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Freitag, 13. Mai 2016

Die 9 wichtigsten Beschlüsse des Parteitags in Nordkorea

Erstmals seit 33 Jahren führte die Arbeiterpartei Nordkoreas auf Geheiß des Obersten Führers Kim Jong-un wieder einen Parteitag durch. Was beim VII. Parteitag der PdAK (Partei der Arbeit Koreas) beschlossen wurde, hat der Postillon als einzige in Nordkorea zugelassene Zeitung gewohnt seriös recherchiert:

1. Kim Jong-un duftet nach Rosen
Gleich zu Beginn beschlossen die Delegierten einstimmig, dass der Oberste Führer Kim Jong-un nicht nur stark wie ein von den Göttern gesandter Titan ist, sondern stets den zarten Duft einer Wildrose verströmt. Anschließend zogen alle Parteimitglieder an Kim Jong-un vorbei und rochen selig lächelnd an ihm.

2. Neue Weltkarte
Auf dem VII. Parteitag der PdAK wurde eine neue Weltkarte beschlossen, der langjährige Forschung der besten Karto- und Geographen des Landes sowie zahlreiche Änderungswünsche seitens des Regimes vorangingen. Bei ihr soll es sich um die erste Weltkarte handeln, die die tatsächlichen Größenverhältnisse auf dem Globus widerspiegelt.

3. Umbenennung von Arbeitslagern in Vergnügungsparks
Mit diesem Beschluss hat die kommunistische Parteiführung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So wurde Nordkorea zum einen die lästigen Arbeitslager los, die das Land weltweit in Misskredit brachten. Zum anderen katapultierte die Maßnahme Nordkorea an die Spitze der Länder mit den meisten Vergnügungsparks.

4. Hinrichtung von wiederauferstandenem General
Groß war die Überraschung, als der von westlichen Medien für tot gehaltene General Ri Yong Gil auf dem Parteitag aufgetaucht ist. Weil der überaus wohlriechende (nach Rosen!) Oberste Führer Kim Jong-un sich nur ungern die Show stehlen lässt, beschloss die Arbeiterpartei Nordkoreas, General Ri Yong Gil gleich noch einmal hinrichten zu lassen. Der Antrag wurde bei nur einer Gegenstimme (General Ri Yong Gil) durchgewunken.

5. Extra-Reismahlzeit für Kim Jong-un
Wegen besonderer Leistungen als Oberster Führer und aufgrund seines angenehmen Duftes soll Kim Jong-un künftig eine große Reismahlzeit pro Tag extra bekommen. Das beschloss der Parteitag einstimmig. Kim Jong-un selbst sagte in einer Dankesrede, er wisse gar nicht, ob er eine achte Mahlzeit pro Tag überhaupt noch schaffe, aber notfalls könne er sie ja immer noch wegwerfen.

6. Kürzung der Essensration
Um Übergewicht und andere durch Völlerei verursachte Krankheiten zu reduzieren, werden die täglichen Essensrationen der Nordkoreaner um 8% (=1 Reiskorn) gekürzt. Auf den Straßen Pjöngjangs (größte Stadt der Welt) bejubelte das Volk den weisen Entschluss der Arbeiterpartei.

7. Gleichstellungsgesetz zur Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen in der Armee
Die Arbeiterpartei Nordkoreas beschloss auf ihrem Parteitag außerdem ein Gleichstellungsgesetz zur Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen in der Armee. Wo da der Witz ist? Es gibt keinen. Es ist ein vernünftiges Gesetz. Halten Sie Nordkorea etwa für ein Quatschland, das nur zu Ihrer Belustigung existiert? Da leben 24,9 Millionen Menschen, die auch ein wenig Respekt verdient haben. Schämen Sie sich!

8. Nutzung von Atomwaffen nur im Ernstfall
Atomwaffen sollen nur im absoluten Notfall zur totalen Vernichtung eines anderen Landes eingesetzt werden ("verantwortungsvoller Atomstaat"). Beispiele für einen solchen absoluten Ernstfall sind laut einer internen Liste unter anderem, wenn ein anderer Staatsmann Kim Jong-un irgendwie schief anschaut, wenn Kim Jong-un schlecht geschlafen hat oder sich Satiriker über Kim Jong-un lustig machen.

9. Nächster Parteitag
33 Jahre sind als Abstand zwischen zwei Parteitagen viel zu kurz. Immerhin können sich die ältesten acht Nordkoreaner (durchschnittliche Lebenserwartung: 28,7 Jahre) immer noch an den letzten erinnern. Deshalb soll der nächste Parteitag erst wieder in 333 Jahren im Jahr 2340 stattfinden. Bis dahin werden alle wichtigen Entscheidungen vom Obersten Führer getroffen.

Fotos: KCNA, Shutterstock, Foto Armee: Astrelok / Shutterstock.com
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