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Dienstag, 22. Januar 2013

Erstaunlich hohe Brandschutzversicherung auf Flughafen-Baustelle BER abgeschlossen

Berlin (dpo) - Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg GmbH hat vor wenigen Tagen eine erstaunlich hohe Brandschutzversicherung auf den zur Zeit im Bau befindlichen Flughafen BER abgeschlossen. Flughafenbetreiber und Aufsichtsrat erklärten auf Anfrage, es handle sich hierbei um eine reine Formalie. Gleichzeitig wurde das Rauchverbot auf der Baustelle aufgehoben, um die Moral der Arbeiter zu heben.

"Es wäre doch jammerschade, wenn alles bisher Erreichte ein Raub der Flammen würde", rechtfertigte der neue Aufsichtsratschef Matthias Platzeck die Maßnahme. "Wir haben den Flughafen so hoch versichert, damit im unwahrscheinlichen Falle, dass er überraschend abbrennen sollte, 4,3 Milliarden Euro fällig würden." Dies entspreche nur rein zufällig in etwa der Summe, die bislang investiert wurde.
Dürfen ab sofort rauchen: Bauarbeiter
"Wir sind übrigens sehr optimistisch, dass der Flughafen "Willy Brandt" bald in Betrieb genommen wird", erklärt Platzeck, der bei der Nennung des Wortes "Brandt" kurz kichern muss, weiter. "Warum sonst würden wir schon jetzt Tausende Tonnen Kerosin leicht zugänglich und unverschlossen überall auf dem Gelände lagern, wenn nicht für eine schnelle Betankung der Maschinen nach der Eröffnung."
Um die Moral zu heben, wurde zusätzlich zur Aufhebung des Rauchverbots auf der Baustelle beschlossen, den Arbeitern täglich ein Päckchen Zigaretten und Zündhölzer gratis auszuhändigen. Zudem wurden die frustrierenden Korrekturen am fehlerhaften Brandschutzsystem auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, damit zunächst vor allem wichtige Schweißarbeiten durchgeführt werden können.
ssi; Foto oben: © motorradcbr - Fotolia.com, Foto rechts: © auremar - Fotolia.com

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