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Montag, 27. Februar 2017

HSV protestiert: "Mit 6 Minuten Nachspielzeit hätten wir das Spiel gegen Bayern locker gedreht"

München (dpo) - Wieder einmal hat ein Gegner des FC Bayern Grund zur Klage: Nachdem der berüchtigte "Bayern-Bonus" schon nach dem Last-Minute-Tor vom letzten Wochenende gegen Hertha BSC Thema war, sieht sich nun auch der HSV ungerecht behandelt. Mit sechs Minuten mehr Nachspielzeit hätte man die Partie vom Samstag, die 0:8 ausging, locker noch drehen können, so HSV-Trainer Markus Gisdol.

"Deutlicher kann man gar nicht zeigen, dass man auf der Seite des FC Bayern steht", so Gisdol. "Das Spiel wurde ständig unterbrochen. In der 17., 24., 42., 54., 56., 65., 69. und 87. Minute umarmten sich die Bayern-Spieler ausgiebig, anstatt zu kicken, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Normalerweise gehe ich davon aus, dass dann am Ende entsprechend nachgespielt wird. Darauf habe ich unser ganzes Spiel ausgelegt."
Doch Schiedsrichter Bastian Dankert dachte gar nicht daran, diesen Zeitverlust auszugleichen. Stattdessen ließ er keine einzige Sekunde nachspielen und erstickte so die Hamburger Schlussoffensive im Keim.
"Ein Skandal!", findet Gisdol. "Die haben in der Endphase schon sichtbar geschwächelt. Zwischen der 69. und der 87. Minute haben die 18 Minuten lang kein Tor mehr gemacht. Und genau dann, wenn wir gerade die Aufholjagd starten wollen, pfeift der Schiri ab. Noch bevor wir den Turbo zünden konnten. Unfassbar!"
Den HSV-Spielern (im Bild: Mergin Mavraj) war der Frust über den verfrühten Abpfif deutlich anzusehen:
Auch den Spielern der Heimmannschaft aus München sei bewusst gewesen, dass ihnen wieder ihr sprichwörtlicher Bayern-Dusel beigestanden habe: "Das konnte man daran sehen, wie sehr sie sich über den Schlusspfiff gefreut haben. Denen war schon klar, dass der Schiri ihnen den Arsch gerettet hat."
Die HSV-Spitze erwägt nun, zeitnah beim Sportgericht Beschwerde einzulegen. "Bis zum letzten Moment wollen wir nicht warten, nicht dass es dann plötzlich heißt: 'Frist verstrichen, der FC Bayern gewinnt'", so HSV-Präsident Jens Meier.
dan, ssi; Idee: fed; Fotos: dpa
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