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Donnerstag, 31. Mai 2012

Familienministerin Kristina Schröder als frauenfeindlicher Mann enttarnt

Berlin (dpo) - Ein Betrugsskandal erschüttert das Kabinett Merkel: Wie heute bekannt wurde, hat sich der 43-jährige Hochstapler und leidenschaftliche Frauenhasser Helmut Kowalski jahrelang unter dem Namen "Kristina Schröder" erfolgreich als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgegeben. Der Betrüger gab wenige Stunden nach seiner Enttarnung zu, die Figur "Kristina Schröder" gezielt entworfen und in die Politik manövriert zu haben, um dem ihm verhassten Geschlecht der Frauen mit größtmöglicher Effektivität zu schaden.

Über den Hintergrund des Hochstaplers ist noch wenig bekannt. Als Hauptgrund für seine Frauenverachtung gab Kowalski jedoch an, als Jugendlicher von seiner militant feministischen Mutter Edeltraut permanent schikaniert worden zu sein. Deshalb habe er sich als Ministerin bewusst gegen eine feste Frauenquote in der Wirtschaft gewehrt, damit Frauen auch in Zukunft im Berufsleben schlechtere Chancen hätten. Auch das sogenannte Betreuungsgeld habe er begrüßt, weil es Frauen "hinter dem Herd" halte, wo "ihr fester Platz" sei.
Frauenhasser Kowalski in seiner Verkleidung
Das Herzstück seines perfiden Plans stellt jedoch das aus der Perspektive einer dümmlich-naiven Frau geschriebene Buch "Danke, emanzipiert sind wir selber!" dar, das Kowalski unter dem Arbeitstitel "Halt's Maul und mach' mir ein Sandwich!" verfasste und im Frühjahr 2012 veröffentlichte. Etwa zu der Zeit kam unter ersten Feministinnen der Verdacht auf, bei "Kristina Schröder" könne es sich in Wirklichkeit um ein chauvinistisches Männerschwein handeln.
"Ich muss zugeben: So viel Hirn hätte ich den BH-verbrennenden Dumpfbacken gar nicht zugetraut," höhnt Kowalski und verrät, wofür sich die Ministerin als nächstes eingesetzt hätte, wenn er nicht enttarnt worden wäre: "Erstens die Wiedereinführung des Seite-1-Girls, dann die schnellstmögliche Abschaffung der Schulpflicht für Mädchen und drittens die Wiedereinsetzung alttestamentarischer Waschrituale für menstruierende Frauen. Danach hätte ich zufrieden in den Ruhestand gehen können." Zunächst dürfte Helmut Kowalski allerdings eine Anklage wegen Amtsanmaßung, Urkundenfälschung und Betrugs erwarten.
dan; Originale beider Fotos: Kristina Schröder, CC BY 2.0

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