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Montag, 19. Oktober 2015

Zum ersten Geburtstag: 6 Dinge, die ein Einjähriger besser kann als PEGIDA

PEGIDA wird 1 und der Postillon reiht sich ein in die Schar der Gratulanten! Als Speerspitze der Lügenpresse lassen wir uns es jedoch nicht nehmen, selbst an diesem Ehrentag den Finger in die Wunde zu legen und Defizite beim Jubilar schonungslos aufzuzeigen. Deshalb präsentieren wir Ihnen sechs Dinge, die jeder und jede Einjährige (1) besser beherrscht als die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands (1):

1. Orthografisch korrekte Transparente schreiben
Zugegeben: Auf einer Demonstration von Einjährigen wären auf den Transparenten wohl höchstens vereinzelt krakelige Wörter wie "MAMA", "PAPA" oder der eigene Name zu sehen. Doch auch, wenn vielleicht der eine oder andere Buchstabe spiegelverkehrt wäre: Besser als das, was die "Siegmar"-Gabriel-Hasser so produzieren, ist das allemal.

2. Mitleid empfinden
Wenn ein Mensch in Not ist, schaut man nicht weg. Die meisten Einjährigen haben ein gutes Gespür dafür, wann es ihren Mitmenschen nicht gut geht. Das Leid anderer lässt sie nicht kalt. Schon allein deswegen, aber natürlich auch, weil sie juristisch dazu nicht imstande sind, kommt es für sie nicht in Frage, eine Organisation zu gründen, die Hass gegen einzelne Teile der Bevölkerung verbreitet.

3. Zivilisiert diskutieren
Selbst auf dem Gebiet der zivilisierten Unterhaltung, das nicht zu ihren Kernkompetenzen gehört, schlagen Einjährige die besorgten Bürger von PEGIDA mit Leichtigkeit. Wenn es hart auf hart kommt, werfen sie sich zwar auf den Boden und wälzen sich weinend umher. Auf wüste Beschimpfungen oder Androhungen von Gewalt greifen sie jedoch in der Regel nicht zurück. Und: Zehn Minuten später ist auch der ärgste Streit wieder vergessen.

4. Die wahre Natur von Lutz Bachmann erkennen
Auch wenn die meisten Einjährigen nichts über Lutz Bachmanns Vergangenheit (u.a. Körperverletzung, Einbruch, Diebstahl und Drogenhandel) wissen und auch keine Ahnung von seinen rassistischen Ausfällen in privaten Facebook-Gruppen haben, erkennen 97 Prozent aller Einjährigen, denen man eine Aufnahme von Lutz Bachmann zeigt, in der er über Lügenpresse, Politik und Flüchtlinge herzieht, dass er ein "böser Onkel" ist.

5. Galgen bauen
Normalerweise verfügen Einjährige über die emotionale Reife, keinen ihrer Mitmenschen an einem Galgen aufknüpfen zu wollen oder mit Erhängung zu drohen. Würde man sie jedoch mit der Errichtung eines Galgens beauftragen, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ein lebensbejahendes Prachtstück aus kunterbunten Duplo-Steinen. Hässliche Stöckchenkonstruktionen, die beim leichtesten Windstoß zusammenkrachen, sind hier nicht zu bekommen.

6. Eigenes Handeln reflektieren
Einjährige können schon relativ genau einschätzen, welche Konsequenzen aus dem eigenen Handeln folgen. Sie wissen: Wer andere Kinder anpöbelt, muss im Sandkasten alleine spielen, wer ständig ungerechtfertigte Forderungen nach Süßigkeiten stellt, wird ignoriert und wer die Katze am Schwanz zieht, wird gekratzt. Das Wichtigste aber ist: Einjährige wissen instinktiv, dass es noch viele weitere Menschen verschiedenster Altersklassen gibt und halten die Gesamtheit aller Einjährigen nicht für das Volk.

dan, ssi; Foto Galgen/Siegmar: @ostwestkonflikt, Foto Asylschwemmendemonstrant: blunews.org, CC BY-SA 2.0, Fotos Unwort, Multikulti: Kalispera Dell, CC BY 3.0, Foto Lutz: Lutz Bachmann, CC BY-SA 2.0, Rest: Shutterstock
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