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Montag, 27. Juni 2016

Ratgeber: Alles, was Sie über den Brexit wissen müssen

Nachdem sich 51,9 Prozent der britischen Wähler für den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union ausgesprochen haben, versinkt das Vereinigte Königreich im Chaos. Doch was genau hat es eigentlich mit diesem Brexit auf sich, der die sonst so reservierten Briten in Panik versetzt? Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

Woher kommt der Begriff "Brexit"?
"Brexit" ist ein Kofferwort aus den Begriffen "Brezel", "Xylophon" und "Italien". Strenggenommen haben die Briten also darüber abgestimmt, ob sie eine Musikreise nach Südtirol zum beliebten "Bozener Holzinstrumente- und Laugengebäckfestival 2016" unternehmen. Über den tatsächlichen Austritt (=Exit) Großbritanniens aus der EU (=Grexit) wurde bereits im vergangenen Jahr durch das griechische Volk abgestimmt (OXI).

Wann tritt das Vereinigte Königreich aus?
Sobald Großbritannien die EU offiziell über seine Austrittsabsichten informiert, muss das Land binnen 2 Jahren austreten. Das sind umgerechnet rund 1,8 britische Years Sterling bzw. 29 Yards Fahrenheit.

Was passiert bis dahin?
Die Briten werden eine große Mauer um die britischen Inseln errichten, den Eurotunnel sprengen und sich aufrüsten, um sofort nach dem Austritt endlich wieder einmal Krieg gegen Erbfeind Frankreich zu führen – eine Praxis, die durch die Regulierungswut engstirniger EU-Bürokraten bislang verboten war.

Was macht Schottland?
Schottland wird nach aktuellem Stand versuchen, nach einem neuen Referendum seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zu erklären. Schlägt dieser Plan fehl, rechnen Beobachter mit einem blutigen Unabhängigkeitskrieg unter der Führung von Mel Gibson.

Kann ich auch aus der EU austreten?
Ja. Allerdings nur, wenn sich in einem persönlichen Referendum über 50 Prozent von Ihnen für den sogenannten Siexit entscheiden. Da Füße und Bäuche jedoch in der Regel EU-freundlich eingestellt sind und alleine schon zwischen 40 und 60 Prozent Ihres Körpers ausmachen, gilt ein Siexit derzeit als äußerst unwahrscheinlich.

Was wird jetzt aus der Queen?
Da der Brexit vor allem dazu dient,  unerwünschte Ausländer fernzuhalten, wird die Queen (House of Saxe-Coburg and Gotha) nach Gotha abgeschoben, wo sie im Herzoglichen Museum als Ausstellungsstück der Sammlung "ausrangierte Staatsformen" von der Öffentlichkeit bewundert werden kann.

Was bedeutet der Brexit für Großbritannien wirtschaftlich?
Der lukrative Bankensektor in London hat bereits angekündigt, Großbritannien zu verlassen, da bei einem Brexit voraussichtlich hohe Einfuhrzölle auf Kokain fällig werden. Nach Ansicht vieler Experten wird das Land danach auf den Stand eines vorindustriellen Agrarstaats zurückfallen und hauptsächlich Pfefferminze, Baked Beans und Aalsoße exportieren.

Kann ich jetzt noch Urlaub in Großbritannien machen?
Grundsätzlich ja. Allerdings sollten Sie sich nach Möglichkeit eine britische Tarnung zulegen, um als Kontinentaleuropäer vor europafeindlichen Brexit-Unterstützern sicher zu sein. Dazu tragen Sie am besten ständig eine Melone und falsche schiefe Zähne. Beschränken Sie dabei Ihre Kommunikation auf die Worte "Tea, Sir?", "Pardon me" und "Tickety-Boo".

Welche England-Klischees sind bislang nicht in diesen Ratgeber eingeflossen?
Bobbys, Linksfahren, Inzucht, Hooligans, Doppeldeckerbusse, Regenwetter, Jack the Ripper, britischer Humor, Alkoholismus, Klassenkampf, Höflichkeit, rote Telefonzellen, die Beatles, Mr. Bean, Fish und Chips, Schlangestehen, Rinderwahn, Klonschafe...
Diese Zurückhaltung ist der Tatsache geschuldet, dass laut EU-Norm 17/83 zur Versachlichung von Schmähschriften in Satiretexten unter 40.000 Zeichen maximal 44 Prozent der möglichen Klischees ausgereizt werden dürfen, sofern nicht mindestens zwei Monate zuvor per EU-Standardformular 7/23 eine Ausnahme beantragt wurde. Allerdings plant der Postillon selbst ebenfalls den Austritt aus der EU (Poxit), um hier wieder flexibler zu werden.

Fotos: Shutterstock, Pixabay, letztes Bild: Paolo Bona / Shutterstock.com
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