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Freitag, 17. Mai 2013

Studie: Sprengung von Flughafen BER würde Bauarbeiten enorm beschleunigen

Berlin (dpo) - Eine sofortige totale Sprengung der gesamten BER-Großbaustelle könnte dazu beitragen, die Arbeiten am Flughafen Berlin-Brandenburg um mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre zu beschleunigen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Airport Research Center (ARC) hervor, das herausfinden sollte, wie die stockenden Arbeiten am effektivsten vorangetrieben werden könnten.

Der Studie zufolge spiele es keine Rolle, ob die Sprengung durch einen Bombenabwurf aus der Luft oder eine kontrollierte, von Profis hervorgerufene Explosion erfolgt. Wichtig sei nur, dass genügend Sprengstoff verwendet wird, sodass auf dem gesamten Baustellengelände kein Stein auf dem anderen bleibt.
Würde von Sprengung profitieren: Bisher Erreichtes
Dipl. Ing. Bastian Fahrenfels, der Leiter der Studie, benennt gegenüber dem Postillon den größten Vorteil der drastisch anmutenden Maßnahme: "Durch die Sprengung des Geländes wäre die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH auf einem Schlag sämtliche Baumängel los, die einzeln zu beheben eine halbe Ewigkeit in Anspruch nehmen würde. Einen Flughafen neu aufzubauen hingegen, dauert üblicherweise nur ein paar Jahre."
Dass noch nicht einmal ganz bei Null begonnen werden müsste, sei da nur ein weiterer Vorteil: Berechnungen des ARC zufolge werden nach der Explosion nämlich schon allein aus purem Zufall mehr Trümmer korrekt aufeinanderliegen als zum jetzigen Zeitpunkt.
BER-Chef Hartmut Mehdorn signalisierte bereits, den kühnen Plan schnellstmöglich umsetzen zu wollen. Immerhin hätte er sich nie träumen lassen, dass noch in diesem Jahr am Flughafen Berlin-Brandenburg unter seiner Regie irgendetwas in die Luft gehen würde.
ssi; Foto rechts: OTFW, CC BY-SA 3.0



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