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Dienstag, 15. November 2016

Erdogan ratlos, was er noch machen soll, damit EU Beitrittsgespräche beendet

Ankara (dpo) - Es ist einfach wie verhext! Nachdem er seit Monaten alles dafür getan hat, dass die Beitrittsgespräche seines Landes mit der EU endlich abgebrochen werden, ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit seinem Latein am Ende. Warum die Europäische Union weiter verhandeln will, kann er beim besten Willen nicht nachvollziehen.

"Ich bin gerade dabei, die Todesstrafe einzuführen, ich lasse täglich neue Gegner meiner Regierung verhaften, schränke die Presse ein", flucht Erdoğan, während er gerade vor dem Spiegel sein Bärtchen stutzt. "Worauf zum Teufel warten die in Brüssel denn noch? Das müsste doch locker reichen, dass die Türkei hochkant rausfliegt!"
Selbst will er die Verhandlungen mit der EU nicht abbrechen: "Ich muss warten, bis Brüssel die Beitrittsgespräche abbricht, damit ich das dann in aller Öffentlichkeit anprangern und mich selbst als Opfer darstellen kann", so Erdoğan. "Wenn ich die Gespräche abbreche, bin ich der Buhmann. Huch, fast hätte ich die Nasenhaare vergessen."
Kritisch betrachtet sich Erdoğan im Spiegel. Er beschließt, den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der gerade die Türkei besucht, zu einem persönlichen Gespräch zu empfangen. "Ich haue dem zur Begrüßung einfach eine rein, jawoll!", ruft Erdogan energisch und nickt seinem Spiegelbild zu. "Mal sehen, was sie dann machen..."
Idee: shp; dan, ssi; Foto [M]: Shutterstock
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