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Freitag, 13. November 2009

Neue Studie: Alte Römer sagenhaft reich und handwerklich ungeschickt

Rom, Pompei (dpo) - Ein Forscherteam der Sapienza Universität von Rom hat neue Erkenntnisse über die Lebensumstände der alten Römer gewonnen. Über vier Jahre lang analysierten die Archäologen Funde aus den Ruinen der 79 n.Chr. von einem Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji, um so einen tieferen Einblick in das Leben vor fast 2000 Jahren zu gewinnen.


"Was wir dabei herausgefunden haben, ist erstaunlich", erklärte Professore Gianluigi Giacomo (56) gegenüber dem Postillon. "Die Römer waren deutlich reicher als wir heute." Dies lasse sich aus den Funden klar schließen. "Selbst einfachste Leute wie Tagelöhner oder Handwerker konnten sich antike Möbel, Werkzeuge und Münzen leisten, die heute bei Auktionen Spitzenpreise in Millionenhöhe erzielen", so der Ausgrabungsleiter.
Allerdings kann man Werkzeuge von damals (siehe Foto) keinesfalls mit modernen Gerätschaften vergleichen: "Das Werkzeug der Antike ist Schrott", so das vernichtende Urteil Giacomos. "Das Zeug ist völlig verrostet, splittert leicht und zerfällt bei intensiver Anwendung oft sogar einfach zu Staub." Damit dürfte auch das Rätsel gelöst sein, warum die alten Römer trotz ihres sagenhaften Reichtums fast ausschließlich Ruinen erbaut haben.
ssi; Foto rechts (Freilichtmuseum Hechingen-Stein): Unglaublich teuer und schrottig: römisches Werkzeug; Foto links (Kodiak): Offensichtlich mithilfe von römischem Schrottwerkzeug erbaut: römische Ruine.



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