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Mittwoch, 10. August 2011

Länderspiel abgesagt: Hooligans leiden unter Gewalt in englischen Städten

London (dpo) - Englische Hooligans leiden nach eigenem Bekunden am meisten unter den gewaltsamen Protesten jugendlicher Randalierer in London und anderen britischen Städten, denn wegen der Ausschreitungen hat der englische Fußballverband FA das für Mittwochabend angesetzte Länderspiel zwischen England und den Niederlanden abgesagt. Davon sind auch die traditionellen gewaltsamen Ausschreitungen am Rande der Begegnung betroffen.

"Wir haben in England eine lange Tradition, was Gewalt im Zusammenhang mit großen Sportveranstaltungen angeht", erklärte Hooligan Danny (27) in breitem Cockney-Akzent. "Wenn jetzt so ein wichtiges Spiel, zu dem sicherlich auch viele holländische Fans angereist wären, einfach abgesagt wird, dann ist das eine Tragödie." Traurig zeigt Danny eine Eisenstange, die er extra für die sogenannte "Dritte Halbzeit" poliert hatte.
So ist's richtig: 3. Halbzeit statt Krawalle
Für die nächtlichen Krawalle und Gewaltexzesse benachteiligter Jugendlicher zeigen die Hooligans wenig Verständnis.
"Gewalt ist doch keine Lösung für politische Probleme", so Darren (31), ein anderer Hooligan. "Sie dient einzig und allein dazu, klar zu stellen, welches Fußballteam das beste ist – völlig unabhängig vom Ergebnis natürlich. Außerdem darf sich Gewalt außer gegen Polizisten nur gegen die Anhänger eines gegnerischen Teams richten."
Die großen englischen Hooligan-Gruppierungen richteten daher heute einen Appell an die britische Regierung, hart durchzugreifen und so schnell wie möglich wieder die öffentliche Ordnung herzustellen. Dann könne man endlich wieder zu den institutionalisierten Gewaltexzessen am Rande des Profisports zurückkehren.
ssi; Foto rechts: annodam, CC BY 2.0



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