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Freitag, 29. Januar 2016

10 winzige Regeländerungen, durch die Handball zum Volkssport Nummer 1 werden könnte

Es ist wie immer: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht im EM-Halbfinale und gerade einmal 107 Menschen deutschlandweit wissen davon. Der Grund: Handball fehlt es einfach an Popularität. Wir haben zehn klitzekleine Regeländerungen recherchiert, durch die Handball in kürzester Zeit zum Volkssport Nummer eins werden könnte:

1. Rasen statt Halle
Handball findet in der Regel in muffigen Hallen auf Kunststoffboden statt. Die Folgen: Grässlich quietschende Schuhe, fiese Schürfwunden, wenn man hinfällt, Hallenkoller. Wieviel schöner wäre Handball nicht, wenn man ihn auf einer Wiese spielen würde? An der frischen Luft macht es Spielern und Zuschauern doch gleich doppelt Spaß!

2. Größere Tore
Bisher wird Handball mit speziellen Toren gespielt, die in etwa der Größe eines handelsüblichen Schuhkartons entsprechen. Größere Tore ermöglichen auch Treffer aus größerer Distanz und reduzieren das alberne Herumgehampel des Torhüters, auf den aus zwei Metern Entfernung gezielt wird, auf ein erträgliches Minimum.

3. Größeres Spielfeld
Ist für Sie Handball auch immer so ein heilloses Durcheinander? Das liegt daran, dass ein Spieler meist nur wenige Sekunden braucht, um das Spielfeld in seiner vollen Länge zu überqueren. Eine Vergrößerung der Spielfläche dagegen entzerrt den Spielablauf und sorgt dafür, dass die Fans auch einmal Zeit zum Durchatmen haben.

4. Handspiel nur noch bei Einwurf oder als Torwart
Einen Ball in die Hand nehmen, über das Feld laufen und ihn in ein kleines Kästchen mit Netz werfen? Kann ja jeder. Richtig interessant wird es erst, wenn der Einsatz der Hände für alle Spieler bis auf den Torwart verboten ist – Einwürfe natürlich ausgenommen.

5. Fußspiel erlauben
Derzeit untersagen es die Handballregeln völlig unverständlicherweise, den Ball mit Unterschenkel oder Fuß zu spielen – obwohl doch jeder weiß, dass es so am meisten Spaß macht und am schönsten anzusehen ist. Diese Regel sollte schleunigst gestrichen werden.

6. Größerer Ball
Wenn der Ball ohnehin nicht mehr mit der Hand gespielt wird, muss er auch nicht mehr so lächerlich klein sein. Je größer der Ball, desto besser können ihn die Zuschauer sehen. Neckische schwarze Flecken lockern das Erscheinungsbild der "Pille" zusätzlich auf.

7. 11 Spieler pro Team
Die zuvor schon vorgeschlagene Vergrößerung des Spielfelds bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Endlich sind mehr Spieler einsetzbar. Größere Kader. Mehr Superstars. Mehr Fans. Mehr Trikotverkäufe. Elf Freunde sollt ihr sein!

8. 90 Minuten Spieldauer
Ein Handballspiel dauert zweimal 30 Minuten – bislang hatte damit niemand ein Problem. Aber nachdem Handball mit den oben vorgeschlagenen Regeländerungen endlich ein erträglicher Sport geworden ist, kann man ruhig ein wenig länger spielen, oder? Sind 90 Minuten okay?

9. Namen ändern
Rasenplatz, 90 Minuten, elf Spieler auf jeder Seite, Handspiel verboten – der größte Mangel, den der Handballsport nach all diesen Reformen noch hat, ist sein Name, der so gar nicht mehr zum neuen, aufregenden Gesicht des Sports passen will. Dem kann eine simple Umbenennung in "Fußball" Abhilfe schaffen.

10. Korruption, Millionengehälter, Skandale
Keine Regeländerung, aber genauso wichtig: Der völlig reformierte Sport Fußball (ehemals Handball) muss künftig vor Korruptionsfällen, obszönen Millionengehältern und weiteren Skandalen nur so strotzen, um dauerhaft in den Medien und damit in den Köpfen der Fans zu bleiben.

Voilà! Eine neue Topsportart ist geboren.

ssi, dan; Foto ganz oben: Dziurek / Shutterstock.com; Übrige Fotos: Shutterstock/Pixabay
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