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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Umfrage: Mehrheit würde verheerenden Godzilla-Angriff langweiliger Eurokrise vorziehen

München (dpo) - 92 Prozent aller Deutschen würden anstelle der langweiligen und komplizierten Eurokrise lieber unter einem verheerenden Angriff durch das japanische Monster Godzilla leiden, der in etwa die gleichen Kosten verursachen würde. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control.

Heinz Geiwasser, der Leiter des Instituts, hält dieses Resultat für wenig überraschend: "EFSF, Hebel, Stabilitätsunion, Schuldenbremse: Nicht umsonst werfen die meisten Zeitungsleser den trockenen Wirtschaftsteil als erstes weg. Die Eurokrise ist nicht nur viel zu kompliziert, sondern auch unglaublich langweilig. Kein Wunder also, dass sich so viele Menschen nach einer Krise mit einem größeren Unterhaltungswert sehnen, die sie außerdem besser verstehen."
Dann doch lieber Godzilla: Merkel
Der Angriff einer 100 Meter großen Riesenechse, die nukleare Feuerstrahlen speit und eine Schneise der Vernichtung durch Europa zieht, würde zwar ähnlichen wirtschaftlichen Schaden anrichten wie die derzeitige Krise, hätte aber den Vorteil, dass der Bevölkerung das Problem (Godzilla) und seine Lösung (Godzilla töten) begreiflicher wären.
Auch würden nahezu alle Befragten in den Hauptnachrichten lieber sehen, wie Panzer und Kampfhubschrauber Godzilla vor dem Brandenburger Tor vergeblich unter Beschuss nehmen, als Angela Merkel dabei zu beobachten, wie sie versucht, eine Kanzlermehrheit für die nächste Erweiterung des Rettungsschirms zu erreichen.
Die Godzilla-Variante ist zwar das beliebteste, aber nur eines von vielen Schreckensszenarien, aus denen die 1002 Befragten anstelle der Eurokrise wählen konnten. Bei möglicher Mehrfachnennung würden auch 85 Prozent eine Wiederaufnahme des Kalten Krieges begrüßen, 63 Prozent würden einen Besuch der Schwiegermutter vorziehen und immer noch erschreckende 14 Prozent wären "lieber gleich tot, als sich dieses Krisengesülze jetzt schon das x-te Jahr in Folge anzutun".
ssi; Foto rechts: Kai Mörk, CC BY 3.0



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