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Mittwoch, 3. April 2013

Lego stellt Verkauf komplett ein, weil Kinder damit alles Mögliche bauen könnten

Billund (dpo) - Lego hat angekündigt, Ende 2013 sämtliche Produkte aus dem Handel zu nehmen. Zunächst war nur der Star-Wars-Bausatz "Jabbas Palast" betroffen, nachdem die türkische Kulturgemeinde Österreichs darin Ähnlichkeiten zu einer Moschee erkannt hatte. Die Entscheidung, den Verkauf komplett einzustellen, kam, als der Spielzeughersteller feststellen musste, dass sich mit Lego unzählige weitere diskriminierende Objekte bauen lassen.

Eine Sprecherin von Lego rechtfertigte den drastischen Schritt gegenüber dem Postillon: "Wir waren entsetzt, als uns auffiel, was mit ein bisschen Fantasie alles aus Lego gebaut werden kann. Dagegen ist Jabbas Palast noch harmlos."
Solo und der Wookie werden erfreut sein, dass
Jabbas Palast aus den Regalen verschwindet
Aufgrund der beinahe unendlichen Kombinationsmöglichkeiten könnten Kinder mit den richtigen Steinen Konzentrationslager errichten, Vergewaltigungen zwischen Legomännchen inszenieren und religiöse Gefühle jeder Art verletzen, indem sie Moscheen, Synagogen oder Kirchen bauen und dann wieder zerstören.
Ja, es bestehe sogar die Gefahr, dass unvorsichtige Kinder ein Legomännchen kurzerhand zum Propheten Mohammed erklären – angesichts des im Islam weit verbreiteten Bilderverbots ein unverzeihlicher Frevel.
Ab 2014 gebe es daher nur noch einteilige Sets, die nicht miteinander kompatibel sind.
Die Ankündigung Legos, sämtliche Bausätze aus dem Handel zu nehmen, ist keineswegs voreilig. Erst heute Morgen gingen in mehreren südostasiatischen Ländern Hunderttausende auf die Barrikaden, weil sie in Jabba dem Hutten eine eindeutige Karikatur Buddhas erkannt haben.
ssi; Foto oben: Tuxraider reloaded, CC BY-SA 3.0, Foto rechts: Lego

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