Berlin (dpo) - Die Regierungskoalition aus Union und FDP hat sich in der Diskussion um baldige Steuersenkungen nun auf einen Kompromiss geeinigt, mit dem beide Seiten zufrieden sind: Die von der FDP geforderte Entlastung der Bürger kann es demnach nur geben, wenn sie – hier setzte sich die Union durch – durch eine Steuererhöhung in gleicher Höhe gegenfinanziert wird.
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| Bald etwas voller und leerer: Geldbeutel |
"Das ist wahre liberale Politik. Ein Alleinstehender etwa, der im Monat 2000 Euro brutto verdient, wird schon bald um 300 Euro jährlich entlastet", verkündete Philipp Rösler (FDP) heute zufrieden bei einer Pressekonferenz, woraufhin die thüringische Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht (CDU) ergänzte: "Um diese Wohltat seriös gegenzufinanzieren, muss er selbstverständlich auch 300 Euro im Jahr mehr bezahlen. Aber nach der großzügigen Entlastung um denselben Betrag sollte das für jeden machbar sein."
Die Oppositionsparteien stellten sich geschlossen gegen die Pläne der Regierung und bezeichneten die durch eine Steuererhöhung finanzierte Steuersenkung als "Augenwischerei". SPD, Linke und Grüne kritisieren vor allem, dass die großen Einkommen
bis zu hundertfach stärker entlastet und belastet werden als die mittleren und kleinen Einkommen.
ssi; Foto:
Nino Barbieri,
CC BY-SA 2.5
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Postillon-Archiv:
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These, Antithese, Synthese. Endlich ist die Dialektik auch bei den Politikern angekommen!
AntwortenLöschenEndlich mal Politik mit einem klaren Finanzierungskonzept. Weiter so Deutschland!
AntwortenLöschenSchaffen die nicht mal eine deutliche Umbelastung auf kleine Gehälter? Unfähig, allesamt...
AntwortenLöschendemselben wie.
AntwortenLöschenSoviel Zeit muss sein.
Hach, fast wie in alten Zeiten.
...mit "als wie" dürfte es wieder stimmig sein.
AntwortenLöschenDer Link auf die auf die nachdenkseite.de ist leider unnütz, weil dort eine vollkommen falsche rechnung aufgemacht wird. Da wird die monatsersparnis der geringverdiener zur jahresersparnis der mehrverdiener ins verhältnis gesetzt, was dann zu 12 Eur im vergleich zu 1200 eur führt, und einer vollkommen falschen Aussage, dass mehrverdiener 100 mal stärker entlastet würden. leider kann ich das dort in keine kommentarbox schreiben, also hier der hinweis:
AntwortenLöschenWenn man Statistiken auswertet: Hirn einschalten. Zahlen überprüfen. Rechnungen nachvollziehen.
Schöner wäre doch zuerst eine Steuererhöhung um magere 10%, aber danach eine Steuerentlastung um satte 11%.
AntwortenLöschenDas sieht man doch sofort was man davon hat. (10% - 11% - 1 %
Das nennt man dann eine Win-Win Situation. Die FDP darf ihre "Steuererleichterungen" durchsetzen, und die CDU behält ihren Koalitionspartner, weil Michel Dumpfbacke dankbar für Steuererleichterungen ist, welche er mit Zins und Zinseszins zurück bezahlen muss. Geht doch!
AntwortenLöschen@Muriel:
AntwortenLöschenBesten Dank, ist korrigiert. Fast als in alten Zeiten.
@joram:
AntwortenLöschenDie Rechnung stimmt. In der zweiten Tabelle werden korrekterweise 12 Euro jährlich 1152 Euro jährlich gegenübergestellt.
Ja aber hat sich denn auch mal jemand Gedanken darüber gemacht, wie die Heerscharen von beamten, die diese Steuern erlassen und wieder eintreiben bezahlt werden? Nicht? Dacht ich´s mir doch. Also für 300 € Steuerentlastung müssen schon 350 € Steuern gegenerhoben werden, sonst wirds nix mit der Spaßpartei.
AntwortenLöschenDenkt den hier niemand an die Medien!
AntwortenLöschenImmer nur alles kritisieren.
mea culpa.
AntwortenLöschenich nehme alles zurück und behaupte das gegenteil.
tabelle falsch abgelesen.
"Wenn man Statistiken auswertet: Hirn einschalten. Zahlen überprüfen. Rechnungen nachvollziehen."
AntwortenLöschenSpitzen Artikel und wie immer großartige Kommentare! :D
"Fast als in alten Zeiten." :-D
AntwortenLöschenDer Red. bekommt sogar noch in den Kommentaren seine Witzchen untergebracht. Spitze!
Habe gehört, manche Leser des Postillon haben das Bild-Abo gekündigt und lesen nur noch den Postillon um auf dem laufenden zu bleiben.
AntwortenLöschenim Artikel wurde vergessen zu erwähnen, dass gleichzeitig der Solidaritätszuschlag und die Mehrwertsteuer erhöht werden - schließlich muss ja der Verwaltungsaufwand finaziert werden.
AntwortenLöschenDas ist doch wunderbar -
AntwortenLöschenunsere Regierung entlastet den Bürger in einem Zug gleich doppelt:
einerseits von einem Teil der Steuerlast,
andererseits aber auch gleichzeitig von der Mühe,
sich um das zusätzliche Geld auch noch kümmern zu müssen.
Wieder mal genial ausgetüftelt!
wassssss?? demselben wie ... ich glaub es ja nicht..
AntwortenLöschenSPD, Linke und Grüne kritisieren vor allem, dass die großen Einkommen bis zu hundertfach stärker entlastet und dann wieder mit dem selben Betrag belastet werden wie die mittleren und kleinen Einkommen.
das vergleichswort bezieht sich definitiv auf das "stärker etlastet".. also muss es als heißen..
außerdem fehlt dann dort auch noch ein kommer vor als...
AntwortenLöschenmit dem wie würde es jetzt nämlich heißen, dass die höhren stärker belastet werden als die nidrigeren, aber dann mit dem selben betragt belastet weden würden wie die niedrigen.. sprich in diesem bsp. 300€..
lg anonym 21:00
@Anonym 21:00 Uhr:
AntwortenLöschenDas stimmt. So oder so ist es missverständlich. Die Stelle wurde noch einmal (jetzt hoffentlich narrensicher) umgeschrieben.
gut, dass der durchschnittliche Postillon-Leser zwischen 18 und 25 Jahren und Student in Berlin, Frankfurt oder München ist und in seinem Leben noch nie Steuern gezahlt hat.
AntwortenLöschenDa er in den meisten Fällen Philosophie, Politik, Ethnologie oder Namentanzen studiert, wird er sich mit diesem Problem auch nie auseinander setzen müssen und ihm bleibt einiges erspart.
@Anonym 00:29
AntwortenLöschenHat der "durchschnittliche Postillon-Leser" nach ihrer Meinung noch nie Geld ausgegeben?
Jeder, der was kauft, zahlt bekanntlich Verbrauchssteuern, darunter vornehmlich die Mehwertsteuer.
Aber der "durchschnittliche Postillon-Leser" ist sowieso nicht von dieser Welt - den hat m.W. noch nie einer getroffen.
Insofern haben Sie recht.
Super Idee, der noch so beliebten Regierung. Aber der Herr Rösler hat vergessen zu erwähnen, dass die Entlastungen erst ca. einen Monat vor der Wahl machbar sind. Das hat dann aber nichts mit den eigentlichen Wahlen zu tun. Und man habe ja auch noch andere Inhalte, mit denen man die Wähler anspricht.
AntwortenLöschenZur Entlastung des kleinen Mannes sollten alle Geringverdiener zahlreiche Prozentpunkte bekommen.
AntwortenLöschenZumindest eine Anleitung, wie man sich diese Punkte aus alten Zeitungen selbst herauslocht, wäre doch angemessen.
selbstverständlich hat der durchschnittliche Postillon-Leser schon Geld ausgegeben und dabei fleißig Verbrauchssteuern bezahlt.
AntwortenLöschenNur leider geht es in diesem Artikel nicht um Verbrauchssteuern, lieber Anonym (7.25)
Und sie haben natürlich auch Recht, wenn Sie sagen, den Durchschnittsleser gibt es nicht - dann korrigiere ich auf den Median-Leser in Bezug auf Geschlecht, Alter und Einkommen.
Einen Median berechnen.der gleichzeitig drei Kriterien einschließt?
AntwortenLöschenIch bin gespannt auf die Erläuterung des statistischen Verfahrens, welches das möglich macht ;)
habe ich so nicht gesagt.
AntwortenLöschenIch sagte der Median-Leser bezogen auf diese Kriterien.
Sprich er ist etwa 24 Jahre alt (Median des Alters),
Männlich (da wahrscheinlich um die 83% der Leser männlich sind)
und hat ein Einkommen weit unter der Steuergrenze (weil mehr als die Hälfte der Leser Studierende, Schüler, Arbeitssuchende oder Geringverdienende sind)
Wenn Sie schon so exakte Zahlen anbieten, dann bitte auch die Quelle dieses genauen Wissens anführen.
AntwortenLöschenDanke.
"etwa 24", "wahrscheinlich um die 83%" und "mehr als die Hälfte" sind nun wirklich weder exakte Zahlen, noch genaues Wissen.
AntwortenLöschenQuelle existiert - wenn auch nicht die Daten der Postillon-Leser, so doch etwas sehr gut übertragbares - wird jedoch nicht verraten.
@ Anonym 00:26 ff
AntwortenLöschenGeradezu vorbildliches Beispiel von argumentum ad hominem.
Schade, ich hätte nicht gedacht, dass der Postillion so staub trocken realpolitisch ist...
AntwortenLöschen"[...] durch eine Steuerhöhung in gleicher Höhe [...]"
AntwortenLöschenDas sollte wohl die Steuererhöhung sein.
@Anonym:
AntwortenLöschenDanke, ist korrigiert.
@ Anonym 30 Juni 00:46
AntwortenLöschenTypischer Trollabgang
(aber ziemlich unprofessionell).
Nimmt nicht mal die Haare wieder mit, an denen er seine Zahlen herbeigezogen hat.
mist.
AntwortenLöschen27 jahre, in ausbildung.
darf ich jetzt überhaupt noch postillion lesen, oder verzerrt das den durchschnitt zu sehr?
wenigstens bin ich männlich und habe mal studiert, darf also hoffen...
wobei mir jetzt nicht einleuchtet, wieso das geschlecht beim steuernzahlen eine rolle spielt.
zum thema: eine frechheit sondersgleichen! wieso um alles in der welt müssen spitzenverdiener, die leistungsträger unserer gesellschaft, überhaupt steuern zahlen? diese edlen menschen füttern das ganze faule arbeitnehmerpack mit lohnzahlungen durch oder ermöglichen dies erst indem sie in unternehmen investieren! an dieser stelle sind steuererhöhungen der blanke hohn, ein schlag ins gesicht all jener, die diese gesellschaft am funktionieren halten. ich finde unsere politiker sollten vieeeeel mehr verdienen, damit sie mal am eigenen leib erfahren wie das ist, von staat ausgeraubt zu werden!
die versprochenen steuersenkungen können nicht darüber hinwegtäuschen, wie ungerecht dieses system ist, da bestimmt wieder nur kleine und mittlere einkommen wirklich entlastet werden.
Ich bin begeisterter Wohlstandsfanatiker und seit etwa einem halben Jahr arbeitssuchend, habe also ein kleines "Einkommen". Zudem bin ich chronischst begriffsstutzig. Bin ich nun reich oder wie? Zur Vereinfachung des Vorgangs gibt es im nächsten Post meine Kontodaten, damit sie mir das Geld einfach direkt überweisen können.
AntwortenLöschenIch könnte mir vorstellen, dass die Bundesregierung bald ein Milliardenschweres Rettungspaket schnürt, um sich selbst zu helfen, und dieses noch besteuert.
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