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Freitag, 27. Januar 2017

Björn Höcke gedenkt anstrengenden Arbeitsalltags von KZ-Aufsehern

Erfurt (dpo) - Jetzt wird endlich klar, was Björn Höcke in seiner umstrittenen Rede in Dresden mit der Forderung nach einer "erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad" gemeint hat. Am heutigen Holocaust-Gedenktag hielt der AfD-Politiker eine Weile inne, um den anstrengenden Arbeitsalltag der KZ-Aufseher vor mehr als 70 Jahren in stiller Andacht zu würdigen.

Mit einer kleinen Träne im Auge erinnerte sich Höcke an jene entbehrungsreiche Zeit, in der KZ-Aufseher selbst im Winter jeden Tag frühmorgens zum Dienst antreten mussten, um ihre Pflicht für das Vaterland zu erfüllen:
 "Allein die vielen Überstunden in den letzten Kriegsjahren", murmelte der 44-Jährige vor sich hin, während er andächtig das Haupt senkte. "Da ging das ja quasi im Akkord." Doch trotz ihres selbstlosen Einsatzes bekamen viele KZ-Aufseher ihre Mehrarbeit nach 1945 weder bezahlt noch konnten sie sie in Form von Urlaub abfeiern.
"Die deutschen Opfer des Holocausts werden gern vergessen", findet Höcke. "Wie viele sind betrunken vom Wachturm gefallen? Wie viele schlugen sich die Fäuste an Insassen wund? Wie viele wurden nach dem Krieg auch noch für ihre Taten juristisch verfolgt oder ausgegrenzt? Dieses Leid macht mich ganz krank!"
Bis heute wartet Höcke auf eine Entschuldigung aus Israel für das, was die jüdische Bevölkerung Europas den braven deutschen SS-Offizieren damals angetan hat – vergeblich.
ssi, dan; Foto oben: dpa, Foto unten: Bundesarchiv
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