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Dienstag, 18. September 2012

Deutschlands einziger Internet-Explorer-Nutzer besorgt wegen Sicherheitslücke

Minden (dpo) - Das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer bisher unbekannten, kritischen Schwachstelle im Browser Microsoft Internet Explorer. Nun muss Deutschlands einziger Nutzer, ein 36-jähriger Innenarchitekt aus Minden, überlegen, ob er entweder - wie von Microsoft empfohlen - ein vorläufiges Sicherheitsupdate durchführt oder ob er gleich auf einen anderen Browser umsteigt.

"Diese Entscheidung fällt mir als echtem Nostalgiker nicht leicht", erklärt Harald S., der den Internet Explorer immerhin seit Version 2.0 (1996) durchgehend nutzt. "Einerseits wäre das jetzt die ideale Gelegenheit, wie jeder andere Mensch hierzulande auf einen vernünftigen Browser wie Firefox oder Chrome umzusteigen. Andererseits schmeichelt es mir persönlich, dass Microsoft nur meinetwegen immer noch eine deutsche Version des Explorers anbietet."
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Seit im August 2010 der Schweizer Gustav Hiersli im Alter von 94 Jahren verstorben ist, gilt S. als letzter noch lebender und freiwilliger deutschsprachiger Internet-Explorer-Nutzer.
Harald S. hat sich inzwischen entschieden, vorerst weiter am Internet Explorer festzuhalten. Immerhin sei die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass Hacker oder Schadprogramme unter den vielen Millionen Internetnutzern ausgerechnet ihn ausfindig machen. Sicherheitshalber werde er beim Online-Banking und bei anderen sensiblen Aktivitäten jedoch auf den "guten alten" Netscape Navigator zurückgreifen.
ssi; Foto oben: © Rui Vale de Sousa - Fotolia.com

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