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Von Windböe erfasst: Olympischer Skispringer nach Rumänien geweht

Predazzo (dpo) - Vor solch einem Katastrophenszenario warnen Skisprungexperten schon lange – nun ist es eingetreten: Der französische Skispringer Thibault Lemaire ist heute beim olympischen Skisprungwettkampf von einer Windböe erfasst und bis nach Rumänien getragen worden.

Vor den Augen von tausenden Fans vor Ort und Millionen Zuschauern weltweit wurde der 24-Jährige bei seinem ersten Sprung bereits nach wenigen Metern plötzlich vom Wind davongetragen und stieg immer höher, bevor er schließlich ganz außer Sichtweite verschwand.

Eine großflächige Suchaktion mit Drohnen und Hubschraubern blieb zunächst vergeblich. Erst nach anderthalb Stunden gab es erste Hinweise zum Verbleib des Athleten, als mehrere Sichtungen in Slowenien und Ungarn gemeldet wurden.

Schließlich ging Lemaire (1,75 m, 55 Kilo) auf einer Wiese in einem Vorort der rumänischen Hauptstadt Bukarest unsanft zu Boden. Dabei zog er sich leichte Prellungen zu, ist aber ansonsten offenbar wohlauf.

Bereits seit längerem warnen Experten angesichts des geringen Körpergewichts von Skispringern und diverser Tricks zur Erhöhung der Aerodynamik davor, dass schon mittelstarke Windböen ausreichen, um Athleten kilometerweit davonzutragen. Nun wird einmal mehr diskutiert, ob bei Wettkämpfen Fangnetze rund um die Sprungschanze angebracht werden sollten, wie von einigen gefordert.

Wer angesichts der rekordverdächtigen Flugbahn (Luftlinie 1.042.033,47 Meter) von einer Goldmedaille für den Franzosen ausging, wird allerdings enttäuscht: Da Lemaire bei seinem Sprung drei Zehntelsekunden vor der Startfreigabe losgefahren war, wird sein Sprung nicht gewertet.

ssi, dan; Foto:

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