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Dienstag, 5. Juli 2016

Emojilogie: Erste Uni bietet Studiengang zur Deutung von Emojis an

M├╝nchen (dpo) - Emojis nehmen einen immer h├Âheren Stellenwert in unserem Leben ein, doch oft f├╝hlt man sich beim Versuch, die Ideogramme korrekt zu deuten, in etwa so: ­čś│. Aus diesem Grunde hat die Ludwig-Maximilians-Universit├Ąt in M├╝nchen das deutschlandweit erste Institut f├╝r Emojilogie geschaffen, wo man ab kommendem Wintersemester Emojilogie auf Diplom, Master, Bachelor oder Lehramt studieren kann.

Als Institutsleiter konnte die LMU den namhaften brasilianischen Emojilogen Professor Adriano Madruga gewinnen, der f├╝r seine Grundlagenforschung auf dem Gebiet der vergleichenden Tier-Emojilogie international Ansehen genie├čt.
"Die Welt der Emojis ist so faszinierend wie komplex", erkl├Ąrt Madruga, der von seinen Studenten liebevoll Prof. ­čśť genannt wird. "Die meisten Emojis haben verschiedene Darstellungsvarianten, was Hautfarbe und Geschlecht angeht. Gemeinsam mit Regionalindikatoren gibt es rund 97 Milliarden verschiedene Kombinationen und jedes Jahr kommen zahlreiche neue Symbole hinzu."
Die jeweiligen Seminarmaterialien werden den Studenten per WhatsApp geschickt.
Dies f├╝hre zunehmend zu Missverst├Ąndnissen im digitalen Schriftverkehr. "Nehmen Sie nur mal dieses Emoji, das seine Z├Ąhne zeigt: ­čśü", so Madruga. "Die einen denken, es grinst, die anderen meinen, es fletscht w├╝tend seine Z├Ąhne. So ein Missverst├Ąndnis kann ganze Beziehungen zerst├Âren."
Emojilogische Forschung sei daher notwendig, um wissenschaftliche Standards zu setzen und die Auswirkungen von Emojis auf die Gesellschaft zu erforschen. Im Institut sollen kurzfristig Lehrst├╝hle f├╝r Emojilinguistik (K├╝rzel: ­čĺČ), Emoji-Geschichte (­čĆ░­čÄî), Vergleichende Emojilogie (­čśś↔­čśÜ) sowie Wirtschaftsemojilogie (­čĺ░­čôł) geschaffen werden.
Bereits in diesem Wintersemester werden f├╝r angehende Emojilogen Kurse mit Titeln wie "Hauptseminar: Warum ist der Polizist ­čĹ« m├Ąnnlich? - Geschlechterklischees in Emojis", "├ťbung: Emoji-├ťbersetzungskurs Android-Apple", "Proseminar: Die drei Affen ­čÖł­čÖŐ­čÖë - Emojis und Philosophie", "Die Hieroglyphen der alten ├ägypter", "Repetitorium: Regen, Schwei├č, Tr├Ąnen: ­čĺŽ und seine Einsatzm├Âglichkeiten" oder "Vorlesung: Warum zum Teufel gibt es viele Emojis auch als Katzengesichter? ­čś║­čś╣­čśŻ­čÖÇ Eine Ann├Ąherung" angeboten.
Schon in wenigen Jahren werden dann die ersten Diplom-Emojilogen, Lehrer (Emojikunde und Sport) und Emoji-Therapeuten ins Berufsleben starten.
pfg, ssi, dan; Fotos: Shutterstock
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