Montag, 30. November 2009

Schweizer stimmen für Synagogen-Verbot

Zürich (dpo) Am Sonntag haben sich in einer Volksabstimmung 58 Prozent der Wähler dafür entschieden, den Bau von Synagogen künftig zu verbieten.
Walter Wobmann, Präsident des Initiativkomitees für das Verbot, warf Informationen des Postillons zufolge der Politik vor, den Unmut in der Bevölkerung gegen den Bau weiterer solcher Gebäude "unter dem Deckel" gehalten zu haben. "Die Schweizer wollen keine Synagogen in der Schweiz", sagte er und kündigte weitere Initiativen an: Nun wolle man gegen Beschneidungen vorgehen und das Tragen von Kippa und Tallit sowie die Vermummung durch exzessiven Bartwuchs verbieten.
Auch Toni Brunner, Präsident der national-populistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Dies sei eine "Absage an das politisch radikale Judentum" und signalisiere, "dass man sich bei uns an unsere Regeln zu halten hat".
mpr; Foto (zur Vergrößerung anklicken): Kommt einem vor, als hätte man es schon gesehen: Déjà vu.

Sonntag, 29. November 2009

Newsticker (34)

++++ Pfusch: Uhrmacher repariert Minutenzeiger mit Sekundenkleber ++++
++++ Schmerzhaft und empörend: Tätowierer musterte Kundschaft von oben bis unten ++++
++++ Setzen, Sex: Frau bei Schwangerschaftstest durchgefallen ++++
++++ Gescheiterter Entfesslungskünstler enthüllt: "Ich litt unter Bindungsängsten." ++++
awa

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Samstag, 28. November 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (13)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. 419 Eater ist eine von vielen Scambaiting-Webseiten (umfangreiche Liste gibt es bei Lupe), die sich ganz dem Hereinlegen von Spam-E-Mail-Trickbetrügern verschrieben hat. Bei diesem Sport geht es darum, die Trickbetrüger mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und ihnen soviel Zeit wie möglich zu stehlen. Ein besonders beeindruckendes Beispiel, bei dem am Ende ein komplettes Hörbuch von "Per Anhalter durch die Galaxis" entstanden ist, lässt sich hier nachlesen: Book "Worm" (Englisch).

2. Auf Bild.de kann man aktuell ein Doppelinterview (wird hier nicht verlinkt) mit Til Schweiger und Heiner Lauterbach lesen. Praktisch: Wer das Interview nicht liest, schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

3. Bauchnabelflusen sind ja immer ein spannendes Thema: Hier ein aktueller Cartoon von Joscha Sauer und da ein alter Postillon-Artikel zur Entschlüsselung der Bauchnabelflusenformel.

4. Zu guter Letzt noch eine Sammlung der "100 Greatest Hits of YouTube in 4 Minutes". Warum das Ding nur 3:24 dauert, wissen die Götter.
ssi

Freitag, 27. November 2009

Wasserbombenentschärfung legt Verkehr lahm

Hamburg (dpo) - Bombenalarm in Hamburg! Die S-Bahnstationen der S1 und S3 sowie die U-Bahn-Linien U3 mussten heute Morgen zwischen den Haltestellen Jungfernstieg und Hauptbahnhof von 7 Uhr bis 10 Uhr wegen einer Wasserbombenentschärfung gesperrt werden.
Der Blindgänger, der mit an Sicherkeit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einer fröhlichen Wasserschlacht zwischen Kindern im Sommer dieses Jahres stammte, wurde kurz zuvor von Passanten entdeckt und sofort gemeldet.
"Wir dachten zunächst, es wäre ein Stück Plastik oder ein altes Kondom", berichtete das älteres Ehepaar, das den Sprengsatz entdeckt und gemeldet hatte, gegenüber dem Postillon. "Doch dann sahen wir, dass es sich um einen mit Wasser gefüllten Ballon handelte. Nicht auszudenken, wenn das Ding geplatzt wäre, während ein Zug vorbeifährt oder wenn jemand drauftritt."
Polizei und Feuerwehr riegelten das Gebiet um die Wasserbombe großräumig ab und evakuierten die Anwohner. Anschließend versuchte ein Sprengkommando über zwei Stunden lang, die Wasserbombe zu entschärfen.
Die komplexe Knotung des Ballons erschwerte das Manöver jedoch derart, dass eine neue Strategie erfolgsversprechender erschien: Die Wasserbombe wurde mit einer Nadel an einem langen Stock aus sicherer Entfernung gezielt zum Platzen gebracht. Dabei sei laut Polizeiangaben in einem Radius von 30 Zentimetern der Untergrund nass geworden. Verletzt wurde niemand.
ssi; Foto rechts (Dominik Waas): Ungeplatzte Wasserbomben wie diese werden in Deutschland immer wieder gefunden; Foto links: Feuerwehrleute schleppen schweres Gerät an - für den Fall, dass sie nach einer Detonation löschen müssen.

Mehr Bomben-Storys finden Sie im Postillon-Archiv:
Arschbombenattentat verhindert
Amnesty hat die Bombe
Geheimdienst warnt vor Sprengstoffzäpfchen

Ballons im Postillon-Archiv:
Oh Schreck! Seiltänzer verliert die Ballons

Donnerstag, 26. November 2009

Mittwoch, 25. November 2009

15 VW-Wissenschaftler festgenommen: Polizei verhindert geplanten Massenmord

Wolfsburg (dpo) - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gelang es dem Bundeskriminalamt durch einen gezielten Zugriff und eine anschließende Hausdurchsuchung, einen geplanten Massenmord zu verhindern. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte eine Gruppe von 15 Wissenschaftlern auf dem Gelände der Volkswagen AG in Wolfsburg ein wahres Horrorlaboratorium eingerichtet.
"Es ist unfassbar," erklärte Kriminaloberkommissar Wolfgang Schnurps bei einer Pressekonferenz. "Wir konnten High-Tech-Gerätschaften sicherstellen, die offensichtlich ausschließlich dazu entwickelt wurden, Menschen mit hoher Geschwindigkeit brutalst gegen eine Wand fahren zu lassen." Einige seiner jüngeren Kollegen befänden sich seitdem in psychologischer Behandlung.
Schnurps führte weiter aus, die Mordmaschinen seien nach dem derzeitigen Ermittlungsstand bislang zwar noch nicht gegen Menschen eingesetzt worden, allerdings gehe man davon aus, dass es sich nur um eine Frage der Zeit handelte. "Diese kranken Perfektionisten haben genauste Vorbereitungen getroffen, wollten nichts dem Zufall überlassen", so der sichtlich um Fassung ringende Beamte. "Sie haben ihre Mordgeräte über Jahre hinweg mit menschenähnlichen Puppen getestet und die Ergebnisse ausgewertet und dann besitzen sie auch noch die Dreistigkeit, tatsächlich zu behaupten, sie wollten mit ihrer Forschung Menschenleben retten!"
Über 100 dieser Puppen habe man sichergestellt, einige davon schwer beschädigt. Besonders schwer wiege dabei auch, dass sich unter den lebensgroßen Körpern zahlreiche Kinder- und Säuglingsattrappen befunden hätten.
In den nächsten Tagen wird vor allem zu klären sein, wie viel die Unternehmungsleitung der Volkswagen AG von den perfiden Tests auf ihrem Gelände wusste. Bezeichnend ist allerdings doch, dass alle der wegen versuchten Mordes angeklagten Wissenschaftler auf der Gehaltsliste des Automobilkonzerns standen.
ssi; Foto rechts oben (Morio): Grotesk: Perfekte Menschenkopie für die Mordplanung; Foto links oben: Das kann keiner überleben: Mordmaschine in Action; Foto rechts unten: Mann, Frau und Kinder: sie alle hätten dran glauben müssen; Foto (Nerdi): Wären die tatsächlichen Opfer auch so brutal aufgehängt worden wie die Testpuppen?

Vereitelte Verbrechen im Postillon-Archiv:
Strickbetrüger gefasst
Polizei nimmt zwei Millionen Schutzgelderpresser fest
Feuerwehrmann: "Überall lagen Leichen herum!"
Exzellentes Marihuana sichergestellt
Arschbombenattentat verhindert
Artisten festgenommen

Dienstag, 24. November 2009

Wettskandal um Fußball-Wettskandal

(dpo) - Recherchen des Postillons zufolge kam es bei dem großen Wettskandal, der derzeit den internationalen und deutschen Fußball mit immer neuen Enthüllungen erschüttert, zu Manipulationen. Offensichtlich wurden einzelne Polizisten und Staatsanwälte bestochen, rund eine Woche früher als allgemein erwartet gegen die Betrüger vorzugehen.
"Uns ist bei unseren Ermittlungen aufgefallen, dass ein bislang noch unbekannter Osteuropäer vier Millionen Euro darauf gesetzt hatte, dass der Skandal genau am 19. November auffliegt", erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum. "Und das bei Quoten von eins zu fünf. Der hat ein Vermögen verdient." Weil Szenekenner davon ausgegangen waren, dass dies erst um den 27. November geschehen würde (Quoten von 1 : 1,30), liege der Verdacht nahe, dass hier manipuliert wurde.
Sollte sich dies bestätigen, so die Befürchtung der Buchmacher, dann könnte das Wetten auf den Zeitpunkt des Auffliegens des nächsten großen Fußball-Wettskandals einen nachhaltigen Imageschaden davontragen.
ssi; Foto (Milliped): Nehmen noch Wetten darauf an, ob die Sicherungssysteme des DFB in Zukunft greifen (Quote 1 : 400): Buchmacher.

Alle Fußball-News im Postillon-Archiv auf einen Blick:
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Newsticker (33)

++++ Gescheiterter Skispringer: "Ich hatte keine Schanze!" ++++
++++ Schwer auszudrücken: Gefühle und Pickel ++++
++++ Erste Vorteile durch Erderwärmung: Langnese wieder liquide ++++
++++ Medikamentenskandal: Aufregung um Valium ++++
ssi, ano (#3,4)

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Montag, 23. November 2009

Schäuble genervt von Vorgänger Steinbrück

Berlin (dpo) - Fast einen Monat nach dem Ende der großen Koalition hat sich der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei einem Pressetermin darüber beklagt, in welchem Zustand ihm sein Vorgänger Peer Steinbrück (SPD) das Ministerium hinterlassen hat.
"Im Mietvertrag stand, dass die Bude besenrein übergeben werden muss", so Schäuble. "Damit sind, soweit ich weiß, auch die Ecken und die Stellen hinter den Schränken gemeint." Zudem hätten nach Ansicht des CDU-Mannes die Wände nach dem Umzug gestrichen werden müssen.
"Außerdem: Ist es wirklich so schwierig einen Nachsendeantrag bei der Post einzureichen?", fragte Schäuble und wedelte dabei mit einem Stapel Schweizer Drohbriefe. "Der glaubt wohl, ich hätte nichts besseres zu tun, als ihm seinen Kram hinterherzuschicken."
Schäuble erklärte abschließend, er sehe aufgrund dieser Nachlässigkeiten seines Vorgängers überhaupt nicht ein, sich selbst am Ende seiner Amtszeit um eine ordentliche Ministeriumsübergabe zu bemühen.
ssi; Foto rechts (BotMultichillT): Muss sich selbst um Schönheitsreparaturen kümmern: genervter Schäuble; Foto links: Glaubt man den Legenden, dann liegen irgendwo unter Steinbrücks altem Schreibtischchaos noch ein oder zwei HRE-Milliarden begraben.

Schäuble im Postillon-Archiv:
Was würde sich ändern, wenn Schäuble neuer Finanzminister wird?
Schäuble und das Grundgesetz: Das Interview

Siamesische Zwillinge wussten nichts voneinander

Sidney/Australien (dpo) - Über 23 Jahre lang wussten die beiden siamesischen Zwillinge Frank (23) und Dean Jenkins (23) nichts voneinander, denn schon wenige Monate nach der Geburt der beiden untrennbar an der Hüfte zusammengewachsenen Brüder ließen sich ihre Eltern voneinander scheiden. Frank lebte fortan bei seiner Mutter in Sidney, Dean hingegen bei seinem Vater in Sidney.
Als Frank jedoch vor wenigen Tagen ein altes Familienalbum durchblätterte, fand er ein Foto von sich mit seinem siamesischen Zwillingsbruder. Seitdem Franks Mutter auf mehrfache Nachfrage die ganze Geschichte gestand, fiebert der Student und Hobby-Marathonläufer einem Treffen mit seinem Bruder entgegen.
Und tatsächlich: Bei ersten vorsichtigen Telefongesprächen haben die beiden vereinbart, sich noch in diesem Jahr an Weihnachten zum ersten Mal zur Seite zu drehen und einander kennenzulernen.
ssi; Foto (Elian): Freuen sich jeweils darauf, ihren siamesischen Zwillingsbruder kennenzulernen: Frank Jenkins (li.) und Dean Jenkins (re., leider nicht im Bild).

Sonntag, 22. November 2009

Das Wort zum Sonntag (52)

Kommentar:
Das alte Optikersprichwort "Viele Brillen verderben die Sicht" kennt jeder. Die Ohren, die man bräuchte, um so viele Brillen tragen zu können, wie in diesen Tagen erforderlich wären, um all die Wettskandale nicht mehr sehen zu müssen, die derzeit die Republik erschüttern, ließen selbst den walisischsten Prinzen vor Neid erblassen. Da wetten Osteuropäer auf manipulierte Fußballergebnisse, Gottschalke, dass...?, Bundesregierungen auf eine anspringende Konjunktur und da wettern Sonntagsspaziergänger über das Wetter. Dabei steht doch schon in der Bibel: "Kommt her, laßt uns Wein holen und uns vollsaufen, und soll morgen sein wie heute und noch viel mehr." (Jesaja.56,12)
ssi

Samstag, 21. November 2009

Newsticker (32)

++++ Studie: Übertriebene Vergleiche sind schlimmer als Hitler ++++
++++ Gewalt am Arbeitsplatz: Grobe Leberwurst verprügelt Fleischer ++++
++++ Selbstmord: 3D-Grafikdesigner sah keine Perspektive mehr ++++
++++ Gescheiterte Liebesbeziehung: Schülerin von Lehrer jedes Jahr wieder versetzt ++++
ssi, roh (#4)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Links! Zwo! Drei! Vier! (12)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Kabel1 hat die "Hymne des Machens" (aktuelle Hornbach-Werbekampagne) für einen Programmhinweis auf "Shining" zweckentfremdet. Gar nicht mal so unlustig:


2. Der Spiegelfechter beschreibt im Artikel "Wenn der Spiegel mit dem Oskar und der Sahra..." sehr anschaulich, wie man trotz Krebs noch ganz bequem mit attraktiven Kommunistinnen ins Bett steigen kann. Der sogenannte Qualitätsjournalismus wohnt eben doch beim Boulevard (siehe auch Postillon vom 14.10.09) gleich um die Ecke.
Nachtrag 16.48 Uhr: Auch Stefan Niggemeier hat sich dem Thema gewidmet: Lafonataine & das Medien-Perpetuum-Mobile

3. Die fabelhafte amerikanische Zeitung The Onion hat dem Postillon einen Gag gestohlen: Der Nachrichteneinspieler "Obama's Home Teleprompter Malfunctions During Family Dinner" (16.11.09) erinnert verdächtig an "Das Schweigen des Köhlers" (Postillon vom 17.5.09). Offensichtlich rächt man sich jetzt in den Staaten für die zahlreichen Raubübersetzungen der Vergangenheit.

4. Nichts für schwache Nerven. Sehen Sie die fesselnde Reportage eines von der Ego-Shooter-Krankheit betroffenen:

ssi

Freitag, 20. November 2009

Vatikan verurteilt "Twilight"-Hysterie

Rom (dpo) - Laut dem Nachrichtenportal oe24.at verurteilt der Vatikan die weltweite Hysterie von Millionen Teenagern für die "Twilight"-Vampirfilme, deren zweiter Teil "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" am Mittwoch in Rom Premiere feierte.
Der Postillon konnte jetzt von Vatikan-Insidern die wahren Beweggründe der katholischen Kirche in Erfahrung bringen. Angesichts der unrealistischen Ammenmärchen, die von übernatürlichen Wesen handeln, und vor allem darauf abzielen, schlichten Gemütern das Geld aus der Tasche zu ziehen, fürchtet der Vatikan offensichtlich, ihm könne ernstzunehmende Konkurrenz erwachsen.
ssi; Foto rechts: Halten Twilight für bedrohlich: der Papst (sitzend) und ein Adjutant; Foto links (Torvindus): Verspricht Unsterblichkeit: Teenager-Vampir aus der "Twilight"-Saga.

Die katholische Kirche im Postillon-Archiv:
Päpstliches Handgelenk gebrochen
Die erste Afrikareise, der Papst und die Kondome
Williamson geleugnet
Holocaust? Nie gehört.

Donnerstag, 19. November 2009

Rücksichtsloser Einsatz Guido Westerwelles gegen Afghanistan

Berlin, Kabul (onn) - Die afghanische Regierung hat soeben den brutalen Einsatz von Guido Westerwelle (FDP) gegen ihr Land aufs Schärfste verurteilt. Sie sieht darin die Verwendung unverhältnismäßiger Mittel gegen Unschuldige.
Medienberichten zufolge traf der deutsche Außenminister heute Morgen zu einem hinterhältigen Blitzbesuch in Kabul ein, zu einer Uhrzeit, in der die meisten Menschen nichtsahnend zur Arbeit gingen oder sich zum Morgengebet versammelten.
Ein afghanischer Polizeisprecher bestätigte gegenüber dem Postillon Berichte, im Gebiet um den Kabuler Flughafen und entlang der Fahrtroute des deutschen Außenministers hätten über 1.000 unschuldige Menschen unvorbereitet Westerwelles Aussehen ertragen müssen oder sich in Hörweite seiner Stimme befunden. Die Druckwellen seien noch in über vier Kilometer Entfernung zu spüren gewesen.
Ein Postillon-Korrespondent vor Ort sprach mit der traumatisierten Bevölkerung. "Ich war nur wenige Meter von ihm entfernt, als seine Limousine meinen Obststand passierte", wimmerte ein in Tränen aufgelöstes Marktweib. "Nahe genug um seine kalten, toten Augen zu sehen. Allah steh mir bei! Ich habe Kinder." Mehdi Hosseini, ein paschtunischer Tagelöhner haderte mit zum Himmel erhobenen Blick: "Was haben wir getan, um das zu verdienen? Ich dachte, Deutschland wäre unser Partner!"
Auch die Vereinten Nationen verurteilten nach einer eilends einberufenen Krisensitzung den rücksichtslosen Einsatz von Guido Westerwelle gegen Afghanistan: "Die UNO sieht hier einen Verstoß sowohl gegen die Menschenrechte als auch gegen die Genfer Konventionen. Es gibt keine Rechtfertigung für einen Präventiveinsatz von Guido Westerwelle. Nirgendwo auf der Welt."
Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich vom internationalen Aufschrei nicht beirren: "Wir werden auch weiterhin nicht davor zurückschrecken, in Krisengebieten, in denen alle militärischen und diplomatischen Mittel versagt haben, von Guido Westerwelle Gebrauch zu machen."
ssi; Quelle und Idee: The Onion; Foto rechts oben: Deutschlands gefährlichste Waffe: Guido Westerwelle; Foto links: Hatten sich gerade vom Besuch zu Guttenbergs erholt: entsetzte Marktweiber in Kabul; Foto rechts unten: Suchen ihr Heil in der Flucht: Westerwelleflüchtlingstreck auf dem Weg zur pakistanischen Grenze.

Afghanistan im Postillon-Archiv:
Nach gefälschter Wahl: Karsai erklärt sich zu gefälschter Stichwahl bereit
Neue Taktik: Bundeswehr stabilisiert Afghanistan aus der Luft
Bundeswehr weitet Einsatz gegen Zivilbevölkerung aus
Afghanistan nicht sicher vor Taliban
Deutscher Soldat froh, nicht im Krieg, sondern bei Stabilisierungseinsatz gestorben zu sein
al-Qaida und die Pleite
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Alle Artikel zu Guido Westerwelle im Postillon-Archiv auf einen Blick:
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Mittwoch, 18. November 2009

Ratgeber: So reagiert man auf die Strompreiserhöhungen

(dpo) - Wenige Wochen vor Beginn des neuen Jahres haben zahlreiche Stromanbieter zum Teil deutliche Preiserhöhungen angekündigt. Weil es dadurch jetzt auch für Menschen, denen die Umwelt völlig egal ist, endlich einen guten Grund gibt, Strom zu sparen, hat der Postillon recherchiert und die wichtigsten Tipps und Tricks gesammelt. So sparen Sie bares Geld:

1. Kaufen Sie sich ein Hamsterrad mit Dynamo, um Ihren eigenen Strom zu erzeugen. Kleiner Tipp: Elektrische Hamsterroboter fressen weniger Körner und machen nicht so viel Dreck.
2. Öffnen Sie alte Batterien mit einem Hammer und kratzen Sie noch das letzte Restchen Strom aus den Ecken zusammen.
3. Schalten Sie Ihr Perpetuum Mobile ab, wenn Sie das Haus verlassen.
4. Verwenden Sie statt Elektroschockern beim Händeschütteln lieber stromsparende Scherzartikel wie Spritzblumen, Furzkissen oder einen Eimer Wasser auf der Türoberkante, um Ihre Beliebtheit zu steigern.
5. Saugen Sie mit einem Schlauch heimlich den Tank des Elektroautos Ihres Nachbarn leer.
6. Füllen Sie Ihr Gefrierfach vor den Preissteigerungen mit Billigstrom und tauen Sie diesen bei Bedarf auf.
7. Nutzen Sie ausschließlich den Postillon, um Ihre Nachrichtenbedürfnisse zu stillen. Surfzeit ist Stromzeit.

In den Kommentaren ist wie immer genügend Raum für weitere Vorschläge.
ssi; Foto (Yummifruitbat): Maststrom gilt als besonders saftig.

Mehr zum Thema Umwelt im Postillon-Archiv:
WWF: Purzelbaum vom Aussterben bedroht
Nach Glühbirnenverbot: Werden Papiertaschentücher bald durch Rotzlöffel ersetzt?
Das Aus für die Glühbirne und die Folgen
Wasser sparen: So geht's richtig
Umweltschutz am Arbeitsplatz
Klimaziele des G-8-Gipfels werden sicher umgesetzt

Alle Ratgeber und Tipps im Postillon-Archiv auf einen Blick:
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Obstmaler verdankt Inspiration seiner neuen Pampelmuse

ssi; Foto links: Von der Pampelmuse geküsst: Obstmaler; Foto rechts: Blutjung und inspirierend: seine neue Pampelmuse.

Obst im Postillon-Archiv:
Saftlose Zitronenhälfte sieht sich als Presseopfer
Marktbefruchtung
Multivitamindesaster

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Dienstag, 17. November 2009

Zu viel Essen für Welternährungsgipfel vorbereitet

Rom (dpo) - Am Montag hat in Rom der Welternährungsgipfel begonnen, auf dem Maßnahmen gegen den weltweit zunehmenden Hunger beschlossen werden sollten. Allerdings blieben bis auf Gastgeber Silvio Berlusconi alle Regierungschefs der reichen Industrienationen der Veranstaltung fern.
Dino Petrone, der Chef des Cateringunternehmens, das den Gipfel beliefert, ist enttäuscht: "Wir haben eigentlich mit deutlich mehr Besuchern gerechnet und deswegen viel zu viele Speisen für die zahlreichen Buffets vorbereitet", so der korpulente ehemalige Sternekoch. "Merkel, Sarkozy, Obama und vor allem Lech Kaczyński - das sind alle ausgezeichnete Esser, die uns jetzt fehlen."
Hätten sich nicht einige afrikanische und und asiatische Staatschefs ein wenig für zu Hause einpacken lassen, so hätte man alles wegwerfen müssen, fügte Petrone kopfschüttelnd an. Das wäre schade, immerhin hungern in Afrika Kinder.
ssi; Foto (Gveret Tered): Nahezu unangetastet: üppiges Buffet beim Welternährungsgipfel.

Essen im Postillon-Archiv:
McDonald's bekämpft den Welthunger
Was kommt nach der Lebensmittelampel?
Pfui Spinne! Currywurst wird 60 Jahre alt
Neuer Lebensmittelskandal
Fleischfrei frühstücken
Kannibale verurteilt
Besser bewusst schmausen

Montag, 16. November 2009

WWF: Purzelbaum vom Aussterben bedroht

Gland, Schweiz (dpo) - Einem neuen Gutachten der Naturschutzorgansation WWF zufolge ist der gemeine Purzelbaum vom Aussterben bedroht.
Einer der letzten seiner Art: Purzelbaum
Demnach wurden die deutschen Purzelbaumbestände in den letzten Jahrzehnten insbesondere durch den Vormarsch von Videospielen und Fernsehen, der natürlichen Feinde des Purzelbaums, immer weiter dezimiert.
"Früher gab es - vor allem in kinderreichen Regionen Deutschlands - ganze Purzelwälder", klagte WWF-Sprecher Walter Schnurps (39) gegenüber dem Postillon. "Heute trifft man jedoch nur noch ganz vereinzelt auf Purzelbäume." Diese seien allerdings peinlich schlecht ausgeführt und bisweilen sogar schmerzhaft, so der Diplom-Biologe.
ssi

Mehr zum Thema Umwelt im Postillon-Archiv:
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Newsticker (31)

++++ Sachbeschädigung: Akrobat schlägt Rad ++++
++++ Besorgniserregend: Mann bekommt Magengeschwür aus Angst vor Magengeschwüren ++++
++++ Zum Glück keine Verletzten: Computer in Wohngebiet abgestürzt ++++
++++ Ideales Satzzeichen um Newstickerzeilen in zwei Teile zu gliedern: Doppelpunkt ++++
ssi

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Sonntag, 15. November 2009

Das Wort zum Sonntag (51)

Kommentar:
Was macht ein Kolumnist eigentlich? Ein Kolumnist sitzt vor seinem Rechner und saugt sich Meinungen, Kommentare und Behauptungen aus den Fingern, bis sie so wund gesogen sind, dass er mit der Nase tippen muss. Ein Kolumnist hat zwar keine Ahnung, ob er im Recht ist, dafür aber die Arroganz zu glauben, er müsse seine Sicht der Dinge unbescholtenen Lesern aufdrängen. Und wenn ihm gerade einmal überhaupt nichts einfällt, dann schreibt er in Form eines Kommentars über den Unsinn des Kommentierens und äußert am Ende seines Textes ohne jedweden Zusammenhang, wie sehr es ihn freut, dass es auf den Philippinen tatsächlich eine islamistische Rebellenbewegung namens MILF gibt, die Moro Islamic Liberation Front. Wenn die wüssten...
ssi; Mit Dank an Niclas V. für den sachdienlichen Hinweis.

Samstag, 14. November 2009

Maja-Kalender sagt Ende der Kindheit für 2012 voraus

ssi; Foto: Fliegt zuerst aus dem Kinderzimmer: Maja-Kalender.

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Links! Zwo! Drei! Vier! (11)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Lukas von Coffee And TV hat die bunte Vielfalt der deutschen Presselandschaft am Freitag, dem 13. genauer unter die Lupe genommen. Das faszinierende Ergebnis kann man sich hier ansehen: 99 Kriegsminister

2. Nichts für leicht erregbare Gemüter: Wie man auch sonst noch mit dem Tod von Robert Enke umgehen kann, zeigen die Profis für schwarzen Humor auf der Titanic: Startcartoon 1, Startcartoon 2, Startcartoon 3, Leserbrief zum Thema und eine Richtigstellung.

3. 40 angeblich ernsthaft lustige Printwerbeanzeigen verstecken sich hinter diesen fremdländisch anmutenden Worten: 40 Seriously Funny Print Ads.

4.Wer sich schon immer gefragt hat, ob auch Hunde träumen, der dürfte dieses kurze Video für aufschlussreich halten. Hunde träumen - sogar Alp.

ssi

Freitag, 13. November 2009

Neue Studie: Alte Römer sagenhaft reich und handwerklich ungeschickt

Rom, Pompei (dpo) - Ein Forscherteam der Sapienza Universität von Rom hat neue Erkenntnisse über die Lebensumstände der alten Römer gewonnen. Über vier Jahre lang analysierten die Archäologen Funde aus den Ruinen der 79 n.Chr. von einem Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji, um so einen tieferen Einblick in das Leben vor fast 2000 Jahren zu gewinnen.
"Was wir dabei herausgefunden haben, ist erstaunlich", erklärte Professore Gianluigi Giacomo (56) gegenüber dem Postillon. "Die Römer waren deutlich reicher als wir heute." Dies lasse sich aus den Funden klar schließen. "Selbst einfachste Leute wie Tagelöhner oder Handwerker konnten sich antike Möbel, Werkzeuge und Münzen leisten, die heute bei Auktionen Spitzenpreise in Millionenhöhe erzielen", so der Ausgrabungsleiter.
Allerdings kann man Werkzeuge von damals (siehe Foto) keinesfalls mit modernen Gerätschaften vergleichen: "Das Werkzeug der Antike ist Schrott", so das vernichtende Urteil Giacomos. "Das Zeug ist völlig verrostet, splittert leicht und zerfällt bei intensiver Anwendung oft sogar einfach zu Staub." Damit dürfte auch das Rätsel gelöst sein, warum die alten Römer trotz ihres sagenhaften Reichtums fast ausschließlich Ruinen erbaut haben.
ssi; Foto rechts (Freilichtmuseum Hechingen-Stein): Unglaublich teuer und schrottig: römisches Werkzeug; Foto links (Kodiak): Offensichtlich mithilfe von römischem Schrottwerkzeug erbaut: römische Ruine.

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Donnerstag, 12. November 2009

Südkoreanisches Kaninchen in Nordkorea wegen illegaler Grenzüberhoppelung verhaftet

ssi; Foto (Larry D. Moore): Muss wegen Spionage lebenslang in einem nordkoreanischen Arbeitslager schuften: südkoreanisches Kaninchen (Archivfoto).

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Warum hatte Robert Enke Angst davor, an die Öffentlichkeit zu gehen?

Hannover (dpo) - Dass sich Nationaltorhüter Robert Enke am Dienstag, dem 10.11.2009 das Leben nahm, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Ein Grund dafür, dass der im Alter von 32 Jahren Verstorbene seine Depressionen so lange nicht öffentlich machte, war laut Teresa Enke: "Er wollte aus Angst nicht, dass es rauskommt. Er hatte Angst, Leila (Enkes Adoptivtochter, d.Red.) zu verlieren."
Doch warum hatte Robert Enke Angst vor der Öffentlichkeit? Gibt es tatsächlich einen berechtigten Grund anzunehmen, dass die Allgemeinheit nicht angemessen mit dem privaten Unglück eines Prominenten umgehen kann?

Um von der Startseite zur Antwort zu kommen, bitte hier entlang (klicken)!

Mittwoch, 11. November 2009

Newsticker (30)

++++ Historisches Ereignis: Ganze Schulklasse schreibt Geschichte ++++
++++ Skandal: Britney Spears' Äußerungen zu Playback-Vorwürfen kamen vom Band ++++
++++ Sicher ist sicher: Schweinegrippe lässt sich gegen Menschen impfen ++++
++++ Von langer Hand geplant: Theaterstück war offensichtlich inszeniert ++++
ssi; (mit Dank an Robert H. für Zeile 1)

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Ratgeber: Wie weiß ich, ob mein Kind trinkt?

Berlin (dpo) - Bereits am Sonntag erschütterte die Nachricht, dass ein 7-jähriger Junge mit zwei Promille Alkohol im Blut ins Krankenhaus eingeliefert wurde, das Land. Jetzt fragen sich viele besorgte Eltern, ob auch ihr Kind an der Flasche hängt. Der Postillon hat deshalb recherchiert und präsentiert seinen Lesern exklusiv die sieben äuffälligsten Anzeichen dafür, dass Ihr Kind trinkt.

1. Ihr Nachwuchs fährt ständig sein Bobby-Car in den Graben.
2. Ihr Kind grölt Hänschen Klein.
3. Ihr Sprößling wünscht sich einen Hund - um den lästigen Kater loszuwerden.
4. Die Kaugummis Ihrer Nachkommenschaft haben Bier- oder Jägermeistergeschmack.
5. Die kleinen Racker machen Telefonstreiche nur noch bei den anonymen Alkoholikern.
6. In einigen der leeren Bierflaschen bei Ihnen zu Hause stecken noch die bunten Strohhalme.
7. Ihr Kind hält Sie für attraktiv.

Sollten Sie weitere Anzeichen dafür kennen, dass sich die Brut regelmäßig volllaufen lässt, dann posten Sie diese gerne in den Kommentaren.
ssi; Foto: Kriegen den Hals nicht voll: kleine Alkoholiker.

Mehr zum Thema Alkohol im Postillon-Archiv:
Bätzing fordert Anti-Sauf-Unterricht
Werbung lohnt sich doch
Richtig trinken in der Krise
Der Tag des deutschen Bieres
Komasaufen nicht so schlimm
Renaissance des Schnüffelns
Großer Bierskandal

Dienstag, 10. November 2009

Rauschendes Fest zum zehnjährigen Jubiläum des zehnten Jahrestags des Falls der Mauer

Berlin (dpo) - Am ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße und vor dem Brandenburger Tor fand am Montag die Gedenkfeier zur Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Falls der Mauer statt. Zu diesem Anlass versammelten sich mehrere tausend Menschen, um die gemeinsamen Erinnerungen an den 9. Novembers 1999 aufzufrischen, den Tag als mehrere tausend Menschen den 10. Jahrestag des Falls der Mauer feierten.
Auch zahlreiche Prominente, die 1999 an den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum teilnahmen, waren vor Ort. So lobten Angela Merkel und Michail Gorbatschow den 9. November 1999 als den wichtigsten Tag in der deutschen Geschichte überhaupt - noch vor den Feierlichkeiten zu 50 Jahren Kriegsende (1995) und dem 20-jährigen Jubiläum der Bundesrepublik (1969). Immerhin, so betonte Gorbatschow gegenüber dem Postillon, habe man an diesem besonderen Tag im Jahre 1999 in ganz Deutschland und besonders in Berlin den zehnten Jahrestag des Falls der Mauer gefeiert.
Auch Merkel erinnerte sich gerne an 1999 zurück: "Mich hat es damals zutiefst beeindruckt, dass Deutsche aus Ost und West gemeinsam den zehnten Jahrestag des Falls der Mauer gefeiert haben. Man sollte allerdings auch die Schattenseiten nicht ausklammern und der Menschen gedenken, die 1999 der vielen Maueropfer gedachten", so die Kanzlerin.
Experten schätzen, dass die gestrigen Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum des 10. Jahrestags des Falls der Mauer nur noch von den für den 9. November 2019 zu erwartenden Feierlichkeiten übertroffen werden könnten - wenn ganz Deutschland, Ost und West gemeinsam, das zehnjährige Jubiläum des zehnjährigen Jubiläums des zehnten Jahrestags des Falls der Mauer feiern wird.
ssi; Foto links (Lear21): Inspirierte zehn Jahre später Tausende zu einer Feier, deren zehnjähriges Jubiläum am Montag gefeiert wurde: der Fall der Mauer; Foto rechts (Bundesarchiv): Haut den antifaschistischen Schutzwall weg und ermöglicht damit das Erstarken von NPD und DVU in den östlichen Bundesländern: attraktiver Mann.

Ostdeutschland im Postillon-Archiv:
Das Wort zum Sonntag (50)
Endlich: Blühende Landschaften im Osten
Bald annähernd gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West?

Montag, 9. November 2009

Deichmann: Hausschuhpreise steigen

Essen (dpo) - Schlechte Nachrichten für Stubenhocker: Der Schuh-Discounter Deichmann hat angekündigt, dass die Preise für Hausschuhe in den kommenden Monaten um bis zu 30% steigen werden. Grund dafür sei die miserable Pantoffelernte in diesem Jahr, so ein Unternehmenssprecher.
ssi; Foto (PiccoloNamek): Waren in diesem Jahr oft zu klein oder hatten faule Stellen: Pantoffeln.

Alles rund um den Fuß im Postillon-Archiv:
Medizinischer Meilenstein: Erste Hühneraugentransplantation gelungen
Passt wie angegossen: Frau mit unglaublich spitzem Füßen findet passende Schuhe
Plateauskandal: Nordkoreanische Langstreckenrakete entpuppt sich als Kurzstreckenrakete

Für Schuhfetischisten:
myshoes

Großer Regentanz wegen schlechten Wetters abgesagt

ssi; Foto (Arnold C): Fiel leider ins Wasser: Regentanz der Cherokee-Indianer.

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Sonntag, 8. November 2009

Das Wort zum Sonntag (50)

Kommentar:
Wir alle erinnern uns daran, als am 9. November 1989 Günter Schabowski antrat, seinen Zettel zückte und zur Überraschung der versammelten Presse den von Esteban Cambiasso getretenen Elfmeter parierte. Klinsi und seine Jungs von der SED zogen ins Wiedervereinigungsfinale ein. Auch deshalb dürfen wir morgen den 7305. Tag nach dem Fall der Mauer feiern. Jetzt ist es an der Zeit, auch die Mauer in unseren Köpfen einzureißen oder wenigstens mit Graffiti zu bemalen bzw. Tunnel darunter durch zu graben. Und nicht vergessen: Lassen Sie sich umgehend gegen die Schweinegrippe impfen, aber auf keinen Fall gegen die Schweinegrippe impfen!
ssi

Samstag, 7. November 2009

Bald annähernd gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West?

Berlin (dpo) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erwartet laut Bild am Sonntag bis zum Jahr 2019 annähernd gleiche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland.
Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und deutlich mehr Straftaten aus dem rechtsextremistischen Spektrum: All das könnte Westdeutschland mit Hilfe der Schwarz-Gelben Koalition in den nächsten Jahren auch erreichen, so der für den Aufbau Ost zuständige Minister weiter.
ssi; Foto (Tobias Krecht): Ist für den "Abbau West" zuständig: Thomas de Maizière.

Links! Zwo! Drei! Vier! (10)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Aktivistin Noah Sow drehte den Spieß um und verkleidete sich an Halloween als Günter Wallraff: "Whiteface zu Halloween: Dieses Jahr als Günter Wallraff"
Sehr gut passt dazu auch der äußerst lesenswerte taz-wahrheit-Artikel "Günter als Wallraff".

2. Hier eine Handvoll Satire-Blogs und -Seiten, die im Laufe der letzten 12 Monate aufgegeben wurden. Ihre Internetleichen befinden sich hier: satire blog (letzter Eintrag 19. Dezember 2008, eingeschlafenes Mehrautorenprojekt), UNTERNEUNTUPFING Aktuell : das Satire Blog für den guten Zweck (letzter Eintrag 16. Februar 2009), Satire News (letzter Eintrag (nur noch im Cache zu finden: März 2009, Aufgabe nachvollziehbar), Narragonien (letzter Eintrag 31. Mai 2009 - Aufgabe plötzlich und unverständlich), Reden ist Silber (letzter Eintrag: 8. September 2009 - kurzer Auftritt, eigentlich vielversprechend). Mögen sie in Frieden ruhen. Das Postillon-Satire-Monopol rückt immer näher.

3. Toll, toll, toll! Sehen Sie den mehrfach prämierten Trailer zum Kinofilm "Der furchtbar langsame Mörder mit der äußerst ineffizienten Waffe" von Richard Gale (Englisch):


4. Zum Schluss noch ein ganz besonders feiner Link:

ssi

Freitag, 6. November 2009

Kleiner Opel darf nicht zu seiner Magna

Detroit, Rüsselsheim (dpo) - Spektakuläre Wendung im bereits über ein Jahr währenden Sorgerechtsstreit um den kleinen Opel (147): Bisher waren alle Beobachter davon ausgegangen, dass der kränkliche Knabe - so wie von ihm gewünscht - bald zu seiner Magna dürfte.
Doch am vergangenen Dienstag hat der US-amerikanische Vater des Kleinen, ein gewisser General Motors, überraschend verkündet, er strebe nun doch den Erhalt des alleinigen Sorgerechts an. Seine Entscheidung begründete er nicht mit neu entdeckter Liebe zu seinem Sohn, sondern mit dem üppigen Kindergeld, das der hochverschuldete General gut gebrauchen könnte.
Am Ende blieben nur die verzweifelten Schreie des kleinen Opels: "Ich will zu meiner Magna!" Seine Tränen dürften nichts mehr nützen.
ssi; Foto: Hat keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Erwachsenen: der kleine Opel.

Alle Opel-News im Postillon-Archiv:
Deutschland jubelt: Opel ist gerettet
Opel zerschlagen
Fiat und Magna fusionieren

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Donnerstag, 5. November 2009

Newsticker (29)

++++ Kein Sponsor in Sicht: Judo-Meister muss schwarzen Gürtel enger schnallen ++++
++++ Nur noch bis 2012 gültig: Maya-Kalender-Schlussverkauf läuft an ++++
++++ Rundungsfehler: Brust-OP schief gegangen ++++
++++ Neue Studie: neun von zehn Studien völlig überflüssig ++++
ssi

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Mittwoch, 4. November 2009

Strickbetrüger gefasst

Faden-Faden (dpo) - Der Wollizei ging heute in der Nähen von Faden-Faden eine Bande von Strickbetrügern ins Netz. Anweblich begingen sie ihre häkelhaften Knäueltaten immer mit der gleichen Masche.
ssi; Foto (Blahedo): Garn nicht nett: die Masche der Strickbetrüger.

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Hühnerauge erfolgreich vom linken in den rechten Fuß verpflanzt

Jena (dpo) - Millionen Menschen dürfen aufatmen: Im Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde zum ersten Mal eine Hühneraugentransplantation erfolgreich durchgeführt.
Endlich schmerzfrei am linken Fuß
Der Patient Holger W. (38), dessen schmerzendes Hühnerauge von der linken in die rechte Fußsohle verpflanzt wurde, befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung und konnte heute von der Intensivstation in die Podologie verlegt werden.
"Über fünf Jahre konnte ich nicht richtig mit dem linken Fuß auftreten", erklärte der LKW-Fahrer gegenüber dem Postillon. Er sei froh, dass diese Zeiten ein Ende hätten, sobald die OP-Narbe verheilt ist.
Aus medizinischer Sicht ist alles nach Plan verlaufen: "So wie es aussieht, hat der Körper das verpflanzte Gewebe angenommen", freute sich Dr. Knut Walderius, der die 13-stündige Marathon-OP leitete und erklärte, dass es vergleichsweise einfach sei, ein Hühnerauge zu entfernen; die Schwierigigkeit bestünde allerdings darin, es wieder einzupflanzen.
"Das transplantierte Hühnerauge wird rechts genauso schmerzen wie vor der Operation links. Die moderne Medizin und intensive Krankengymnastik machen es möglich", verkündete Walderius stolz.
ssi; Foto rechts: Marionette1, CC BY-SA 3.0

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Dienstag, 3. November 2009

Komplettes Referat über Wikipedia aus Wikipedia abgeschrieben

ssi; Foto (Grundschule Brodswinden): Hat den Sinn der Wikipedia verstanden: Timmy (9).

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Blutproben bei Daimler nur Spitze des Eisbergs?

(dpo) - Vergangene Woche wurde ein weiterer erschütternder Datenschutzskandal publik: Der Automobilkonzern Daimler verlangte laut NDR Info von Bewerbern Blutproben - und das obwohl sie noch keine Zusage für eine Arbeitsstelle erhalten hatten. Offensichtlich war dies jedoch erst die Spitze des Eisbergs.
Wie Postillon-Recherchen jetzt ergaben, erklärten mehrere BürgerInnen, dass ihnen jedesmal Blut entnommen werde, wenn sie zur Blutspende gingen. "Als würde man uns auf gefährliche Krankheiten testen müssen oder überprüfen, ob unser Blut als Spende geeignet sei", schimpft eine Insiderin, die ihren Namen nicht in einer Zeitung lesen möchte. Zudem werde teilweise derart gierig gesaugt, dass man meinen könnte, es komme auf die Menge an.
Auch in anderen Bereichen wichst wächst das Misstrauen offensichtlich: So klagen immer mehr Samenspender darüber, dass sie bei jeder Spende eine Spermaprobe abgeben müssten. Der Student Markus K. (23) beispielsweise fragt sich als Betroffener wohl zu Recht: "Was haben die nur mit dem Zeug vor? Nicht auszudenken, was man damit alles anstellen könnte!"
Den neuen Trend zu weniger Datenschutz bekam schließlich auch Max R. (34) zu spüren. Er erklärt: "Ich wollte nur testen lassen, ob ich tatsächlich der Vater des kleinen Timmys (9) bin und die wollten gleich eine Speichelprobe." - und das, darauf pocht R., noch bevor ihm das Ergebnis mitgeteilt wurde. "Die haben wahrscheinlich Angst, dass ich keine Speichelprobe mehr abgebe, wenn ich erfahre, dass ich nicht der Vater bin. Deswegen wollen die die vorher."
Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier konsequent einschreitet und den Datenschutz wieder stärkt.
ssi; Foto (JHeuser): Immer gern genommen: Blutprobe.

Aus dem Postillon-Archiv passend zum Thema:
Weltweite Absatzschwäche bei Daimler: Die Bilder
Spitzenspitzelei

Montag, 2. November 2009

Newsticker (28)

++++ Von Kindern verklagt: Holzfäller wegen Baumhausfriedensbruchs vor Gericht ++++
++++ Resultat vom Erbsenzählen: 12.494 (eigentlich 12.493, weil sich eine Linse darunter befand) ++++
++++ Bandenwerbung: Hell's Angels werben neue Mitglieder in Fußballstadien ++++
++++ Nach 20 Jahren: Mauerfall noch immer ungelöst ++++
ssi

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Oh Schreck! Seiltänzer verliert die Ballons

ssi; Foto (Rhett Sutphin): Leider weg: die Ballons.

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Sonntag, 1. November 2009

Polizei nimmt zwei Millionen vermummte Schutzgeld-Erpresser fest

Berlin, Hamburg, München (dpo) - Bundesweiter Großeinsatz! Im Verbund mit den Polizeien der Länder gelang es dem Bundeskriminalamt, zwei Millionen minderjährige Schutzgelderpresser festzunehmen, die in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November auf den Straßen ihr Unwesen trieben.
Hinter Gittern: Vier Erpresser (mit Hund)
Die vermummten Täter gehören vermutlich einer internationalen Erpresserbande an, die unter anderem in den USA und in England ihr Unwesen treibt. Laut BKA klingelten die skrupellosen Ganoven bei ahnungslosen Mitbürgern und forderten mit unverhohlenen Drohungen Schutzgeld in Form von Naturalien.
"Sie sagten, sie wollten Süßes, sonst gäbe es Saures", erklärt BKA-Sprecher Willibald Leupe bei einer Pressekonferenz und schüttelt traurig den Kopf.
Der Polizei sei es jedoch entgegen gekommen, dass die kriminelle Vereinigung bereits in den Vorjahren am gleichen Datum zuschlug. Dieses Mal sei man daher gewappnet gewesen und habe die nötigen Kräfte mobilisieren können, so Leupe.
Schockierend ist, dass es sich bei nahezu allen festgenommenen Bandenmitgliedern um Kinder handelte. Experten gehen jedoch davon aus, dass die meisten von ihnen volljährig sein werden, wenn sie ihre Strafe abgesessen haben.
 ssi 

Weitere Panorama-Nachrichten aus dem Postillon-Archiv:
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