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Montag, 26. Juli 2010

Römische Schwulengemeinde entsetzt über homosexuelle Priester

Rom (dpo) - Nachdem die italienische Zeitung Panorama mit einem Bericht über das geheime Doppelleben römischer Homosexueller als Priester für einen Eklat gesorgt hat, zeigt sich nun die Schwulengemeinde der ewigen Stadt entsetzt.
"Ziel dieser Berichte ist es, anständige Schwule als katholische Priester zu diffamieren", beklagte sich Dino Francesconi, Vorsitzender der Schwulen- und Lesbenvereinigung Roms, gegenüber dem Postillon: "Dabei handelt es sich bei der großen Mehrheit der Homosexuellen um völlig gesunde Menschen. Dass einige von ihnen tatsächlich katholische Priester sind, empfinden wir als krank und pervers und von der Natur so nicht vorgesehen."

Schon seit Jahren schwelt in der Homoszene ein Streit darüber, wie man mit dem Problem umgehen soll: Während liberalere Strömungen innerhalb der Schwulengemeinde der Meinung sind, dass Homosexuelle durchaus Funktionen innerhalb der katholischen Kirche wahrnehmen könnten, fordern konservative Schwule, Priester sofort zu verstoßen.
Experten gehen davon aus, dass deutlich mehr Schwule heimlich katholische Geistliche sind als bisher angenommen. Aufgrund des immensen Drucks und der Angst vor gesellschaftlichen Repressionen wollten sich jedoch viele nicht als Priester outen.
ssi; Foto rechts: Wird immer noch häufig als Krankheit angesehen: Priestertum; Foto links (rt69): Die Angst, dass der Partner in Wirklichkeit Priester ist, schwingt immer mit: schwules Pärchen.