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Nordkoreaner beneiden neue Interkontinentalrakete, weil sie das Land verlassen durfte

Pjöngjang, Kusong, Ryongrim (dpo) - So etwas würden sie auch einmal gerne schaffen! Ein Großteil aller Nordkoreaner ist laut einer anonym durchgeführten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control zutiefst neidisch auf die erste von seiner Regierung getestete Interkontinentalrakete, weil sie einfach ungehindert das Land verlassen durfte.

Demnach gaben mehr als 90 Prozent der Befragten an, sie wären ebenfalls gerne in Rekordgeschwindigkeit aus dem nordkoreanischen Herrschaftsgebiet herausbefördert worden.
"So eine Kontinentalrakete hat's gut", seufzt etwa Cho Myung-hwan aus dem Dorf Ryongrim im Norden des Landes, während er zusammen mit anderen Arbeitern seines Kollektivs auf dem Feld Unkraut jätet. "Sie hat nie Hunger, ein Großteil der Ressourcen unseres Landes fließt in ihre Entwicklung und wenn sie fertig ist, dann darf sie einfach so das Land verlassen. Was für ein Leben!"
Hat es besser als die meisten Nordkoreaner: Interkontinentalrakete
Straßenfeger Pung Oh-Seong aus Pjöngjang würde ebenfalls gerne mit dem Geschoss vom Typ Hwasong-14 tauschen: "Ich wünschte, ich könnte auch einfach so mal 900 Kilometer weit fliegen und schließlich vor Japan ins Meer stürzen", erklärt er mit leuchtenden Augen. "Die restliche Strecke wäre ich geschwommen."
Viele seiner Landsleute hegen ganz ähnliche Wünsche. "Kann unser großer Führer denn nicht auch mal Interkontinentalmenschen testen?", fragt sich etwa die Schülerin Gam Go-eun aus der Provinzstadt Kusong. "Ich würde mich sogar bereit erklären, bis an die West-Küste der verhassten USA geschossen zu werden."
Der Umfrage zufolge würden die meisten Nordkoreaner sogar bereitwillig in Kauf nehmen, auf halbem Weg zu explodieren oder irgendwo ins Meer zu stürzen, wenn sie dafür nur Nordkorea endlich verlassen könnten.
ssi, dan; Fotos: KCNA
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