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Donnerstag, 9. Februar 2012

Immer mehr Menschen tragen Burka, um nicht im Gesicht zu frieren

Berlin (dpo) - Lange Zeit wurde sie kritisch gesehen, doch im Zuge der aktuellen Kältewelle haben immer mehr Menschen die Vorzüge der einst so verhassten Burka kennengelernt. Inzwischen tragen auch Nicht-Muslime das praktische Kleidungsstück, um sich bei Minustemperaturen nicht das Gesicht abzufrieren. Besonders in den Berliner Trendbezirken gehen nur noch wenige unverhüllt vor die Tür.

"Egal, wie viele Schichten sogenannter Outdoor-Survival-Kleidung ich trug, ich habe immer an der Nase gefroren und rote Backen bekommen", erklärt Sina Weber, eine der Vorreiterinnen aus Friedrichshain. "Jetzt weiß ich auch, warum dieses eine Label "North Face" heißt." Erst seit sie eine Burka trägt, hat sie auch unterwegs immer ein angenehm warmes Gesicht.
Yuppie-Pärchen im Berliner Nachtleben
Der Berliner Modedesigner Frankó Buffé, der inzwischen fast ausschließlich Burkas in den schrillsten Farben kreiert, ist ebenfalls begeistert: "Die Ganzkörperverschleierung ist nicht umsonst plötzlich en vogue. Neben den offensichtlichen Kälteschutzqualitäten hat sie den Vorteil, dass sie die Problemzonen von Menschen, die nicht dem modernen Schlankheitsideal entsprechen, kaschiert."
Zum Siegeszug der Burka habe zudem auch die Tatsache beigetragen, dass sie von immer mehr Prominenten getragen wird, die ihre neugewonnene Anonymität genießen.
Überraschend ist auch: Unter den vielen Burkaträgern sind nicht nur Frauen. Bei nahezu der Hälfte der Ganzkörperverschleierten handelt es sich um Männer. Allerdings beklagten von diesen viele, ihnen würden ständig Araber nachpfeifen.
ssi; Foto rechts: Steve Evans, cc by 2.0

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