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Donnerstag, 13. April 2017

Teenager hielt Fenster in seinem Zimmer jahrelang für "Second Screen"

Berlin (dpo) - Jahrelang hat ein Berliner Teenager das Fenster seines Zimmers für einen riesigen Second Screen mit einer Live-Wetter-App gehalten. Nur durch einen Zufall bemerkte der 17-jährige Hobby-Gamer nun seinen schweren Irrtum.

"Seit ich denken kann, war dieser große Bildschirm in meinem Zimmer installiert", erzählt Julian R. Der Jugendliche bewohnt ein Zimmer im Einfamilienhaus seiner Eltern am Berliner Stadtrand. "Ich bin irgendwie automatisch davon ausgegangen, dass das ein Second Screen ist, auf dem mir eine App in Echtzeit das Wetter darstellt."
Schließlich habe das auf dem Screen angezeigte, vermeintliche Symbolbild eines Vorgartens stets mit der Wettervorhersage seiner Smartphone-App übereingestimmt. "Auch die Tageszeiten wurden korrekt durch einen Hell-Dunkel-Modus dargestellt."
Er habe es cool gefunden, dass seine Eltern so ein Gadget eingebaut hätten: "So hatte ich beim wochenlangen WoW-Spielen oder Youtube-Gucken immer mal einen schnellen Blick aufs Wetter." Vor dem Schlafengehen habe er den Wandbildschirm meist heruntergefahren, indem er an dem Band daneben gezogen habe.
Gestern Nachmittag kam dann die große Überraschung: "Das Display zeigte das Gartenbild mit blauem Himmel und grünen Blättern an den Bäumen an, soweit im Sommer also alles korrekt", erinnert sich Julian. Plötzlich habe es jedoch gescheppert und durch den vermeintlichen Bildschirm hindurch sei etwas ins Zimmer geflogen.
"Zunächst dachte ich an eine durchgebrannte Grafikkarte." Er habe sich jedoch gewundert, dass plötzlich kühle, frische Luft ins Zimmer kam. Dann erst habe er einen Ball auf dem Fußboden gesehen und durch das Loch in der Wand zwei der Nachbarskinder entdeckt. "Da ahnte ich, dass etwas nicht stimmt."
Nach Gesprächen mit seinen Eltern ist dem 17-Jährigen inzwischen klar, dass der vermeintliche Bildschirm ein Fenster ist. "Wozu genau das gut sein soll, kapiere ich allerdings immer noch nicht", sagt Julian. Stattdessen habe er sich jetzt ein 42-Zoll-Display an die Wand gehängt und mit einer Live-Webcam auf dem Hausdach verbunden: "So habe ich wie gewohnt ständig im Blick, was draußen los ist."
bep; Foto: Shutterstock
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