöht sich die Länge des Staus, je mehr Fahrer sich gleichzeitig zu einem solchen unsinnig niedrigen Tempo entschließen – Experten sprechen von einem rätselhaften Herdentrieb.

"Bei unseren Untersuchungen ist uns aufgefallen, dass alle Staus eine Sache gemeinsam haben: Die beteiligten Fahrzeuge stehen oder werden lediglich mit Schritttempo geführt", fasst Studienleiter Bernd Stenzel die Ergebnisse seiner Studie zusammen. "Und das, obwohl die erlaubte Geschwindigkeit deutlich höher ist."
Ob sich Kraftfahrzeugführer plötzlich zum Stehenbleiben oder Stop-and-go-Verkehr entscheiden, um sich auszuruhen oder Kraftstoff zu sparen, konnte im Rahmen der Studie nicht beantwortet werden. Auch die Frage, warum oft so viele Fahrer auf einmal mitmachen, blieb den Wissenschaftlern ein Rätsel.
Einzig positiv sei, dass diese Verkehrsruhephasen von Bauarbeitern genutzt werden können, um im Anfangsbereich eines solchen Staus Baustellen zu errichten.
Um einen Stau wieder aufzulösen, müssen laut der Studienleitung sämtliche Fahrer gleichzeitig auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit beschleunigen (auf Autobahn ohne Begrenzung Richtgeschwindigkeit). Immerhin ließ sich im Verlauf der Studie kein einziger Stau auf Abschnitten vorfinden, wo mit Höchstgeschwindigkeit gefahren wurde.
fed; Foto: Ralf Gosch - Shutterstock
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