Newsticker

Mittwoch, 30. September 2009

Newsticker (22)

++++ Mysteriös: Bermuda-Dreieck verschwunden ++++
++++ Tippfehler: Mann gewinnt doch nicht im Loto ++++
++++ Pech für kleinen Timmy: Traum vom eigenen Luftballon geplatzt ++++
++++ Telefonisch bestätigt: Sumoringer gesteht, er habe abgenommen ++++
++++ Nneeuu:: Nneewwssttiicckkeerr jjeettzztt aauucchh mmiitt Zzeeiittlluuppeennffuunnkkttiioonn ++++
ssi

Alle Newsticker auf einen Blick:
Hier!

Pfui Teufel! Merkel und Westerwelle koalieren

ssi; Foto (The Outskirts): Müssen für ein schlechtes Wortspiel herhalten: Guido-Koala (links) und Merkel-Koala (rechts).

Tierisches im Postillon-Archiv:
Wildschweine verwüsten mehrere Webseiten
Kleinanzeige: Freiwillige gesucht
Hund will nur spielen
Grille sucht Liechtenstein heim
Bild-Artikel falsch
Medizinisches Wunder: Krebs geheilt
Kinder von Rabeneltern vernachlässigt
Bienen werden immer beliebter
Heldenhafter Kampfhund legt 1000 Kilometer zurück um Besitzer anzugreifen
Skandal: Zeitung lenkt mit Foto von Mausmaki von schlechter Nachrichtenlage ab
Nashörner legen Augsburger Innenstadt in Schutt und Asche

Dienstag, 29. September 2009

Neuer Trend: Aging

Paris (dpo) - Jugend war gestern! Immer mehr Stars und Sternchen, aber auch einfache Leute, betreiben das sogenannte Aging (dt:Altern) und setzen mit Krähenfüßen, Falten und grauen Haaren ganz neue Akzente. Wie der Vergleich eines Fotos der legendären Filmschauspielerin Brigitte Bardot von 1968 mit einer aktuellen Aufnahme (siehe oben) zeigt, folgt auch sie dem neuen Trend. Die Stilikone wirkt heute im Gegensatz zu früher nicht mehr jugendlich, setzt stattdessen ganz bewusst auf fleckige Haut und Tränensäcke.
"Aging ist nicht nur an Äußerlichkeiten geknüpft", verrät Society-Experte Holger Schnurps dem Postillon. "Es umfasst einen kompletten Way Of Life aus Impotenz, Inkontinenz und nachlassendem Gedächtnis. Auch Jopi Heesters, Michael Douglas und selbst der Papst schwören bereits heute auf den Old-People-Style und leben damit ganz dicht am schwachen Puls ihrer Zeit. "
Ganz anders die Jugend von heute: Sie konnte dem Trend bislang größtenteils widerstehen. Aber, so schätzt Schnurps, auch Teenager werden in den kommenden 40 bis 50 Jahren beginnen zu agen.
Auf die Frage, ob Aging nicht mitunter auch zu weit getrieben würde, kann Schnurps nur traurig den Kopf schütteln. "Manche", so sagt er, "altern sogar bis zum Tod."
ssi; Foto links: Extrem-Ager Jopi Heesters; Foto oben: Feierte gestern ihren 75. Geburtstag: Brigitte Bardot.

Weitere Lifestyle-News im Postillon-Archiv:
Neuer Trend: eXtreme Hochradfahren
Bienen werden immer beliebter
Trend zur Weiblichkeit
Neuer Trend: Totalkaraoke

Kommt jetzt Schwarz-Rot-Gelb?

Berlin (dpo) - Überraschung in Berlin: Offensichtlich bleibt die SPD doch in der Regierung, und zwar "ob es der Union nun passt oder nicht". Zumindest erklärte dies Frank-Walter Steinmeiner. Die Kanzlerin habe zu respektieren, so der alte und neue Vizekanzler, dass seine Partei jetzt Wort halten müsse. "Wir haben vor der Wahl eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Wir können jetzt nicht plötzlich zusammen in der Opposition sitzen", sagte Steinmeier. "Da bleibt nur eine Regierungsbeteiligung."
Auch Finanzminister Peer Steinbrück bestätigte, die SPD werde erst dann in die Opposition gehen, wenn die Linke irgendwann einmal regiert.
ssi; Foto: So oder so ähnlich könnte die neue Regierungskoalition (sog. "Deutschlandkoalition") aussehen.

Montag, 28. September 2009

Was hat "Bild" bloß mit Adolf Hitler?

Berlin, London (dpo) - Die britische Boulevard-Zeitung Sun berichtet heute über neue Erkenntnisse zum mutmaßlichen Schädel Adolf Hitlers und rief dadurch bei Bild.de folgende geradezu eifersüchtige Reaktion hervor: "Was haben die Engländer bloß mit Adolf Hitler? - Briten machen sich mal wieder über seinen Schädel lustig"
Der Postillon hat recherchiert und festgestellt, dass die Springerpresse hier wohl um ihr Monopol fürchtet. Allein im September (!) 2009 erschienen auf Bild.de folgende Artikel (auszugsweise):

5.9. Hitler-Bilder versteigert
6.9. Anti-Aids-Kampagne - Hitler-Spot für Safer Sex
9.9. Riesenwirbel um Werbekampagne - Darf man mit Hitler vor Aids warnen?
9.9. Wirbel um drastische Kampagne mit Hitler-Gesicht - Youtube sperrt umstrittenes Aids-Video
10.9. Deutsche Wiedervereinigung - Francois Mitterand hatte Angst vor neuem "Hitler-Deutschland"
13.9. DNS entschlüsselt - 39 lebende Verwandte von Hitler gefunden
23.9. Der Formel-1-Manager und die Skandale - Nach dem Hitler-Gruß drohte Briatore dem BILD-Reporter
23.9. Forst will Hitler-Ehrenbürgerschaft aberkennen
25.9. Der King of Pop und seine wirre Gedankenwelt - Michael Jackson nannte Hitler ein „Genie“
28.9. Was haben die Engländer bloss mit Adolf Hitler? - Briten machen sich mal wieder über seinen Schädel lustig
Nachtrag: 29.9. Nach dem Wirbel um falschen Schädel - Starb ein Hitler-Double im Bunker?

Auch sonst ist sich Bild nicht zu schade für die ganz besonderen Themen um Hitler (Auswahl beschränkt sich auf einen Bruchteil der 663 Hits einer "Hitler"-Suche auf Bild.de):
16.3.2006 Hitler schockte Eva Braun - "Ich kann dich nicht mehr befriedigen"
26.7.2007 Hitler war ein Vampir
29.1.2008 War sie Hitlers KZ-Hexe
24.6.2008 In Hitlers Gästebett überraschte ich Eva Braun
19.11.2008 Wie Hitler seinen Hoden verlor
30.1.2009 Hitler floh in die Antarktis...
19.2.2009 Die Wahrheit über Hitlers Blähungen
26.3.2009 Dresden baut Hitlers Rosengarten wieder auf

Eines ist klar: Wenn der Führer von diesem Propagandakrieg wüsste, er würde im Grabe rotieren, wäre er nicht verbrannt worden und wäre sein Schädel nicht falsch.
ssi; Foto: Es kann nur einen geben, der über Hitlers Schädel schreibt: Bild.

Hitler im Postillon-Archiv:
Hitler floh in die Antarktis
Hitler geht immer
Koinzidenz?
Hitler war ein guter Kerl
Was hat "Bild" bloß mit Adolf Hitler?

Alle Artikel zu Bild im Postillon-Archiv:
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SPD bewegt sich endlich auf Linke zu

Berlin (dpo) - Abgeordnete des linken Parteiflügels der SPD forderten schon lange die Annäherung an die Linkspartei. Die gestrige Wahl, so sind sich alle Beobachter einig, war ein wichtiger Schritt in diese Richtung: Der SPD gelang es, sich so sehr an die Linke annähern, dass die beiden Parteien nur noch 11,1% der Stimmen voneinander trennen.
Die Postillon-Politikredaktion empfiehlt der SPD, gerade jetzt auf Kurs zu bleiben und keine unnötigen Personaldebatten loszutreten. Nur mit Steinmeier, Müntefering und Steinbrück an der Spitze kann es der Sozialdemokratie gelingen, sich weiter auf die Linke zuzubewegen - bis man sich bei Wahlergebnissen von etwa 17% trifft.
ssi; Grafik: Das Ergebnis der Unionsparteien wurde leider durch einen schwarzen Balken zensiert.

Die Bundestagswahl im Postillon-Archiv:
Ratgeber: So wählt man richtig
Die große Postillon-Bundestagswahlanalyse 2009

Sonntag, 27. September 2009

Ratgeber: So wählt man richtig

(dpo) - Endlich ist es soweit. Heute entscheidet Deutschland darüber, in welcher Form die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht abgewählt werden wird. Doch manch einer fragt sich: Wie geht das eigentlich mit dem Wählen? Worauf muss ich achten, wenn ich zum ersten Mal abstimme? Und was ist eigentlich die beste Taktik? Werden Sie zum abgebrühten Wahlprofi, indem Sie den exklusiven Postillon-Wahl-Knigge beachten:

1. Für Briefwähler: Eine Pistolenkugel oder ein abgeschnittener Finger unterstreichen die Ernsthaftigkeit Ihres Anliegens.
2. Für alle anderen gilt: Gehen Sie am Vorwahlabend nicht zu lange feiern. So schonen Sie Ihre Stimme!
3. Gehen Sie vor 8 Uhr oder nach 18 Uhr wählen, da Sie dann nicht im Berufsverkehr stecken bleiben.
4. Spendieren Sie eine Wahllokalrunde, um andere Wähler auf die Seite Ihrer Lieblingspartei zu ziehen.
5. Verspotten Sie die Wahlhelfer wegen Ihrer ehrenamtlichen Arbeit.
6. Nehmen Sie immer nur höchstens drei Teile mit in die Wahlkabine.
7. Ein Gentleman setzt sich zum Wählen (weniger Tintenspritzer!).
8. Machen Sie ihre Kreuzchen und schreiben Sie einen Essay mit 400 Wörtern, warum Sie ausgerechnet diese Partei(en) gewählt haben.
9. Vergessen Sie nicht, Ihren Gratisstift von der Schnur zu trennen.
10. Nicken Sie den Wahlhelfern beim Einwerfen Ihres Stimmzettels bösartig zu und drohen Sie, dass sich, wenn Ihre Partei an die Macht kommt, einige noch umschauen würden.
11. Profis machen eine Wahllokaltour. Gehen Sie mehrfach wählen - stimmen Sie dabei jedes Mal für eine andere Partei, um die Meinungsvielfalt in Deutschland zu stärken.
12. Vorsicht! Wenn heute Abend die Republik untergeht und ein Tyrann die Macht an sich reißt, dann sollten Sie von Pro7 (Star Wars Episode III) auf die Wahlberichterstattung der anderen Sender umschalten.
ssi; Foto rechts (Alexander Hauk): Wählt: Frau; Foto links: Wählt nicht: Mann.

Alles zum Superwahljahr 2009 im Postillon-Archiv:
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Samstag, 26. September 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (4)

Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. uiuiuiuiuiuiui hat in seinem Beitrag Die ganze Welt ist eine Bühne einige überaus unterhaltsame Filmchen der Gruppe Improv Everywhere gesammelt. Besonders empfehlenswert ist das "Food Court Musical" (zweites von unten).

2. Angeregt von Kai M.-H. und passend zur morgigen Bundestagswahl Loriots zeitlose Interpretation einer Politikerrede:


3. Ahoi Polloi (am besten regelmäßig genießen) freut sich, dass der Verfassungsschutz endlich auch szenetypisches Verhalten an den Tag legen darf.

4. Die Seite Garfield Minus Garfield hat sich der Veröffentlichung von Garfield-Comicstrips gewidmet, aus denen der faulste Kater der Welt entfernt wurde. Das Resultat ist faszinierend und wirft ein völlig neues Licht auf Besitzer Jon Arbuckle.
ssi














ssi

Freitag, 25. September 2009

Interview mit Günter Wallraff: "Ich war ein Mainzelmännchen"

Mainz (dpo) - Günter Wallraff, Deutschlands erfolgreichster Enthüllungsjournalist, hat seinen nächsten großen Coup gelandet. Es ist ihm gelungen, zwei Monate undercover als Mainzelmännchen für das ZDF zu arbeiten. Wallraff sprach exklusiv noch vor dem Erscheinen seines neuen Buches "Unter Wichten" mit dem Postillon über seine Erlebnisse.

Postillon: Hallo Herr Wallraff.
Wallraff (schrill): GUD'N AAMD!!!! Äh, ich meine hallo.
Postillon: Herr Wallraff, wie wird man ein Mainzelmännchen?
Wallraff: Das geht nur mit perfekter Schminke. Zusätzlich habe ich meine Körpergröße durch hartes Training um 90% reduziert. Da stößt man physisch schon an Grenzen.
Postillon: Wie war Ihre Zeit als Mainzelmännchen?
Wallraff: Die Arbeitsbedingungen sind grauenhaft. Das Einstiegsgehalt liegt deutlich unter 1000 Euro monatlich - und das obwohl die Mainzelmännchen-Shows ständig von Werbung unterbrochen werden und damit viel Geld einspielen. Am schlimmsten ist allerdings, dass man sich selten vor acht Uhr abends mit einem langen schrillen "Gud'n Aamd" verabschieden darf.
Postillon: Wie ist das Verhalten der Mainzelmännchen untereinander?
Wallraff: Schwierig. Der ach so schlaue Det spielt sich als Anführer auf, kommandiert die anderen herum. Anton, Conni und ich glauben zudem, dass Det als einziger richtig gut verdient.
Postillon: Wie ist das Verhältnis zu den anderen ZDF-Mitarbeitern?
Wallraff: Furchtbar. Einige Praktikantinnen finden uns vielleicht noch ganz süß, aber für den Rest existieren wir eigentlich gar nicht. Ständig muss man Angst haben, dass einer auf einen drauftritt. Neulich ließ irgendein Idiot sogar eine Katze ins Studio. Eine gottverdammte Katze! Armer Edi... Er war noch so jung.
Postillon: Was versprechen Sie sich von Ihren Enthüllungen?
Wallraff: Mindestens Platz 3 in der Spiegel-Bestsellerliste.
Postillon: Vielen Dank, Herr Wallraff. Wir freuen uns schon auf weitere Aktionen Ihrerseits. Auf Wiedersehen.
Wallraff (schrill): ENDE!!!!
ssi; Foto rechts oben (Elya): Wallraff ohne Make-Up; Foto links: Wallraff mit Perücke als Mainzelmännchen Günni; Foto rechts unten: Da war die Welt noch in Ordnung: Mainzelmännchen in den 80ern.

Alle Interviews im Postillon-Archiv auf einen Blick:
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Donnerstag, 24. September 2009

Neuer Trend: eXtreme Stunt-Hochradfahren

Zwei Stunt-Hochradfahrer in der Halfpipe (Vert-Hochrading)
Stunt-Hochradfahrer springt Treppe hinunter (Street-Hochrading)
New York, Berlin (dpo) - Das macht Laune: Von der Ostküste der Vereinigten Staaten ist ein neuer Trend nach Europa herübergeschwappt: eXtreme Stunt-Hochradfahren!
Die mit Edelstahl verstärkten Hochräder überstehen auch die heftigsten Stürze, während ein Stunt-Zylinder oder eine Kevlar-Baskenmütze nicht nur schützt, sondern auch bei der Durchführung von Tricks elegant geschwungen werden kann.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in der nächsten Zeit an Ihrem Fenster im zweiten Stock gutgekleidete Cyclisten vorbeifahren und -springen sehen. Die meisten Trends sind ohnehin nur von kurzer Dauer.
ssi

Weitere Trends im Postillon-Archiv:
Bienen werden immer beliebter
Trend zur Weiblichkeit
Neuer Trend: Totalkaraoke

Mittwoch, 23. September 2009

Die wirren Leiden des R.

Trier (dpo) - Am Dienstag kam der 34-jährige Finanzbeamte Ralf R. durch eine Serie zufälliger Unglücke - oder waren es unglückliche Zufälle? - zu Schaden. Kaum zurück von einer monatelangen Kur gegen seine Nikotinabhängigkeit geriet der Mann mit seiner Frau Gerda R. aneinander, weil er diese nicht nur mit einem Blumenstrauß, sondern auch mit seinem besten Freund im Bett aneinandergeratend überraschte.
Es fielen zunächst Kinnladen, dann heftige Worte. Der Streit eskalierte, woraufhin die beiden in flagranti Erwischten in einem italienischen Kraftfahrzeug der Marke Flagranti entwischten. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd bewies der Finanzbeamte seine Stärke beim Versteuern: Nachdem er schließlich schräg auf der Bahn zum Stehen gekommen war, konnte er nicht ans Aufgeben denken und steckte sich eine Zigarette an. Zwar genoss er den ersten Zug seit Langem, doch als dieser einen Tunnel passierte das Unglück. Mit schwersten Verletzungen konnte die Feuerwehr den 34-jährigen schließlich bergen. Warum keine gesunden Rettungskräfte zur Verfügung standen, ist bisher ungeklärt. Später im Krankenhaus rissen sich die Ärzte zwar ein Bein für Ralf R. aus, doch die Transplantation kam zu spät.
Mittlerweile kam es auch zu einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung: "Attraktiver Mann mit gutem Job und leichter Behinderung sucht treue Sie, vorzugsweise Raucherin".
jsi; Foto (Herbert Ortner): Fataler Zug.

Unfallmeldungen im Postillon-Archiv:
Müntefering fast abgestürzt: Eine Rekonstruktion der Ereignisse
Karstadt-Rolltreppe steckengeblieben
Drama über den Wolken geht glimpflich aus
15/1 Terroranschlag auf New York
Arschbombenattentat verhindert
Elbfähre außer Kontrolle
iPhone vernachlässigt
Das Wunder von Limbach-Oberfrohna
Smart-Crash

Yeti sichtet UFO

Himalaya (dpo) - Einmal mehr sorgt der Yeti für Aufsehen: Der legendäre Schneemensch behauptete gestern, er habe ein UFO nicht nur beobachtet, sondern sogar mit seinem iPhone fotografiert.
Was nach einer Sensation klingt, entpuppte sich jedoch als falscher Alarm: Spezialisten, die das Bildmaterial inzwischen ausgewertet haben, sind davon überzeugt, dass es sich nur um einen Wetterballon oder ein chinesisches Militärflugzeug handelt.
"Das Foto ist denkbar unscharf. Was wir sehen, ist aber sicherlich nicht extraterrestrischen Ursprungs", bestätigte Prof. Mei Hoao gegenüber dem Postillon. "Welche Art Aliens würde "Volksrepublik China" auf die Außenwand ihres Raumschiffes schreiben?"
Parazoologen sind sich ohnehin einig, dass der Yeti lediglich Aufmerksamkeit schinden will. Erst im vergangenen Jahr hatte er steif und fest behauptet, das Ungeheuer von Loch Ness in einem tibetanischen Bergsee gesehen zu haben.
ssi; Foto links: Der Yeti (Archivfoto); Foto rechts: Das unechte UFO.

Mystery im Postillon-Archiv:
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Dienstag, 22. September 2009

Montag, 21. September 2009

Die große Postillon-Bundestagswahlanalyse 2009

Deutschland (dpo) - Obwohl in wenigen Tagen Bundestagswahl ist, wissen 122% der Wähler noch nicht, wem sie ihre Stimme geben sollen. Dabei ist es doch so einfach. Man muss sich nur die Frage stellen: Wer will was und will ich das auch?
Die Politikredaktion des Postillons hat aus diesem Anlass exklusiv die Bundestagswahlkampagnen der etablierten Parteien analysiert und bietet somit eine fundierte Entscheidungshilfe.

Die Union wirbt mit dem Slogan "Wir haben die Kraft"*. Aber: Wer sind "Wir"? Sind "Wir" Deutschland? Sind "Wir" die CDU? Oder san "Mir" schlicht "Mir" (CSU)? Was bedeutet das Verb "haben"? "Besitzt" die CDU die Kraft? Wo "hat" sie sie her? Wurde die Kraft gestohlen, geborgt, geleast oder auf einem Flohmarkt erworben? Steht weiterhin das "die" für "die" Kanzlerin oder kommt es aus dem Englischen ("stirb!")? Zuletzt: Wofür steht die "Kraft"? Handelt es sich um Atom-"Kraft", "Kraft" Ketchup oder gar eine World of War-"Kraft"? Wer Antworten auf diese Fragen erhalten möchte, muss unbedingt sein/ihr Christlich Demokratisches/Soziales Kreuz bei CDU/CSU machen. Aber Vorsicht: Bayern wählen CDU, alle anderen die CSU!

Mehr zur Union:
Jürgen Rüttgers und die Rumänen
Eine Stimme für Ronald Pofalla
Adoptionsrecht für Homosexuelle - so könnte es gehen

Bei Umfragewerten zwischen -3% bis +9% hat die SPD die Bundestagswahl längst aufgegeben. Die Genossen aus der ehemaligen Volkspartei halten mit der eigenen Schwäche nicht hinter dem Guttenberg: Neben dem sympathischen Verlierer Frank-Walter Steinmeier prangen die Worte "Unser Land kann mehr". Der Postillon empfiehlt: Feigheit abstrafen und in die Regierungsverantwortung wählen.

Mehr zur SPD:
Schlechte Umfragewerte: SPD greift auf Plan B zurück
Die PD und das verflixte "S"
Mit dem dritten Gesichtsausdruck zur Kanzlerschaft

Für Die Grünen wiederum geht es ums Ganze - diesmal jedoch ganz bewusst ohne "WUMS!" und Schokolade. Denn: "Aus der Krise hilft nur Grün." - behaupten die knuffigen Ökos zumindest. Und tatsächlich: Grünenwähler sind in der Regel wohlhabender, bürgerlicher und haben geileren Sex als ihre Mitmenschen. Würden wir jetzt also alle zu Anhängern der Umweltpartei, dann könnten wir der Krise bald dabei zusehen, wie sie im Rückspiegel unseres Solar-Fahrrads kleiner und kleiner und kleiner wird. Der Postillon rät: Rettet die Wahlen - wählt grün, schon allein um des eigenen Geldbeutels willen!

Mehr zu den Grünen:
Kurz berichtet
Die neuen Grünen


Die Linke, die Autobahn in der deutschen Parteienlandschaft, steht hingegen so sehr auf der Seite des kleinen Mannes (Gregor Gysi), dass sie sich abgesehen von "fuer-gerechtigkeit.de" nicht einmal einen ordentlichen zentralen Wahlslogan leisten kann. Stattdessen steht auf jedem Plakat eine andere Forderung. Der Bürger wünscht jedoch keine Inhalte, sondern Sprüche mit Schmackes und ohne Sinn wie bei den anderen Parteien. Der Postillon schlägt der Linken daher folgende Slogans vor: "Nach der Wahl sozial ist vor der Wahl sozial", "Das Gesicht von Lafo ist rund" und "die Legislaturperiode dauert 4 Jahre". Übrigens: Weil keiner mit ihnen koalieren möchte, brauchen die Linken die absolute Mehrheit. Also: Wählen, wählen, wählen!

Mehr zu den Linken:
Die Linke geht an die Börse
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Die FDP schließlich hat den zentralen Wahlslogan "Deutschland kann es besser". Manch einer zweifelt jetzt zu Recht: Vielleicht kann es Deutschland länger, heftiger und qualitativ hochwertiger als beispielsweise das faule Frankreich, aber kann Deutschland es auch wirklich besser? Will man manchmal nicht noch ein wenig kuscheln, nachdem sich die Arbeit gelohnt hat? Wo bleibt die soziale Nächstenwärme? Wollen wir wirklich immer nur noch mehr Netto vom Penny? Natürlich! Und deshalb: Erst-, Zweit- und Sopranstimme (Guido) für die FDP!

Mehr zur FDP:
Die Mitte stärken: FDP kämpft für durchgängige Augenbrauen
Satirepartei darf zur Bundestagswahl antreten
Ernsthafte Konkurrenz für die FDP

Fazit: Sprechen Sie sich mit Ihrem Umfeld ab und verteilen sie Ihre Stimmen so auf die zur Wahl angetretenen 27 Parteien, dass keine die 5%-Hürde knackt (100%:27=3,7% !!!). Lehnen Sie sich anschließend zurück und warten Sie ab, was dann passiert.

*Die große Anzahl an Gänsefüßchen soll mahnend der der Bildbearbeitung zum Opfer gefallenen Krähenfüße Merkels gedenken.
ssi

Siehe auch:
Wie glaubwürdig sind die Drohungen im neune Terrorvideo von al-Qaida?
Die Postillon-Europawahlanalyse

Keine weiteren Drohbriefe an Sarkozy

Paris (dpo) - Der französischen Polizei ist es endlich gelungen, den Absender mehrerer Drohbriefe an den Präsidenten Nicolas Sarkozy festzunehmen. Der Täter, ein arbeitsloser Südfranzose, sorgte vor allem dadurch für Aufsehen, dass er seinen Schreiben großkalibrige Patronen beilegte.
Chef-Ermittler Bernard Duponte zeigte sich erleichtert: "Zum Glück wurden die Briefe normal aufgegeben und zum Glück ist die französische Post so langsam." Ballistiker nehmen an, dass ein Telegramm oder gar ein Expresseinschreiben den Präsidenten hätten töten können.
ssi; Foto (א): Kann jetzt wieder sorgenfrei Briefe öffnen: Nicolas Sarkozy.

Frankreich im Postillon-Archiv:
Jetzt auch in Frankreich: Gallier hat Schweinegerippe

Sonntag, 20. September 2009

Das Wort zum Sonntag (45)

Kommentar:
Rot-Rot-Grün, Rot-Gelb-Grün, Schwarz-Gelb oder Schwarz-Gelb-Grün: Diese und andere Farbkombinationen dürfen wir bald bewundern, wenn der bereits vor der Tür stehende Herbst das Laub von den Bäumen fegt. Und bunt geht es derzeit auch in München zu: Das Oktoberfest bringt Trachten in eine Stadt, in der Jugendliche ihren Mitmenschen nach dem Leben trachten. Aber: In Zeiten, in denen höchstens noch Eisbären und Pinguine polar(e)isieren, nicht aber Regierungsparteien, ist sinnloser Alkoholismus nicht die schlechteste aller Lösungen.
ssi

Patent angemeldet

Hamburg, Lübeck (dpo) - Der Postillon verkündet hiermit, dass er sich den Begriff "Hackl Schorsch" als Spitznamen für den axtschwingenden Ansbacher Amokläufer Georg R. schützen lässt.
ssi; Screenshot: Schlechtes Timing: diy verlost Spaltäxte (Mit Dank an Mark H.).

Samstag, 19. September 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (3)

Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Paramantus erzählt regelmäßig spannende Anekdoten von der Arbeit in einem Sexshop, wobei sich häufig zutiefst philosophische Dialoge entspinnen. So auch bei der unterhaltsamen Episode mit dem klangvollen Namen Wo ist meine Hose?.

2. Eigentlich schon ein alter Hut, so kurz vor der Wahl aber wieder hochaktuell: "Das ist Guido Westerwelle" von Extra 3.


3. Cracked Columnists haben die drei unglaublichsten und unrealistischsten Filmkampfszenen aller Zeiten aufgestöbert: The 3 Most Baffling Fight Scenes in Movie History.

4. Das Zeichner-Texter-Duo Katz und Goldt reagiert auf Kritik von F.W. Bernstein und liefert einen Action-Comic-Strip ab, der sich gewaschen hat: Geschehnisreiche Bildfolge.
ssi

Wie glaubwürdig sind die Drohungen im neuen Terrorvideo von al-Qaida?

Berlin (dpo) - Der aus Deutschland stammende Marokkaner Bekkay Harrach hat im Namen der Terrororganisation al-Qaida in einer neuen Videobotschaft Anschläge für die Zeit nach der Bundestagswahl angekündigt und sorgte damit für großes Echo in Politik und Medien.
Wahlforscher glauben, dass dieser Schachzug vor allem dazu dient, das Profil gegenüber der eigenen Klientel zu schärfen. "Von allen politischen Gruppierungen in Deutschland hat al-Qaida als letzte ihre Pläne für die Zeit nach der Wahl konkretisiert", so Prof. Heinz Geiwasser gegenüber dem Postillon. "Das lässt auf interne Streitigkeiten schließen. Mit dem Programmpunkt Anschläge als Minimalkonsens können allerdings alle Mitglieder leben."
Auch die im Bundestag vertretenen Parteien nahmen Stellung zu den Versprechen von al-Qaida. "Das sind leere Wahlversprechen", monierte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. "Anschläge klingen zunächst spannend und begrüßenswert. Die Frage ist allerdings: Wer soll das mitten in der Krise bezahlen? Das darf nicht auf dem Rücken des kleinen Mannes ausgetragen werden." Steinmeier meint außerdem: "Sollten die Mordbuben tatsächlich einmal an die Macht kommen, würden sie sich ganz schnell selbst entzaubern. Das konnte man in der Vergangenheit bereits in den nahöstlichen Bundesländern beobachten."
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel ist ebenfalls skeptisch. Ihm sind die Versprechen von al-Qaida viel zu schwammig: "Wovon sprechen wir hier überhaupt? Geht es um ein bis zwei Autobomben mit maximal 10 Toten? Oder sprechen wir von Anschlägen apokalyptischen Ausmaßes vergleichbar mit dem 11. September?", fragte er und: "Meine Partei kann diesen Plänen ohne nähere Informationen nicht zustimmen, es sei denn, es würden gleichzeitig die Steuern gesenkt."
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hingegen ist überzeugt, dass man den Versprechungen von al-Qaida überhaupt keinen Glauben schenken darf: "Egal wie die Wahl ausgeht, al-Qaida wird einen Koalitionspartner brauchen, etwa die Islamische Dschihad-Union (IJU). Was glauben Sie, welche Forderung in den Koalitionsverhandlungen als erstes wieder in der Schublade verschwindet? Richtig geraten - die nach Anschlägen auf die Zivilbevölkerung."
Aus einer Pressemitteilung der Linken ging hervor, dass zwar die Forderungen nach einem Abzug aus Afghanistan begrüßenswert seien, nicht jedoch, dass diese aus dem Parteiprogramm der Linken abgeschrieben wurden. Wer einen raschen Abzug wolle, der solle sich am 27. September für das Original entscheiden und nicht für einen müden Abklatsch.
Einzig Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) begrüßte die Pläne der Terrororganisation. Er wolle Anschlägen in Deutschland allerdings nur zustimmen, wenn dadurch die Vorbehalte gegen einen Bundeswehreinsatz im Inneren fallen würden.
ssi; Foto oben rechts: Screenshot aus dem Terrorvideo; Foto links (Wikipedia): Schwammig: Welcher Größenordnung sind die Anschläge?; Foto rechts unten: Lockert den Artikel auf: Bob der Bär.

Terrorvideos im Postillon-Archiv:
Entweder filmen oder sprengen
Neues Terrorvideo aufgetaucht

Terrorismus im Postillon-Archiv:
al-Qaida und die Pleite
Iraker storniert Mallorca-Urlaub aus Angst vor Sprengstoffattentat
Kein Platz für Selbstmordattentäter
15/1 Terroranschlag auf New York
Frei wie Kloßbrühe
BND-Terror
Deutschland noch sicherer

Wird al-Qaida die Wahlversprechen einhalten? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Freitag, 18. September 2009

Feuerwehrmann: "Überall lagen Leichen herum!"

Straubing (dpo) - Die Nürnberger Nachrichten berichteten bereits am 11. September 2009 von einem spektakulären Unfall (siehe Zeitungsausschnitt bzw. Merkur) in Kirchroth. Die schlimme Bilanz: Rettungskräfte und Feuerwehr mussten mindestens neun Leichen bergen, Todesopfer gab es jedoch glücklicherweise keine.
ssi; Hinweisgeber: Julia S. + Beni S.

Alle Medien-Artikel auf einen Blick:
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Imagewandel bei den Spitzenkandidaten

Berlin (dpo) - Eine Studie des Meinungs-forschungsinstituts Opinion Control zum Wahlverhaltens der Deutschen hat ergeben, dass es der Bevölkerung missfällt, wenn Politiker auf Plakaten ganz anders aussehen, als in Wirklichkeit. "Der Bürger möchte Volksvertreter haben, die genau so auftreten, wie in der Wahlwerbung an der Straßenecke", erklärte Wahlforscher Dr. Franz Krapf. "Alles andere wird als Mogelpackung empfunden."
Die derzeit im Bundestag vertretenen Parteien reagierten auf diese neuen Erkenntnisse auf die einzig mögliche Art: Indem sie ihre Spitzenkräfte an die plakatierte Wirklichkeit in Deutschland anpassten.
Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus präsentiert der Postillon seinen Lesern exklusive Fotos von den jüngsten Wahlkampfauftritten von Westerwelle, Merkel, Steinmeier, Künast und Lafontaine (im Uhrzeigersinn).
ssi; Fotos: Endlich für den Wähler wieder erkennbar: das Spitzenpersonal nach der Anpassung an die Wahlplakate.

Alle Postillon-Artikel zum Superwahljahr 2009 auf einen Blick:
Hier!

Donnerstag, 17. September 2009

Newsticker (21)

++++ Restrukturierungsmaßnahmen: Bauchladen sucht neuen Geschäftsführer ++++
++++ Wahlkampfstress: Frank-Walter Steinmeier hört Zweitstimmen ++++
++++ "Ich war ein Cop!": Aussteiger berichtet aus dem Blaulichtmilieu ++++
++++ "Ich wurde von A nach B transportiert": Aussteiger berichtet von seiner Busfahrt ++++
++++ Schach: Amokläufer schlägt 3 Bauern, Turm, Dame und König ++++
ssi

Alle Postillon-Newsticker auf einen Blick:
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Die Mitte stärken: FDP kämpft für durchgängige Augenbrauen

ssi; Hinweisgeberin: Julia S.; Bildquelle (nicht bearbeitet!): FDP Mittelfranken.

Die FDP im Postillon-Archiv:
Satirepartei darf zur Bundestagswahl antreten
Ernsthafte Konkurrenz für die FDP
Das Wort zum Sonntag (10)
Westerwelle von Ei getroffen
Schwarz-Gelbe Hormonie
Markt unschuldig
Bitte Lächeln
Kein Ohrenschmaus

Mittwoch, 16. September 2009

Bundeswehr weitet Einsatz gegen Zivilbevölkerung aus

Kabul, Berlin (dpo) - Bei den umstrittenen Bombardements zweier Tanklaster am 4. September (wir berichteten) wurden 30 Zivilisten getötet und neun weitere verletzt. Diese traurige Bilanz zog eine afghanische Untersuchungskommission. Thomas Raabe, ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte daraufhin: "Sollte es zivile Opfer gegeben haben, wäre dies tragisch. Dann würde man sich um die Familien kümmern."
Ob sich die Bundeswehr ebenfalls mit Luftangriffen um die Angehörigen der zivilen Opfer kümmern möchte oder auf Bodentruppen zurückgreifen will, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch unbekannt.
ssi; Foto: Sind als nächstes dran: Familien der Opfer.

Alle Artikel über Afghanistan auf einem Blick:
Hier!

Presseschau (3)

Aus der Rubrik "Wenigstens bleibt es in der Familie" oder "Verliebt wie am ersten Tag": Bild.de am 15.9.2009.

awa; Screenshot: Scheinen auch noch stolz drauf zu sein: Jimi Blue und Wilson Gonzales.

Aus dem Postillon-Archiv:
Presseschau (1)
Presseschau (2)

Dienstag, 15. September 2009

Nach Putsch: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Balkonien aus

Berlin/Balkonien (dpo) - Schlechte Nachrichten für Billig-Urlauber: Das Auswärtige Amt hat soeben eine Reisewarnung für Balkonien ausgegeben. Überraschen dürfte diese Nachricht allerdings niemanden: Seit am vergangenen Wochenende der beim Volk unbeliebte Monarch Woyzlav Kumborav III. von Rebellen der Balkonischen Befreiungsfront (BBF) gestürzt wurde, herrschen in dem Land bürgerkriegsähnliche Zustände.
"Glücklicherweise kam es zu dem Putsch außerhalb der Hauptsaison", erklärte ein Sprecher des Touristikkonzerns TUI. "Wegen des schlechten Wetters und dem Ende der Schulferien reisen im September und Oktober erfahrungsgemäß ohnehin deutlich weniger Bürger nach Balkonien als in den Vormonaten."
Das Auswärtige Amt rät dringend, gebuchte Reisen in das wegen seiner Grillspezialitäten und der günstigen Preise beliebte Gebiet zu stornieren. Eine Stabilisierung der Lage sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Bis dahin sollten die Bundesbürger vor allem Ruhe bewahren, die Vorhänge zuziehen und die Katze nur in Notfällen rauslassen.
ssi; Foto: Balkonische Rebellen halten auf einem Balkon in Bottrop Ausschau nach Royalisten.

Montag, 14. September 2009

Müntefering fast abgestürzt: Eine Rekonstruktion der Ereignisse

Berlin, Stuttgart (dpo) - Auf dem Stuttgarter Flughafen musste heute Morgen ein Flugzeug notlanden. Mit an Bord war auch SPD-Chef Müntefering, der glücklicherweise unverletzt blieb.
Der Postillon rekonstruiert die dramatischen Ereignisse:

08:51 Uhr: Das Flugzeug startet in Berlin Tegel. Münte döst noch ein wenig und träumt vom erfolgreichen Kanzler-Duell Schröder-Stoiber 2002.

09:22 Uhr: Der Flugkapitän beschließt, einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf der Strecke Berlin - Stuttgart aufzustellen und damit "das blaue Band" zu erhalten. Immerhin, so sagen die Entwickler des Flugzeugs, ist die Fokker 100 unabstürzbar. Münte lacht über einen schmutzigen Limerick in der aktuellen Bild.

Um 09:43 Uhr kann das Flugzeug nur knapp einem Eisberg ausweichen. Dabei wird das Hauptfahrwerk beschädigt. Eine Zählung ergibt, dass nicht genügend Rettungsboote für die Passagiere der zweiten Klasse vorhanden sind. Münte (1. Klasse) bestellt ein Pils.

10:09 Uhr: Eine ausgeschickte Taube kehrt ohne Hinweise auf Festland zurück. Münte bestellt ein zweites Pils.

10:18 Uhr: Diesesmal trägt die Taube einen Ölzweig im Schnabel. Stuttgart muss hier irgendwo sein. Der Pilot legt eine Vollbremsung ein und wendet in drei Zügen. Münte geht auf Toilette.

10:22 Uhr: Die Fokker kreist über Stuttgart. Verteidigungsminister Jung (CDU) fordert einen sofortigen Abschuss, kann sich aber wie immer nicht durchsetzen. Münte kommt zurück und versucht sich mit weichen (dicken) Menschen zu umgeben.

10:44 Uhr: Die Feuerwehr legt einen Schaumteppich aus feinster Espresso-Crema aufs Parkett. Die Maschine setzt zur Landung an. Münte krallt sich an den Fingernägeln seiner Sitznachbarin fest.

10:49 Uhr: Die Landung glückt tatsächlich. Irgendein Arschloch fängt an zu klatschen. Alle machen mit. Auch Münte - obwohl bei einem Busfahrer auch niemand klatschen würde.

10:51 Uhr: Auf Rettungsrutschen und -schaukeln geht es ins Freie. Münte, 72 weitere Passagiere und 5 Crew-Mitglieder sind wohlauf. Münte genehmigt sich erstmal ein Pils und erklärt anschließend der versammelten Presse, wie er einmal 78 Menschen das Leben gerettet hatte. Bitter: Der Rekordversuch des Flugkapitäns scheiterte um läppische 57 Minuten und 18 Sekunden.

ssi; Foto rechts: Fokker; Foto links: Münte.

Weitere dramatische Rettungsaktionen im Postillon-Archiv:
Karstadt-Rolltreppe steckengeblieben
Drama über den Wolken geht glimpflich aus
15/1 Terroranschlag auf New York
Arschbombenattentat verhindert
Elbfähre außer Kontrolle
iPhone vernachlässigt
Das Wunder von Limbach-Oberfrohna
Smart-Crash

Schlechtester Tatort aller Zeiten

Berlin (dpo) - TV-Kritiker sind sich einig: Der Berliner Tatort mit dem vielversprechenden Titel "Das TV-Duell" gestern Abend um 20.15 Uhr (ARD) war mit Abstand der schlechteste aller Zeiten. Untalentierte Schauspieler, sinnlose Dialoge und eine absehbare Dramaturgie konnten noch nicht einmal eingefleischte Fans unterhalten.
ssi; Foto: Schwach: Das Ermittler-Duo Merkel/Steinmeier konnte weder den Fall lösen, noch beim Publikum punkten.

Schöne Zusammenfassung bei PPQ:
Blass wie Milch

Der Tatort im Postillon-Archiv:
NDR entlässt Heinze fristlos - Funder als Nachfolgerin?
"Tatort"-Skandal zieht immer weitere Kreise
Beinbruch

Alles über das Superwahljahr 2009 auf einen Blick:
Hier!

Sonntag, 13. September 2009

Obdachloser nimmt gesamten Jahresurlaub auf einen Schlag

ssi

Alle Nachrichten in Bildern auf einen Blick:
Hier!

Das Wort zum Sonntag (44)

Kommentar:
Ein unter Leitartikelschreibern beliebtes Stilmittel ist es ja, am Ende des Artikels einen Bogen zu schlagen und wieder auf das Einstiegsthema zurückzukommen. Das wirkt professionell und schmeichelt dem Auge. Was dazwischen steht, muss aufgrund dieser starren Form zwangsläufig eine bestimmte Richtung einschlagen, worunter mitunter Inhalt und Aktualität leiden; aber das nimmt man gerne in Kauf. Wichtig ist nur der eingangs erwähnte Bogen zur Einleitung, der am Schluss geschlagen werden muss.
ssi

Samstag, 12. September 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (2)

Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Sie sind auf der Suche nach Infrarotwein, Selbströter oder Leidcreme? Dann hat Antipreneur genau die richtige Produktpalette für Sie. Allein die Beschreibungen sind den Einkaufspreis schon wert und wer tatsächlich bestellen möchte, den erwartet eine angenehme Überraschung.

2. Über den Einfluss von Drogen auf die Netzwebkunst der gemeinen Holzspinne gewährt dieses lehrreiche Video Aufschluss (Englisch):


3. Das Nachrichtennetzwerk von The Onion deckt auf, dass PETA Frauen schlechter behandelt als Tiere (Englisch):


4. Die Zeitung Welt ist doch zu etwas zu gebrauchen. Welt Online Satire interpretiert die historische Bedeutung des heftig kritisierten Hitler-Aids-Werbespots - und zwar völlig richtig.

Weitere Vorschläge für Links234 nimmt die Redaktion gerne e-postalisch entgegen.
ssi

Freitag, 11. September 2009

Gab es eine geheime Fußball-EM der Frauen?

Helsinki oder Stockholm (dpo) - Wie erst jetzt bekannt wurde, fand in den letzten Wochen eine geheime Fußball-Europameisterschaft der Frauen statt. Insidern zufolge soll sich das Spektakel unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Finnland oder - wenn man anderen Quellen Glauben schenken will - in Schweden abgespielt haben.
Diese überraschende Nachricht würde auch das bislang ungeklärte Verschwinden der deutschen Nationalmannschaft erklären, die Gerüchten zufolge sogar im Finale stand. "Wenn das stimmt, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Mädels alles gegeben haben", so der leitende Sportredakteur des Postillons. "Vielleicht war sogar ein Sieg drin."
Uefa-Präsident Michel Platini erklärte auf Anfrage: "Sollte diese Europameisterschaft tatsächlich stattgefunden haben, dann bin ich mir sicher, dass dies einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung des Frauenfußballs gegenüber den Herren bedeutet."
ssi; Foto rechts (Frank): Könnte getroffen haben: Stürmerin Inga Grings; Foto links (Monroe): Finnisches Publikum.

König Fußball im Postillon-Archiv:
Nomen est omen - Kurányi hadert
Uli Hoeneß ist taub
Michael Skibbe erpresst
Rehhagel hält Griechenland in Atem
Volkssport Handball
Ganz enges Höschen

Donnerstag, 10. September 2009

NDR entlässt Heinze fristlos - Funder als Nachfolgerin?

Hamburg (dpo) - Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des Skandals um NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze hat ihr Sender seine Mitarbeiterin nun fristlos entlassen (siehe Postillon vom 2.9.09: "Tatort"-Skandal zieht immer weitere Kreise).
Vor der Zukunft hat die geschasste Heinze trotzdem keine Angst. Sie habe sich nämlich unter ihrem Pseudonym "Marie Funder" direkt wieder auf ihre alte Stelle beworben.
"Der Posten ist erst kürzlich freigeworden, weil meine Vorgängerin in einen Betrugsskandal verwickelt war", so die Hobbyautorin. "Ich wäre eine Idealbesetzung. Immerhin habe ich
langjährige Erfahrung als Fernsehspielchefin beim NDR vorzuweisen."
Sollte sie die Stelle dennoch nicht bekommen, könnte die smarte Allrounderin ja immer noch Drehbücher für den Tatort schreiben - diesmal sogar unter richtigem Namen.
ssi; Foto (WDR): Doris Heinze alias Marie Funder.

Der Tatort im Postillon-Archiv:
"Tatort"-Skandal zieht immer weitere Kreise
Beinbruch

Kettensägenmörder versetzt Holzfällerszene in Angst und Schrecken

ssi; Foto (Emrys62): Brutal abgeschlachtet: Bei dem Kettensägenmörder könnte es sich Polizeiangaben zufolge um einen Axtmörder handeln.

Alle Nachrichten in Bildern im Überblick:
Hier!

Mittwoch, 9. September 2009

Tarantino: Nächster Tarantino-Film wird Hommage an Tarantino

Madrid (onn) - Gute Nachrichten für Cineasten: Star-Regisseur Quentin Tarantino kündigte während einer Pressekonferenz zu seinem jüngsten Film Inglourious Basterds an, er plane noch in diesem Herbst sein nächstes Projekt namens Jack Rabbit Slim in Angriff zu nehmen. Sein neuester Film solle eine einzige Hommage an seinen Lieblingsregisseur und Drehbuchautor werden: Quentin Tarantino.
"Ich bin schon Tarantino-Fan, seit ich denken kann", sagte Tarantino, der seinen Helden meist nur als den "Meister" bezeichnet. "Reservoir Dogs, Pulp Fiction, Jackie Brown - diese Filme gehören zu meiner Grundbildung in Sachen Film. Ich finde es großartig, wie Tarantino ein Genre oder Subgenre nimmt, aufs Wesentliche reduziert und durch Übertreibung vereinnahmt", erklärte Tarantino und fügte an: "Wir sprechen hier vom wichtigsten Regisseur und Autor unserer Zeit."
Tarantino betonte, Jack Rabbit Slim werde eine einzige Huldigung seines Idols und sei daher stark beeinflusst von Tarantinos Blaxsploitation-Filmen der späten 90er, den klassischen Tarantino-Kung-Fu-Streifen und den Grindhouse-Filmen der späten 2000er, die Tarantino so berühmt machten.
Der Film werde außerdem Elemente und Techniken aus früheren Werken Tarantinos - wie z.B. Kameraeinstellungen aus dem Kofferraum - entlehnen und auch andere Stilmittel aus Tarantinos Lieblingsfilmen My Best Friend's Birthday und From Dusk Till Dawn aufgreifen.
In einer Szene, die Tarantino als eindeutig tarantinoesk bezeichnete, werde der Hauptdarsteller Slim einen unerwartet poetischen Monolog über Cheeseburger halten, während er mit einer mit Drogen vollgepumpten Uma Thurman zu einem Instrumentalstück von Ennio Morricone tanzt. Der Film wird dann an seinem Höhepunkt angekommen sein, wenn sich Slim an sein Kung-Fu-Training erinnert und anschließend Rache an seinen Widersachern nimmt: ein Nazi-General, ein Hollywood-Stuntman und ein Syndikat aus 88 Yakuza-Kriegern. Als eine Hommage an Tarantino habe Tarantino dem beliebten Regisseur selbst auch eine kleine Rolle in dem Film zugedacht.
"Ich hoffe, dass Jack Rabbit Slim den Kinobesucher dazu bewegt, sich anschließend alle Filme dieses großen amerikanischen Künstlers anzusehen", beteuerte Tarantino. "Ich kenne keinen anderen Regisseur, der so viel zur Entwicklung des Kinos beigetragen hat wie er und ich spüre, dass es meine Pflicht als Filmemacher ist, die Menschen daran zu erinnern - o Gott, wie ich Quentin Tarantino verehre!"
Der Regisseur, der immer aufgeregter wurde, während er über die Filme von Quentin Tarantino sprach, gestand, er habe in seinem Wohnzimmer sogar ein Reservoir-Dogs-Filmplakat mit Originalautogramm des Filmemachers hängen. Zudem besitze er die Spritze mit der John Travolta Uma Thurman in Pulp Fiction Adrenalin injizierte - und zwar "die Echte".
Tarantino erklärte, er sei sehr glücklich, dass Quentin Tarantino mit seinem jüngsten Film Inglourious Basterds auch nach zwanzig Jahren Filmkarriere noch so erfolgreich sei. Es sei laut Tarantino einer der besten Filme des legendären Regisseurs.
"Falls Jack Rabbit Slim auch nur halb so gut wie Basterds wird, dann könnte der Film von einer derartigen Großartigkeit sein, dass selbst Tarantino stehend applaudieren würde", so Tarantino. "Und, ob sie's glauben oder nicht: Ich habe das Gefühl, er wird es."
ssi; Quelle: The Onion; Foto rechts (Jeff Balke): Tarantino; Foto links: Szenen aus den Filmen, die den Regisseur inspirierten, Tarantino Stil nachzuempfinden.

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