Newsticker

Botschafter beschämt Deutschland

Canberra/Australien (dpo) - Peinlich! Nach einem derben Zechgelage mit den Amtskollegen aus Frankreich, den Vereinigten Staaten, England und Saudi-Arabien hat Dr. Michael Bitter, der deutsche Botschafter in Australien, bei einem Nackt-Wettlauf quer durch das nächtliche Canberra nur einen beschämenden dritten Platz erreicht.
ssi; Foto: Zu stark in Rückenlage: So stellt sich der Postillon-Zeichner den schwachen Lauf des Botschafters vor.

Streiflichtbezirk

Köln (dpo) - Dicker Fang: Bei einem Streifzug in einem Kölner Stripteaselokal konnten zwei Streifenpolizisten vier Tiger, einen entflohenen Sträfling und acht Zebras festnehmen. Obwohl einige Streifschüsse fielen wurde niemand ernsthaft verletzt. Den Verhafteten wird Landstreiferei vorgeworfen.
ssi; Foto: Gilt vorläufig als unschuldig: Streifenhörnchen.

Neue Pflanzenart entdeckt

Salin-de-Giraud/Frankreich (dpo) - Botaniker haben in Südfrankreich eine bislang unbekannte Pflanzenart entdeckt.
Die geheimnisvolle rosafarbene Blume mit dem blattlosen Stiel und der üppigen Blüte konnte bislang jedoch nur aus der Ferne beobachtet werden, da noch jeder der versuchte, sie zu pflücken, aus heiterem Himmel von einem Flamingo angegriffen und in die Flucht geschlagen wurde.
ssi; Foto: Die geheimnisvolle Blume wächst auch auf den unwirtlichsten Böden.

Bahnchef Mehdorn wirft hin: Darf er seinen Vornamen behalten?

Berlin (dpo) - Bahnchef Mehdorn hat auf der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn in Berlin seinen Rücktritt angeboten. Noch ist allerdings unklar, ob Mehdorn seinen Vornamen "Bahnchef" behalten darf oder ob dieser automatisch auf seinen Nachfolger übergehen wird. Sicher ist nur, dass in den Archiven bereits fieberhaft nach dem alten Vornamen Bahnchef Mehdorns vor 1999 gesucht wird. Sollte dieser nicht mehr auffindbar sein, so Branchenkenner, könne man sich aber immer noch auf Ex-Bahnchef Mehdorn oder Bansch F. Mehdorn verständigen.
In seiner neugewonnenen Freizeit möchte sich der 66-jährige nach eigenem Bekunden endlich einmal einen dieser Züge, von denen er während seiner Amtszeit schon so viel gehört habe, von innen ansehen.
ssi; Foto: Wird dank hoher Abfindung sicherlich weich fallen: Bahnchef Mehdorn.

Mehdorn im Postillon-Archiv:
Welch feine Ironie, Herr Mehdorn
Neuer Bahnskandal
Spitzenspitzelei

Biorhythmus gestört

(dpo) - Millionen Menschen in Deutschland wurden heute bereits oder werden noch von Kollegen, Mitschülern und Kommilitonen genervt, die behaupten, dass die gestrige Umstellung auf die Sommerzeit ihren Biorhythmus empfindlich gestört habe und sie daher total müde seien. Aktuellen Studien zufolge handelt es sich bei den Klagenden um die gleichen Leute, die nach einer Autofahrt von Düsseldorf nach Köln unter schwerem Jetlag leiden.
ssi; Foto: Eine ganze Stunde Unterschied: Das hält das stärkste Zebra nicht aus!

Federico! Lalalalalalalalalalalalala

Hamburg (dpo) - Warmer Geldregen für Miracoli: Der Fertigsoßengigant konnte den Soundtrack seines neuesten Werbespots an Hollywood verkaufen. Gerüchten zufolge soll er den neuen Splatterhorrorfilm "Die Kinderfresserin" von Stephen King akustisch begleiten.
ssi; Empfehlung: Augen schließen und nur den Sound genießen.

Das Wort zum Sonntag (22)

Kommentar:
4:0 für die Krise. Vor uns Liechtenstein, mit dem wir getrost in Glaskaufhäusern auf gläserne Kunden werfen könnten. Während Mehdorn seine heiße Datenaffäre in vollen Zügen mit einer Stunde Verspätung genießt, steht Oliver Kahn schon in selbstausgehobenen Startlöchern. Nur der kleine Mann von der Straße, der ist wieder keinen müden Zentimeter gewachsen.
ssi

Zeitumstellungsticker

++++ Kollektiver Filmriss: 82.117.000 Deutsche können sich nicht daran erinnern, wo sie heute Nacht zwischen zwei und drei Uhr waren und was sie gemacht haben. 30% klagen gar über Kopfschmerzen und aufgemalte Schnurrbärte ++++

++++ Ursachenforschung wegen verlorener Stunde: Vermutlich wurden im Zuge der Finanzkrise so viele Zeitarbeiter entlassen, dass es zu Lieferengpässen bei der Stundenproduktion kommt ++++

++++ Eine Stunde Lebenszeit verloren: Die Gewerkschaft der im Sommer 2009 Sterbenden (GSS2009) verklagt die Bundesregierung, da die Mitglieder den Rücklauf der Stunde im Herbst nicht mehr erleben werden. Die Kanzlerin bleibt gelassen: "In der Regel ziehen sich solche Verhandlungen über Jahre hin." ++++

++++ Übertrieben: Der Postillon, Deutschlands größte Tageszeitung, schlachtet die Zeitumstellung zu sehr aus ++++
ssi; Foto: Da war noch alles gut: Heute Nacht um zwei Uhr.

Endlich Ruhe - dank Ritalin

Saarbrücken (dpo) - Jetzt ist durchatmen angesagt: Jahrelang mussten Marianne und Richard F. unter den Launen ihres 9-jährigen Sohnes Timmy leiden. So zappelig und unkonzentriert sei der Knabe gewesen, dass er ständig schlechte Zensuren nach Hause brachte. "Viel schlimmer war allerdings, dass Tim fast den ganzen Tag in seinem Zimmer saß und malte oder auf dem alten Klavier von Tante Agathe herumklimperte", erklärte sein sichtlich erleichterter Vater. "Erst seit wir dem Bengel Ritalin geben und ihm den Umgang mit diesem Kunstprofessor verboten haben, können wir uns entspannen."
Timmys Mutter fügte hinzu: "Immerzu klassische Musik - das hält doch niemand aus. Als dieser Künstler unseren Sohn auch noch einen jungen Picasso nannte, was immer das auch heißt, wussten wir, dass wir handeln müssen. Seit Timmy Ritalin bekommt, ist er endlich ruhig und konzentriert wie alle anderen Kinder auch."
ssi; Foto: Mit solchen Kritzeleien trieb Timmy (9) seine Eltern zur Weißglut.

Mehr vom kleinen Timmy im Postillon-Archiv

Welch feine Ironie, Herr Mehdorn

Berlin (dpo) - Gestern begründete der bekannte Satiriker und Bahnchef Hartmut Mehdorn die Daten-Affäre damit, dass die Deutsche Bahn seit Jahren unter "Informationsabfluss" leide. Das habe die Bahn in ihrem Image schwer beschädigt. Die Bahn sei verpflichtet, Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Dem hat Der Postillon nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.
ssi; Foto (Bigbug21): Hat die Bahn heldenhaft vor einem Imageschaden bewahrt: Bahnchef Mehdorn.

Der King ist tot - es lebe der King!

Florida/Miami (dpo) - Machtwechsel bei den amerikanischen Royals: Der 61-jährige Burger King Bill II., Herrscher über 11.300 Fastfoodlokale, ist Freitag Nachmittag an Herzverfettung gestorben. Als Thronfolger gilt der älteste Sohn des verstorbenen Monarchen, der bisherige Burger Prince Randy IV. (28), der erst im letzten Jahr sein Studium an der Mancademy abschloss und bereits 2006 für Aufsehen sorgte, als er eine Burgerliche zur Frau nahm. Beobachter des Kingshauses gehen davon aus, dass Randy IV. die 99-Cent-Politik seines Vaters fortführen wird.
ssi; Foto links: Bill II. (†); Foto rechts: Ist er der Aufgabe gewachsen? Randy IV.

Fastfood im Postillon-Archiv:
McDonald's bekämpft den Welthunger
Anschlag auf Mancademy

Millionen Hühner obdachlos

Kassel (dpo) - Der Verband konventioneller Legebetriebe (VkL) hat heute erschreckende Zahlen offengelegt: Knapp 30 Millionen deutscher Hühner haben keinen eigenen Käfig und müssen den Großteil des Tages draußen leben.
Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass viele der betroffenen Tiere an akutem Wachstumshormonmangel leiden und viel zu selten Antibiotika verabreicht bekommen.
ssi; Foto links: Müssen draußen leben, scharren und picken: käfiglose Hühner der Ökoland Rose GmbH; Foto rechts: So geht's! Hühner mit Dach über dem Kopf.

Marktbefruchtung

London/England (dpo) - Nachdem Spekulanten monatelang die Preise für Obstsamen in schwindelerregende Höhen getrieben und den Markt damit künstlich aufgebläht hatten, ist heute Morgen die Fruchtblase geplatzt. Die Preise fielen derart, dass mehrere Regierungen den Obstpreis fixierten und vom Gesamtmarkt abnabelten. Den Fruchtsafthandel werden die Nachwehen wohl erst in wenigen Tagen erreichen.
ssi; Foto: Bald wieder erschwinglich - Fotos von Obst.

Aus dem Postillon-Archiv:
Multivitamindesaster

Das Phantom von Heilbronn und die Wattestäbchen

Heilbronn (dpo) - Das sogenannte "Phantom von Heilbronn" hat es offensichtlich nie gegeben: Die an über 40 Tatorten gefundenen DNA-Spuren stammten vermutlich nicht von einer angeblichen Serientäterin und Polizistenmörderin, sondern sind auf Verunreinigungen von Wattestäbchen der Spurensicherung zurückzuführen.
Die Polizei ermittelt augenblicklich unter den Mitarbeitern der Firma, von der aus die Wattestäbchen in Umlauf gebracht wurden. Nachdem ein DNA-Test mit offensichtlich verunreinigten Wattestäbchen ergab, dass alle Beschäftigten die gleiche DNA wie die gesuchte Person hätten, sucht die Polizei jetzt völlig entnervt nach einer weiblichen Person mit extrem sauberen Ohren.
ssi; Foto: Blitzeblank - ein Ohrenschmaus.

Uli Hoeneß ist taub

München (dpo) - Uli Hoeneß hat sein Gehör verloren. Dies wurde in im jüngsten Bild-Interview deutlich, in dem Uli Hoeneß erklärt, was ihn an Bundestrainer Jogi Löw und an Oliver Bierhoff wirklich stört. Unter anderem beschwerte sich der pfiffige Wurstmagnat folgendermaßen:
Was mich stört, ist dieses Verhalten: Links ist die Nationalmannschaft, rechts sind die Vereine. (...) Die Vereine und die Nationalmannschaft müssen auch unter Löw und Bierhoff wieder eins werden. Und wenn ich ein Problem mit jemandem habe, dann gebe ich ihm nicht in der Öffentlichkeit Ratschläge, sondern diskutiere es mit ihm gemeinsam aus.
Und:
Es ist eine neue Qualität, dass der Draht zwischen Nationalmannschaft und den Vereinen so getrennt wird. Was mir fehlt, ist der enge Kontakt.
Hätte Uli Hoeneß nicht seine akustischen Fähigkeiten verloren, hätte er an seinem eigenen Geschwätz hören können, dass die Herren Löw und Bierhoff sehr gut daran tun, sich von jemandem fernzuhalten, der ihnen in der Öffentlichkeit den Ratschlag gibt, in der Öffentlichkeit keine Ratschläge zu geben.
ssi; Foto: Taub wie ein Auerhahn in der Balz: Uli Hoeneß.

Polonaise verschwunden

Köln (dpo) - Unheimlich: Schon seit über einem Monat wird in Köln eine Polonaise aus ca. 50 Personen vermisst. Am Rosenmontag (23.2.) hatte sich die Menschenschlange spontan auf der großen Karnevalsfeier der "Grünen Funken" gebildet.
Nachdem die Polonaise angeführt vom beliebten Spaßvogel Kalle Letschek mehrere Male durch den Saal gezogen war und dabei einen Großteil der anwesenden Gäste mittels sanftem Druck einzusammeln vermochte, verließ die lustige Truppe unter den Klängen von "Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse..." den Festsaal - und kam nicht wieder zurück.
Trotz einer fieberhaften Suchaktion der Kölner Polizei am nächsten Tag, konnte keiner der Polonaisanten wiedergefunden werden - bis heute. Die Angehörigen der Vermissten sind sich jedoch sicher, dass die Polonaise immer noch irgendwo da draußen frohgemut durch den Nebel zieht, jeder einzelne immer mit den Händen auf der Schulter seines Vordermanns...
ssi; Foto: Aufbruch ins Ungewisse - Das letzte, was man von der Polonaise zu sehen bekam.

Nicht allen geht es schlecht

Bremerhaven (dpo) - Es gibt immer noch Gewinner in diesen Zeiten: Die Bremerhavener Firma Abwärts GmbH hat die Finanzkrise schon früh kommen sehen und sich daher auf die Herstellung kritzeliger Linien, die abwärts verlaufen, spezialisiert. Seit Beginn der Finanzkrise konnte die Abwärts GmbH ihren Umsatz mehr als vervierfachen.
"Abwärts verlaufende kritzelige Linien in den unterschiedlichsten Formen gehen momentan weg wie warme Semmeln", erklärte Fred Fredsen, der Chef des 40-Mann-Betriebs. "Der Chinese sagt: Eine Krise ist auch immer eine Gelegenheit. Unser Laden brummt, solange der Konjunkturmotor stottert." Der Postillon, der leider nie Kunde bei der Abwärts GmbH sein wird, wünscht weiterhin viel Erfolg.
ssi; Linie links: Typisches Produkt der Abwärts GmbH; Foto rechts: Firmenbilanz - Die Firma Abwärts ist einer der letzten Kunden von Firmen, die sich auf kritzelige Linien nach schräg oben spezialisiert haben.

Gras sichergestellt

Hamburg (dpo) - Zollfahnder haben bereits gestern im Hamburger Hafen fünf Kilogramm Marihuana sicherstellen können. Die Schmuggler hatten die heiße Ware unter mehreren Päcken Heroin und Sprengstoff versteckt.
ssi

Berliner Rede des Bundespräsidenten von Frankfurter Gürteltieren ausgebootet

Frankfurt, Berlin (dpo) - Eigentlich sollte an dieser Stelle über die Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler berichtet werden. Aufgrund weitaus bedeutenderer Ereignisse im Gürteltiergehege des Frankfurter Zoos (siehe Foto), muss die Analyse der sicherlich sehr aufrüttelnden Ansprache darüber, wie der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds die Krise schon immer hat kommen sehen, leider entfallen.
ssi; Foto: Toll! Bei unzensiertem Gürteltiersex kann Hotte Köhler nicht mit.

Schrecklicher Verdacht gegen Althaus

Erfurt, Frankfurt (dpo) - Berichten des bunten Monatsmagazins Titanic zufolge wurde jetzt der Rechner von Thüringens Ministerpräsident Althaus durchsucht. Die Ergebnisse sind erschreckend.
ssi; Screenshot (zum Vergrößern anklicken): Titanic

Althaus im Postillon-Archiv:
Schön, wenn man noch eine hat
Après Ski ist vor dem Ski

Neue Studie: Säuglinge sind manisch-depressiv

New York/USA (onn) - In einer kürzlich veröffentlichten Studie des Journal Of Pediatric Medicine konnte nachgewiesen werden, dass über 98 Prozent aller Säuglinge an einer bipolaren Störung leiden.
"Die Mehrheit unserer Testpersonen zeigte unabhängig von Geschlecht und Herkunft extreme Stimmungsschwankungen. Im einen Moment weinten sie, im nächsten wiederum kicherten die Knilche verspielt", erklärte Dr. Steven Gregory, der Leiter der Studie, bei einer Pressekonferenz. "Außerdem fanden wir heraus, dass die meisten Babys Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, unter Schlafstörungen leiden und nicht imstande sind, für sich selbst zu sorgen - alles klassische Symptome von Manisch-Depressiven." Abschließend befand Gregory, dass die mangelhaften motorischen Fähigkeiten und Sprechprobleme von nahezu 100 Prozent aller Säuglinge auf eine zusätzliche Erkrankung an Parkinson hinweisen.
ssi; Quelle: The Onion; Foto: Anstrengend für ihre Mitmenschen: Die krankhaften Launen von Babys.

Newsticker (8)

++++ Abzug: US-Truppen im Irak freuen sich auf Rückkehr nach Afghanistan ++++
++++ Kein Zuckerschlecken: Immer mehr Menschen leiden an Diabetes ++++
++++ Sicher ist sicher: Bitte während der Fahrt nicht mit dem Fahrrad sprechen! ++++
++++ Tehcnishce Panen beim Psotillon: Neswtikcer-Gerät defket ++++
mehr...

Skandal: Narragonien fälscht gefälschte Postillon-Schlagzeile

Hannover, Lübeck (dpo) - Nicht nur die Wochenzeitung Die Zeit wurde das Opfer skrupelloser Fälscher, sondern auch das deutsche Leitmedium Der Postillon. Immer auf der Jagd nach dem billigsten Lacher hat Narragonien eine Postillon-Ausgabe gefälscht, auf der ein gefälschter Bericht zu sehen ist, demzufolge Narragonien den Postillon empfiehlt.
"Wer hier nicht mehr durchblickt oder sich angesichts der allzu offensichtlichen Cross-Promotion der beiden Zeitungen angewidert abwendet, der hat verstanden, worum es hier geht", erklärte der medienscheue Chefredakteur des Postillons, "nämlich darum, ein mächtiges Nachrichtenkartell zu schmieden!"
ssi; Screenshot: narragonien.de

Überraschende Gewalt im Krieg

Jerusalem/Israel, München (dpo) - Weltweite Ratlosigkeit nach dem Bekanntwerden von Grausamkeiten der israelischen Armee im Gazakrieg: "Das Image des Krieges an sich ist dadurch schwer belastet", erklärte heute morgen Prof. Heinz Geiwasser vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Control. "Die israelischen Soldaten haben den Krieg missbraucht um anderen Menschen Gewalt anzutun - das kann nicht im Sinne des Erfinders sein und es führt dazu, dass Kriege trotz ihrer zahlreichen positiven Effekte immer unbeliebter werden."
In einem Punkt sind sich daher alle Experten einig: Wenn der Trend zur Grausamkeit in Kriegen anhält, dann muss irgendwann darüber nachgedacht werden, das Prinzip des Krieges an sich zu hinterfragen und das kann ja wohl wirklich niemand wollen.
ssi; Foto: Wann lernen die Menschen endlich gewaltfrei und ohne Machtmissbrauch aufeinander zu schießen?

Aus dem Postillon-Archiv zum Krieg in Gaza

Im Test: Die neue Garderobe von IKEA

Testbericht:
"Ida", die neue Garderobe von IKEA, hat nur einen Haken: Sie hat nur einen Haken.
ssi

Das Wort zum Sonntag (21)

Kommentar:
Die dümmsten Päpste schießen die größten Böcke. Das galt, das gilt und das wird auch immer gelten. In einer Welt, in der allenfalls Mönche - zumal in Tibet - festgenommen werden, könnte man halb Afrika mit der Wurst ernähren, die den Menschen im reichen Norden die Lage ihrer ärmeren Mitmenschen ist. Wer diesen Satz nicht versteht, der muss sich nicht wundern, wenn er eines Tages aufwacht und gleich wieder einschläft. Aber: Vorsicht ist geboten! Viele Betten sind verwanzt.
ssi

Da macht der Muskel zu

Ingolstadt (dpo) - Beim großen Senioren-Marathon von Ingolstadt kam es beim Zieleinlauf zu unschönen Szenen. Zu wenig medizinisches Personal und noch weniger Klistierspritzen sorgten dafür, dass einige Athleten bis zu zwei Stunden auf ihren Zieleinlauf warten mussten.
jsi; Foto: Freut sich schon auf seinen Zieleinlauf: Marathonläufer.

Autobiographie verlegt

Potsdam (dpo) - Die mit Spannung erwarteten Memoiren des Amnesiekranken Werner Sobtschek werden wohl nie erscheinen. Der 54-jährige Mann, der jedwede Erinnerung bis zu seinem schweren Autounfall im Februar 2009 verloren hatte und seitdem an seiner Lebensgeschichte schrieb, hat das 1200 Seiten starke Manuskript verlegt und kann es nicht mehr finden.
ssi; Foto: Spurlos verschwunden - so stellt sich der Postillon-Zeichner das Manuskript vor.

Opferfamilien fordern einzig und alleine Killerspieleverbot

(dpo) - In einem offenen Brief haben die Familien von fünf der beim Amoklauf getöteten Schüler an die Politiker appelliert. Der Postillon zeigt die Forderungen durch die Brille eines Journalisten:
Die betroffenen Familien fordern, den Zugang für Jugendliche zu Waffen zu erschweren, Gewaltdarstellungen im Fernsehen einzuschränken, sogenannte Killerspiele zu verbieten, den Jugendschutz im Internet auszubauen und die Berichterstattung der Medien über Amok-Täter zu reglementieren.
Zu erkennen ist dies an den Schlagzeilen zahlreicher großer wichtigen Zeitungen:

Opferfamilien fordern Killerspiele-Verbot (sueddeutsche.de)

Opfer-Familien fordern Verbot von Killerspielen (bild.de)

Opferfamilien fordern einzig und alleine Killerspieleverbot (der-postillon.com)

Opferfamilien aus Winnenden verlangen Killerspiel-Verbot (SpiegelONLINE)
"In so einer Schlagzeile ist aber auch wirklich wenig Platz", erklärte der Chefredakteur von Der Postillon auf Anfrage von Der Postillon. "Und die Aufgabe der Medien ist es ja auch, nur das aus einer Nachricht herauszufiltern, was die Menschen hören wollen."
ssi; Foto: Durch die Brille des Journalisten sieht man, was man sehen will.

Sehr empfehlenswert: Stefan Niggemeier zum Thema Medien und Amoklauf


Mehr zum Amoklauf im Postillon-Archiv:
Bild schützt Privatsphäre von Angehörigen
Amoklauftrittfahrerproduktion auf Hochtouren
Nach Amoklauf: Polizei denkt um
Selbstbausatz für die Amoklaufberichterstattung (A-Z)

Schwerer Autounfall bei Volksfest

Hamburg (dpo) - Gleich am Eröffnungstag des Hamburger Doms, des größten Volksfestes im Norden, hat sich ein schlimmer Unfall beim Autoscooter ereignet.
Max Bratuschek (26) und seine Verlobte Dörte Vlamsquartz (25) drehten laut eigener Aussage nichtsahnend ihre Runden, als sie plötzlich seitlich von einem Verkehrsrowdy gerammt wurden. "Es war unglaublich! Fast könnte man meinen, er hätte das mit voller Absicht gemacht", schimpfte Bratuschek - noch sichtlich um Fassung bemüht. "Das schlimmste war jedoch, dass der Rabauke anschließend sofort das Weite suchte und ich noch nicht einmal imstande war, mir das Nummernschild einzuprägen."
Bis auf einen Schock trugen die beiden Unfallopfer glücklicherweise keinen Schaden davon und auch der Autoscooter-Wagen blieb wie durch ein Wunder unbeschädigt.
Die Polizei schickte daraufhin mehrere Streifenscooter an den Tatort und hat eine Rasterfahndung eingeleitet. "Wir dürften den vermutlich alkoholisierten Fahrerflüchtigen kriegen: Das Areal umfasst lediglich einige Quadratmeter", erklärte anschließend Hauptwachtmeister Pfeiffer von der Dompolizei gegenüber dem Postillon. "Es sei denn natürlich, der Rüpel hat das Fahrgeschäft bereits verlassen und ist zu Fuß geflüchtet."
ssi; Foto: Wurde heute durch rüpelhaftes Fahrverhalten entweiht und ist bis auf Weiteres geschlossen: Autoscooter auf dem Hamburger Dom.

Neues Terrorvideo aufgetaucht

Bedrohung für das iranische Volk?
Teheran/Iran (dpo) - Auf der Homepage http://www.whitehouse.gov/Nowruz/rorvideo ist ein neues Terrorvideo aufgetaucht und diesmal geht es gegen den Iran. Das offensichtlich in den Vereinigten Staaten produzierte Video zeigt einen schwarzen Mann namens Hussein Obama, im Hintergrund befinden sich eine amerikanische Flagge und einige Bücher.
Der schwarze Mann droht dem Iran - ausgerechnet am Tag des persischen Frühlingsfestes - mit einem Neuanfang der Beziehungen und damit, dass er alle offenen Fragen auf diplomtischem Wege angehen wolle. Dann wird er konkret: "Wir werden die Hand reichen, wenn Sie bereit sind, zuerst Ihre Faust zu öffnen", lautet die beängstigende Botschaft in dem mit Untertiteln auf Farsi versehenen Film, die klar an die iranischen Führer gerichtet ist. Und: "Wir streben ein Engagement an, das ehrlich und in wechselseitigem Respekt begründet ist."
Noch ist sich die iranische Regierung nicht sicher, wie ernst man die Drohungen aus Übersee nehmen muss. Man dürfe aber auf keinen Fall aufeinander zugehen, so ein Sprecher, denn das wäre genau das, was diese Demokraten von einem wollen.
ssi

Aus dem Postillon-Archiv zum Thema:
Entweder Filmen oder Sprengen
Imageschaden

Wie leicht bricht das...

Los Angeles/USA, Berlin (dpo) - Gute Nachrichten für Mehdorn und Co.: Die berühmten Universal Studios haben der Deutschen Bahn bereits gestern ein lukratives Angebot unterbreitet. Darin ist vorgesehen, dass sämtliche Achsen der ICE-3 Baureihe für eine siebenstellige Summe an die kalifornische Filmeschmiede gehen.
Die Achsen sollen dort als Einwegrequisiten in Slapstickkomödien zum Einsatz kommen, wo sie - ähnlich Filmflaschen aus Zuckerglas - Bösewichtern über den Kopf gezogen werden könnten. Auch in Superheldenverfilmungen brauche man immer wieder täuschend echt wirkenden Stahl, der leicht von Hand gebogen oder gebrochen werden kann.
ssi; Foto: Vorsicht zerbrechlich - so werden die Achsen nach Hollywood verschickt.

Hundeurin hilft

Bonn (dpo) - Durchbruch in der Medizin: Wissenschaftler der Fachgruppe Chemie der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn beriefen heute Morgen eine Pressekonferenz ein und stellten ihre neuste Entdeckung der Öffentlichkeit vor.
Mit etwas brüchiger und in der Tonhöhe schwankender Stimme verkündete der Leiter des Teams Dr. Stefan Weber: "Wir haben den Beweis erbracht, dass das Trinken von Hundeurin die Wahrscheinlichkeit einer Herzattacke drastisch senkt. Unseren Untersuchungen zufolge kann man das Herzinfarktrisiko bereits mit sechs bis acht Gläsern frischen Hundeurins täglich um 70% senken", führte Weber aus, während er seinen Mund mit der Hand verdeckete. "Das liegt an sogenannten Cardio-Flux-Einheiten, die in der glücklicherweise weltweit leicht verfügbaren Substanz enthalten sind."
Sein gelegentliches Gekicher mit einer Krankheit entschuldigend erklärte Webers Teamkollege Professor Erol Löwenstein weiter: "Wir kamen auf die Idee, als wir bemerkten, dass wir noch nie von einem Hund mit einem Herzinfarkt gehört haben. Wir fanden anhand der pavlovschen Klapadings-Methode heraus, dass das am Urin der Hunde liegt. Wir empfehlen daher jedem, sich einen Hund zu beschaffen und ihm beizubringen, in einen Eimer zu pinkeln - idealerweise einen Labrador-Retriever, die haben den perfekten pH-Wert." Nachdem sich Löwenstein - wohl aufgrund seiner Kranheit - prustend und mit tränenden Augen wegdrehte und den Bauch hielt, übernahm der mittlerweile hochrote Weber wieder das Mikrophon.
"Man muss die Hundepisse, Entschuldigung, den Urin pur trinken", führte Weber mit etwas zu hoher Stimme weiter aus. "Auf keinen Fall mit Wasser oder anderen Substanzen mischen!"
Dann beendete Weber die Pressekonferenz und verschwand ohne sich zu verabschieden hinter die Bühne, wo - dem Gelächter nach zu urteilen - beste Stimmung herrschte.
Dass Hundeurin Herzinfarkten vorbeugen kann, ist vermutlich der bedeutendste medizinische Durchbruch des Weber-Löwenstein-Forscherteams seit es 2002 nachweisen konnte, dass eine in das linke Nasenloch gestopfte Weintraube blutdrucksenkende Wirkung hat.
ssi; Quelle: The Onion; Foto: Wenn's hilft: Hundeurin

Kingpin, Kugeln und Kegel

Hamburg (dpo) - Aufgrund einer beispiellosen sportlichen Misere hat das abstiegsbedrohte Bowling-Team "Hummel Harmonia" einen "Strike" angekündigt.
ssi; Foto: Will für einen besseren Tabellenplatz striken: dicker Mann.

Ölwirtschaftsminister

Washington D.C./USA (dpo) - Smarter Jungadliger im Pech: Nach einem langen Verhandlungsmarathon in der US-Hauptstadt wollte sich Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei einem Spaziergang an der malerischen Ostküste erholen. Unglücklicherweise wurde er dort von einer Gruppe von Greenpeace-Aktivisten bemerkt, die das Haupthaar des jungen Wirtschaftsministers - trotz heftiger Widerworte - liebevoll mittels Seifenlauge und Zahnbürsten vom Ölschlick befreiten und ihn anschließend zurück ins Meer warfen.
ssi; Foto: Kann leider schwimmen: zu Guttenberg.

Tagesplan eines deutschen Jugendlichen

7-8 Uhr: Aufstehen, Bong rauchen, ungesund frühstücken, dabei Fernsehen
8-9 Uhr: 1. Stunde schwänzen, Diebstahl, Handyvideos von Schlägereien drehen
9-13 Uhr: Schulversagen, Wut anstauen
13-13:01 Uhr: Hausaufgaben und Familienleben
13:01-15 Uhr: Wehrsport und Kameradschaften
15-17 Uhr: Schlägereien
17-20 Uhr: World of Warcraft
20-22 Uhr: Killerspiele
22-3 Uhr: Komasaufen
3-7 Uhr: Koma
ssi

15 Jahre und schon rechtsradikal

Berlin (dpo) - Eine vom Bundesinnenministerium finanzierte Befragung von 44.610 Fünfzehnjährigen in den Jahren 2007 und 2008, die Innenminister Schäuble am Dienstag in Berlin vorgestellt hat, hat unter anderem ergeben, dass jeder zwanzigste (4,9%) männliche deutsche Jugendliche Mitglied in einer rechtsextremen Gruppierung oder Kameradschaft sei.
Eine vom gesunden Menschenverstand durchgeführte Befragung des eigenen Hirns sollte allerdings ergeben, dass dies eine der beknacktesten Studien aller Zeiten ist. Sie würde bedeuten, dass von den insgesamt 31.000 in Deutschland registrierten Rechtsextremisten 34.000 15-jährige Jugendliche sind, also mehr als 100%.
Durchgeführt hat die Studie übrigens dasselbe Institut, das kürzlich auch festgestellt hat, dass über 100.000 Jugendliche computersüchtig sind. Chapeau!
ssi; Foto: Ein paar 15-jährige bei einer "World of Warcraft"-Pause.

Für Statistik-Freaks

Die erste Afrikareise, der Papst und die Kondome

In der Luft (dpo) - "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln", erklärte eine 81-jährige männliche Jungfrau in buntem Kostüm an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg nach Kamerun. "Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", behauptete das Männchen. Die Lösung liege vielmehr in einem "spirituellen und menschlichen Erwachen" und der "Freundschaft für die Leidenden".
25 Millionen afrikanische AIDS-Tote gab es bislang, die meisten davon sind Christen. Sie haben wohl alle kein Kondom benutzt und dürften dem Papst nach seinem baldigen Ableben im Himmel - falls er es überhaupt dorthin schafft - einen freundschaftlichen Empfang bereiten.
ssi; Foto: Kann es einfach nicht lassen: Bene (16) (Agência Brasil).

Thomas Niederbühl, Geschäftsführer der Münchner Aids-Hilfe e.V., im Interview

Dreck in den Medien wird knapp

Berlin,Hamburg (dpo) - Boulevardmedien wie Bild, Mopo oder BZ könnten schon in wenigen Tagen nicht mehr imstande sein, weiter Nachrichten zu produzieren. "Aufgrund der hohen Ereignisdichte in der letzten Woche sind unsere Dreck- und Schlammvorräte fast aufgebraucht", erklärte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. "Erst der Amoklauf und jetzt der Fritzl-Prozess - zu diesen Themen haben wir derartig viel Mist produziert, dass der Nachschub im Moment einfach nicht reicht. Ich weiß nicht, ob wir aktuell noch ein mediales Großereignis verkraften könnten."
Erschwerend hinzu komme, dass zum Thema Killerspiele auch einige renommierte Zeitungen wie die Süddeutsche und das öffentlich-rechtliche Fernsehen derart viel Scheiße verzapft hätten, dass auf dem Weltmarkt kaum noch Dreck übrig sei. Da erst in ein oder zwei Wochen mit einer Erholung zu rechnen sei, müssten Bild & Co. sich in der nächsten Zeit vornehmlich mit Theaterrezensionen und Literaturkritik befassen. Es könnte aber auch sein, dass sie schlicht ihren alten Mist wieder und wieder recyclen.
ssi; Foto: Oft Gold wert: Dreck in den Medien; Screenshot: Über allem schwebt auch noch die Finanzkrise: "Die Meinungen über die Dauer der Krise klaffen auseinander wie ein Scheunentor."

Enthaarige Angelegenheit

Paris/Frankreich (dpo) - Internationale Aufmerksamkeit war der Rasurmesse in Paris (RiP) sicher, als dort die Branchengiganten Wilkinson und Gilette ihren gemeinsamen Zukunftsplan 2020 bekannt gaben. "Bis zum Jahre 2020 werden wir es durch sanfte Manipulation der Konsumenten geschafft haben, auch noch die letzten Stellen des menschlichen Körpers von Haar zu befreien", erklärte Mark Hamlock, ein Sprecher beider Konzerne, der versammelten Presse. "Unterarme, Haupthaar, Wimpern und Augenbrauen sind die letzten Haarbastionen von heute. Aber sie werden fallen. 2020 werden uns die Menschen von heute wie haarige Affen vorkommen und unsere Klingen und Rasierer werden sich verkaufen wie geschnitten Brot."
Die Frage, ob dann die Grenze des Wachstums endlich erreicht wäre, verneinte die konzernübergreifende Vereinigung: Die nächsten Ziele ihrer Politik des Entfernens seien dann eben Finger- und Fußnägel. Ab 2020 würden Wilkinson und Gilette gegen diese widerlichen und nutzlosen Anhängsel Entnagelungwerkzeuge auf den Markt bringen. Zuletzt rief Hamlock: "Erst wenn wir die totale Enthaarung und Entnagelung erreicht haben, dann sind wir richtige Menschen!"
ssi; Fotos: Werkzeuge zur Enthaarung (links) und zur Entnagelung (rechts).

Schön, wenn man noch eine hat

Allensbach/Bodensee (dpo) - Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hält es aktuell für sinnvoller, große Bild-Interviews zu geben, als in die Politik zurückzukehren und wird dafür von der Opposition kritisiert. Geschmacklich besonders gelungen ist Althausens ausführliche Liebeserklärung an seine Frau - unter anderem mit den Worten: „Unsere Beziehung ist nach 27 Jahren Ehe noch inniger geworden.“
Ob der Witwer der beim Skiunfall ums Leben gekommenen Slowakin (Mutter vierer Kinder) dazu auch eine Meinung hat, blieb bislang unbekannt.
ssi; Screenshot: Liebt seine Frau heiß und innig: Dieter Althaus (Bild.de)

Aus dem
Postillon-Archiv:
Après Ski ist vor dem Ski

Newsticker (7)

++++ Ausgebrannt: Immer mehr Glühbirnen leiden am Burn-Out-Syndrom ++++
++++ Niedrige Löhne: Immer häufiger wird der Beruf zum Hobby ++++
++++ Dreist: Schiedsrichter raucht Pfeife ++++
++++ Bitter: Narkoleptiker kann seit sieben Jahren nicht einschlafen ++++
++++ Qualitätsverlust: Fünfte Newstickerzeile immer die schwächste ++++
ssi
mehr...

Schwarzarbeit legalisieren: Das Interview

Berlin (dpo) - In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sind drastische Maßnahmen gefragt. Dazu stand uns der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz (SPD), mit neuen Ideen Rede und Antwort.
Der Postillon: Herr Scholz, noch im November 2008 haben Sie gesagt, Sie halten die Vollbeschäftigung in den nächsten Jahren für ein realistisches Ziel.
Olaf Scholz: Sie können doch einen Politiker nicht an seinen Worten messen! Außerdem war ich zu diesem Zeitpunkt nachweislich unzurechnungsfähig. Ich habe sogar ein ärztliches Attest.
Der Postillon: Selbstverständlich. Wie ist denn heute der Stand?
Olaf Scholz: Klar. Wegen der Finanzkrise schnellen die Arbeitslosenzahlen in die Höhe. Aber: Es gibt einen Silberstreif am Horizont.
Der Postillon: Tatsächlich? Und wie sieht der aus?
Olaf Scholz: Schwarzarbeit boomt! Jeder Dritte Deutsche lässt Schwarzarbeiten. Das heißt, wir haben eine fantastisch niedrige Schwarzarbeitslosigkeit.
Der Postillon: Und was soll das bringen? Schwarzarbeit ist illegal und...
Olaf Scholz: Genau aus dieser Denke müssen wir raus. Ich werde schon bald einen neuen Gestzesantrag einbringen. Er sieht vor, die Schwarzarbeit zu legalisieren.
Der Postillon: Legalisieren? Aber...
Olaf Scholz: Nach der Legalisierung besteuern wir Schwarzarbeit noch deftig - ungefähr so wie normale Arbeit - und fertig ist die Laube. Das Resultat: Vollbeschäftigung UND sprudelnde Steuereinnahmen.
Der Postillon: Ich sehe: Sie haben an alles gedacht. Vielen Dank für das Interview, Herr Scholz.
Olaf Scholz: Gerne.
ssi; Foto: Bald auch Bundesschwarzarbeitsminister: Olaf Scholz.

Das Wort zum Sonntag (20)

Kommentar:
1. Zurück zur Normalität. Man muss zurück zur Normalität finden,
2. Man muss alle Informationen genau auswerten und kann erst dann Schlüsse ziehen,
3. Viele sind ratlos, bestürzt und entsetzt.
4. Eines allerdings ist sicher: Schuld hat die Gesellschaft

1. denken viele, die noch einen mächtigen Kater von gestern haben.
2. in welchen Kneipen man eigentlich genau war.
3. Sie fragen sich, wo ihr ganzes Geld hingekommen ist.
4. - in der man sich leichtfertig ins Nachtleben gestürzt hat.
ssi

Multivitamindesaster

Erdbeerlin (dpo) - Bei einem Saftbeckenbruch in den Erdbeerliner Fruchtwerken gerieten mehrere dort angestellte Fruchtzwerge in einen Apfelstrudel und wären banane im Nektarine ertrunken. Kiwi genau sie sich retteten, ist unklar. Sicher ist nur: Nachdem von den fünf Zwergen Pfirsich trockengerubbelt hatten, war nur noch ananas.
ssi; Foto: Ehe man sich versieht, ist man schon drin in so einer Obstflut.

We love to entertain you

München (dpo) - Der beliebte Privatsender Pro7 kündigte heute an, ab April sämtliche Spielfilme, Serien und Magazine einzustellen. In Zukunft wolle man sich vollständig auf das eigentliche Kerngeschäft, die Ausstrahlung von "We love to entertain you"-Trailern und Werbeblöcken konzentrieren, erklärte Senderchef Thilo Proff und fügte hinzu: "Denn das können wir am besten!" Mit Ausnahme von Stefan Raab, Elton, Sonja Kraus und Bully Herbig wurde daher sämtlichen Pro7-Mitarbeitern gekündigt.
ssi; Foto: (sevenonemedia)

Bild schützt Privatsphäre von Angehörigen

Stuttgart,Winnenden (dpo) - Bild interviewte heute die Großeltern (väterlicherseits) des Amokläufers von Winnenden. Der Postillon findet es hochanständig, dass dabei die Nachnamen von "Ruth K. (82) und Wilhelm K. (80)" unkenntlich gemacht wurden - ganz im Gegensatz zum Nachnamen ihres Enkels "Tim Kretschmer" im selben Artikel. Bravo!
ssi; Foto: Wofür das K wohl steht? Für Kwalitätsjournalismus auf jeden Fall nicht.

Der Postillon zum Amoklauf in Winnenden:
Amoklauftrittfahrerproduktion auf Hochtouren
Nach Amoklauf: Polizei denkt um
Selbstbausatz für die Amoklaufberichterstattung (A-Z)

Hilfe für die Cosa Nostra

Palermo/Italien (dpo) - Schlechte Zeiten für das organisierte Verbrechen: Fahndungserfolge von Interpol und die Finanzkrise haben in den letzten Jahren traditionsreiche Gruppierungen wie Camorra und ’Ndrangheta an den Rand des Ruins getrieben. Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzusteuern, sucht die Mafianothilfe Mafiapaten.
"Die Mafiapatenschaft ist eine ganz besondere Möglichkeit, zu helfen", so eine Anzeige des gemeinnützigen Vereins. Und weiter: "So sichern Sie ganz grundlegende Dinge, etwa den Waffenbestand oder die kriminelle Ausbildung Ihres Clans und eröffnen den Mafiosi Perspektiven für die Zukunft. Das Besondere: Durch die Einbeziehung von Familie und Umfeld schafft die Mafiapatenschaft im Gegensatz zu einfachen Spenden oder Schutzgeldzahlungen nachhaltige Veränderungen und gibt den Clanmitgliedern die Möglichkeit, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Machen Sie mit, übernehmen Sie eine Mafiapatenschaft."
Die einzigen Voraussetzungen, um Mafiapate zu werden, sind die Beherrschung eines italienischen Akzents, die Bereitschaft zu töten und Hilfsbereitschaft.
ssi; Foto: Das könnten Sie sein.

Dem Tappert sein Geist

München (dpo) - In einem Interview mit der Abendzeitung erklärt Fritz "Harry" Wepper, ihm sei Horst "Stefan" Tappert im Traum erschienen. Der 67-jährige leitet daraus die Existenz eines Lebens nach dem Tode ab:
Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

An ein Leben vielleicht nicht. Aber ich glaube an ein Weitersein. Wie immer das auch aussehen mag. Ich bin davon überzeugt, dass es den Verstorbenen gut geht. Bei Horst Tappert weiß ich genau, dass es ihm gut geht.

Wieso sind Sie sich so sicher?

Ich habe ihn nachts im Traum gesehen. Es war eine Erscheinung. Horst strahlte mich an und sah dabei sehr glücklich und auch jünger aus, als ich ihn in Erinnerung habe. Solch eine Erfahrung habe ich noch nie gemacht, sie war gewaltig. Und gleichzeitig sehr realistisch. Ich bin unwahrscheinlich froh um diese Erfahrung.

Können Sie sich erklären, warum er sich gerade Ihnen gezeigt hat?

Genau weiß ich das nicht. Aber man muss als Mensch offen sein, dass man so etwas empfangen kann. Das ist eine Frage der Sinne. Wer offen und bereit ist, dem fallen manche Dinge auf oder zu.
Kurioserweise ist auch dem Chefredakteur des Postillons vergangene Nacht Horst Tappert im Traum erschienen: "Es war eine Erscheinung. Horst sah mich an und sah dabei sehr traurig und noch älter aus, als ich ihn in Erinnerung habe", erklärte der Starjournalist in gewohnt cooler Art. Der Geist von Tappert sagte dann folgende Worte: "Glaubt dem Wepper kein Wort! Ich bin ihm nie erschienen! Nie! Es gibt kein Leben nach dem Tod und erst recht keine Träume, in denen Verstorbene mit den Lebenden kommunizieren!"
Tappert habe dann mit seinen Ketten gerasselt und sich mit einem Rückwärtssalto aus dem Schlafzimmer verabschiedet, schilderte der smarte Postillon-Chef und fragte anschließend. "Und wem wollen Sie jetzt glauben?" Die Antwort dürfte wohl klar sein.
ssi; Foto: Dem Red. gelang es, Tappert im Traum zu fotografieren - toll.

Rolltreppen-Routine

Buxtehude (dpo) - Bei den Landesmeisterschaften im Rolltreppenwettstehen auf Zeit gab es den gewohnten Start-Ziel-Sieg des kompletten Teilnehmerfeldes. Die anschließende Rangelei auf dem Siegertreppchen forderte - wie in jedem Jahr - mehrere Verletzte unter den Athleten.
ssi; Foto: Die 3 x 50m-Stehbahn mit einer tückischen Geraden.

Amoklauftrittbrettfahrerproduktion auf Hochtouren

Berlin (dpo) - Clever: Die öffentliche und journalistische Gier nach Amokläufen befindet sich aktuell auf einem Siebenjahreshoch und ist noch lange nicht befriedigt. Daher versuchen die Medien - allen voran die Speerspitze des deutschen Qualitätsjournalismus, Bild, - zu neuen Taten zu animieren. Bild bringt folgende Vorteile für den Amokläufer von morgen:
1. Mitte Rechts: Tischtennis-Szenen aus dem Leben des Tim K. - Lerneffekt: so wird man Außenseiter.
2. Darüber: Video der letzten Minuten des Killers - Lerneffekt: Fehleranalyse I und Taktikoptimierung.
3. Rechts oben: (unprofessionelle) Photoshop-Montage des Tim K. auf fremdem Körper mit Pistole - Lerneffekt: so cool sind Killer.
4. Links oben: Schülerbericht - Lerneffekt: so schön schüchtert ein Amoklauf ein.
5. Darunter: Der Amoklauf als Flashgrafik - Lerneffekt: Fehleranalyse II + Aufforderung "Schaffst du's weiter?".
6. Der ganze traurige Rest - Lerneffekt: Egal wie wenig Aufmerksamkeit du bekommst, danach ist sie dir sicher. Und lachen wird auch keiner mehr über dich.
Der Postillon bedankt sich bereits im Vorfeld bei der deutschen Boulevardpresse für den nächsten Amoklauf und zieht sich hiermit offiziell aus der Berichterstattung zurück.
ssi; Screenshot: bild.de (zum Vergrößern anklicken)

Nach Amoklauf: Polizei denkt um

Stuttgart,Winnenden (dpo) - Einen Tag nach der Tragödie von Winnenden hat die Polizei Konsequenzen angekündigt. Wie Polizeisprecher Sven Schlomper bekanntgab, will man in Zukunft sämtliche Beamten mit dem Spiel Counter-Strike zum Dienst an der Waffe ausbilden.
"Ehrlich gesagt ist uns das etwas peinlich," so Schlomper, "aber der gestrige Tag hat gezeigt, dass ein Jugendlicher allein durch ausgiebiges Üben mit diesen Killerspielen in der Lage ist, unsere Einsatzkräfte in Schießereien alt aussehen zu lassen. Wir haben daraus gelernt."
Vermutungen, die hohe Treffgenauigkeit des Tim K. hätte mit dem langjährigen Training auf dem privaten Schießstand im Keller der Eltern zu tun, erteilte Schlomper eine klare Absage: "Unfug! Das eine hat doch mit dem anderen gar nichts zu tun! Da schießt man doch bloß auf Zielscheiben und nicht auf echte Menschen!"
mpr; Screenshot: Sie flüchten in virtuelle Welten - Unionspolitiker auf der Suche nach Schuldigen.

Killerspiele im Postillon-Archiv:
Treffer! Versenkt!

Gräberfund bei Castrop Rauxel: Das Interview

Castrop-Rauxel (dpo) - Gruseliger Fund: In einem Erdhügel in der Nähe von Castrop-Rauxel haben Archäologen Spektakuläres entdeckt. Unter mehreren Schichten Erde und Lehm stießen die Forscher auf ein antikes Tamagotchi-Massengrab. Der Postillon interviewte Prof. Dr. Peter Weißlinger, den Leiter der Ausgrabungen, vor Ort.
Der Postillon: Herr Professor, können Sie Ihren Fund schon datieren?
Weißlinger: In der Tat: Das Grab wurde in den späten 90ern des 20. Jahrhunderts angelegt - von einer Zivilisation also, von der wir heute nicht mehr viel wissen.
Der Postillon: Bei einem Massengrab stellt sich natürlich automatisch die Frage: Woran starben die possierlichen Tierchen?
Weißlinger: Sehen Sie, das ist interessant - in den meisten Fällen dürften Krankheiten und Unterernährung bis hin zum Liebesentzug zum Tode geführt haben. Was uns aber zunächst verstörte, ist, dass die meisten Tamagotchis zum Zeitpunkt der Bestattung noch volle Batterien hatten, also lebendig begraben wurden.
Der Postillon: Was heißt das?
Weißlinger: Schwierig zu sagen... Vermutlich greift hier das ähnliche Prinzip wie beim Hündchen für Klein-Jonas zu Weihnachten. Erst heile Welt, und sobald die Töle nicht mehr so süß ist, wird sie an der Autobahnraststätte angebunden.
Der Postillon: Sie meinen...
Weißlinger: Ja. Scheinbar war es damals eine Art Mode, ein Tamagotchi zu besitzen und als sie "OUT" (deutet Gänsefüßchen in der Luft an) wurden, schmiss man sie einfach weg.
Der Postillon: Furchtbar.
Weißlinger: Wie man's nimmt. Das ist der Lauf der Dinge. Erste Probebohrungen haben übrigens ergeben, dass sich unter den Tamagotchis noch weitere Schichten befinden - nämlich eine Jojo-Schicht, eine Masters-of-the-Universe-Schicht und eine Hula-Hoop-Reifen-Schicht.
Der Postillon
: Vielen Dank für das Interview.
Weißlinger: Gerne.
ssi; Foto: Waren ohne Menschenliebe nicht lebensfähig und sind mittlerweile ausgestorben: Tamagotchis
Powered by Blogger