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Montag, 14. Mai 2012

Frauenarzt schaute jahrzehntelang Patientinnen auf die Genitalien

Hamburg (dpo) - Es ist eine Tat unvorstellbaren Ausmaßes: Ein Frauenarzt aus Hamburg hat in seiner Praxis jahrzehntelang insgesamt über 30.000 Frauen auf die Geschlechtsteile geschaut. Meist benutzte er sogar einen speziellen Stuhl, um einen besseren Blick auf den Schambereich seiner arglosen Patientinnen zu bekommen.

"Ich bin absolut schockiert", berichtet eine Betroffene. "Vor etwa einem Jahr habe ich die Praxis von Doktor P. aufgesucht und eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Hätte ich geahnt, dass der Perversling mich dabei ausspannt, hätte ich die Untersuchung sofort abgebrochen. Diesem widerwärtigen Voyeur muss endlich das Handwerk gelegt werden."
Mehrfach wurden Frauen auch an den Brüsten
  angefasst– angeblich zur Vorsorge gegen Krebs
Dem Arzt droht nun ein Strafverfahren sowie die Aberkennung seiner Zulassung. Seine Praxis bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Währenddessen wurden zwei weitere Fälle aus Köln und Würzburg bekannt, bei denen Gynäkologen ebenfalls jahrelang routinemäßig die Geschlechtsorgane ihrer Patientinnen begutachteten. Manche der Frauen berichten sogar von Berührungen mit Fingern und metallenen Werkzeugen – vermutlich ein irrer Fetisch.
Ein Sprecher des Deutschen Gynäkologenverbandes fürchtet um den guten Ruf der Frauenärzte: "Es muss betont werden, dass es sich hierbei um einige wenige schwarze Schafe handelt. Dennoch ist allen Patientinnen zu empfehlen, sofort die Behörden einzuschalten, wenn sie merken, dass ein Gynäkologe sich plötzlich an ihren Genitalien zu schaffen macht."
dan; Foto oben: © Oleg Ivanov - Fotolia.com, Foto rechts: © Arto - Fotolia.com

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