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Montag, 11. Oktober 2010

Wegen Anbieterwechsel: Polizei-Notruf fällt für zwei Wochen aus

Berlin (dpo) - Die Polizei, unser Freund und Helfer, ist deutschlandweit aufgrund von Komplikationen nach einem Telefonanbieterwechsel in den kommenden zwei Wochen nur eingeschränkt erreichbar. Das kündigte ein Sprecher heute in Berlin auf einer Pressekonferenz an. Auch bei der Rufnummerportierung kam es zu Schwierigkeiten, weswegen die gute alte 110 Geschichte sein dürfte.

"Um Steuergelder zu sparen, haben wir uns entschieden, von der Telekom zum günstigeren Anbieter 1&1 zu wechseln", so Hauptkommissar Markus Müller. "Allerdings kommt erst am Dienstag in zwei Wochen zwischen 7 und 16 Uhr ein Techniker vorbei, um die nötigen Neueinstellungen vorzunehmen." Bis zu diesem Zeitpunkt sei die Polizei leider nicht erreichbar, weil die alte Leitung bereits gekappt wurde.
Bleibt eine Weile in der Garage: Polizeiwagen
"Bürger in Not können uns in der Zwischenzeit eine E-Mail schicken, einen befreundeten Polizisten auf dem Handy anrufen oder selbst in einer unserer zahlreichen Filialen vorbeischauen", beruhigte Müller und fügte hinzu: "Auch nachts."
Die zweiwöchige Telefonpause habe aber auch Vorteile. So könne die Polizei endlich alte Fälle ungestört aufarbeiten, die über Jahre liegen geblieben sind.
Zuletzt musste Müller allerdings noch einräumen, dass es auch Schwierigkeiten bei der Rufnummerportierung gab: "Anfangs hieß es, wir könnten unsere alte Nummer behalten, doch dann kam es zu Komplikationen."
Da sich die altbekannte 110 inzwischen ein Erotik-Versand aus Bottrop unter den Nagel gerissen hat, lautet die neue Nummer der Polizei, sobald sie freigeschaltet ist: 843 695 207 497 993 214
ssi; Foto oben: © Sven Bähren - Fotolia.com



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