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Freitag, 8. Juli 2011

Volksfest in Pamplona schon wieder von wilden Stieren ruiniert

Pamplona (dpo) - Pech für die spanische Stadt Pamplona! Bereits zum 424. Mal in Folge wurde das beliebte Volksfest Sanfermines von einer Horde wilder Stiere ruiniert. Die Tiere tauchten Augenzeugenberichten zufolge plötzlich auf und jagten eine Gruppe junger, wehrloser Männer quer durch die Altstadt. Es gab zahlreiche Verletzte.

"Das kann doch nicht sein, dass wir jedesmal, wenn wir friedlich feiern wollen, von wilden Stieren angegriffen werden – und das schon seit 1591", schimpfte Carlos Zenderes, ein Passant, der den attackierenden Bestien nur knapp entkommen konnte, gegenüber dem Postillon. "Es wird Zeit, dass unsere Regierung etwas unternimmt. Olé!"
Stiertöter bei der Arbeit
Für Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy sind solche Vorwürfe ein rotes Tuch: "Wir tun bereits, was wir können, um das Problem bei den Hörnern zu packen. Wir bauen Arenen, in denen die Stiere gestellt werden können, und wir bilden spezielle Kämpfer aus, die diese dann töten."
Auch dieses Mal sei es einem Spezialteam aus Razeteurs, Picadores und Matadoren gelungen, die wilden Stiere in eine vollbesetzte Arena zu treiben, wo sie unter großem Jubel getötet werden konnten.
Rajoy: "Wir haben den Stieren nicht nur in Pamplona, sondern überall in Spanien den Kampf angesagt, toro!"
Der Kampf gegen die Stiere gestaltet sich jedoch schwierig. "Sie tarnen sich jahrelang als friedliche Kälber, bis sie plötzlich angreifen", so Prof. Dr. Miguel Corrida, ein anerkannter Taurologe. "Hinzu kommt, dass für jeden getöteten Stier im nächsten Jahr ein neuer bereitsteht. Es ist, als würden sie irgendwo gezüchtet."
ssi; Foto rechts: Michael Helmer, CC BY-SA 3.0; Hinweis: Artikel an 2014 angepasst