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Dienstag, 2. Mai 2017

Sadomasochisten unterstützen de Maizières Forderung nach deutscher Leidkultur

Berlin (dpo) - Nach heftiger Kritik an seinem Meinungsartikel in der Bild-Zeitung erhält Bundesinnenminister Thomas de Maizière nun Rückendeckung: Der Bund Deutscher Sadomasochistinnen und Sadomasochisten (BDSM) hat seine volle Unterstützung für de Maizières Forderung nach einer deutschen Leidkultur ausgesprochen.

"Endlich traut sich mal ein prominenter Politiker, das auszusprechen, was wir schon seit Jahren fordern", erklärt die Vorsitzende Corinna Bronschaub (31). "Die meisten Deutschen sind leider erbärmliche Weicheier, die kaum was aushalten. Keinerlei Leidkultur! Die schreien schon, bevor man die Peitsche überhaupt auf ihrem ungezogenen Popo tanzen lässt."
Seine Thesen finden Zuspruch: Thomas de Maizière
Grundsätzlich unterstütze es der BDSM, wenn ein Politiker einem ganzen Land ohne jeden Grund Einschränkungen und Verhaltensregeln auferlegen will, so Bronschaub: "Auch wenn man es ihm nicht zutraut: Dieser de Maizière ist hart gegen sich selbst. Das gefällt mir. Aber oft sind es ja die Unscheinbarsten, die auf sowas stehen."
Jetzt müsse nur noch darüber geredet werden, welche harten Strafen fällig werden, wenn sich jemand nicht an die deutsche Leidkultur halten will.
Doch nicht in allen Punkten herrscht Einigkeit. Sklave Bernd K. etwa kritisiert das von de Maizière geforderte Verhüllungsverbot: "Mmmmmmf! Mmmmmmf?" Zwar ist der 44-jährige Buchhalter aufgrund seiner Ledermaske und der lauten Peitschenhiebe, die er für sein ungefragtes Reinquatschen erhält, nur schwer zu verstehen; dafür verzieht er während der Bestrafung kaum eine Miene – ein vorbildliches Beispiel deutscher Leidkultur.
dan, ssi; Foto oben [M]: Shutterstock / Pretzelpaws, CC BY-SA 3.0, Foto unten: Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0
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