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Montag, 23. September 2013

FDP-Großspender verlangen Geld zurück

Berlin (dpo) - Das wird nicht billig! Großkonzerne und Interessenverbände, die der FDP in den vergangenen Jahren üppige Parteispenden zukommen ließen, fordern nach dem verpassten Bundestagseinzug ihr Geld zurück. Immerhin dürften die Liberalen erstmals seit 1949 auf absehbare Zeit nicht imstande sein, die Bundespolitik im Sinne ihrer Gönner zu beeinflussen – ein Umstand, der so nicht vereinbart war.

"Wir haben der FDP noch vor wenigen Monaten 69.081 Euro überwiesen. Das haben wir nicht etwa aus purer Menschenfreundlichkeit getan, sondern weil wir Gegenleistungen erwarten", so BMW-Sprecher Werner Vogler. "Ein Fahrzeughändler kann ja auch nicht einfach das Geld nehmen und dann kein Auto liefern."
Drohen Pfändungen? Noch gehört dieses Logo der FDP
Neben BMW erklärten daher auch die Verbände der Bayerischen Elektroindustrie, der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Metall- und Elektroindustrie NRW und der Chemischen Industrie, sie würden eine vollständige Rücküberweisung der insgesamt 397.105,28 Euro erwarten, die sie allein 2012 und 2013 an die FDP gespendet haben.
Doch auch Unternehmen wie Deutsche Bank, Allianz und Deutsche Vermögensberatung, die vor 2012 gespendet haben, fordern zumindest Teile ihrer Zuwendungen zurück. Einzig die Substantia AG (Mövenpick) verzichtete auf jegliche Regressforderungen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, die FDP habe alle Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen.
Ob die Liberalen über so viel Geld überhaupt verfügen, ist indes unklar. Immerhin gehen Experten davon aus, dass die letzten Ersparnisse der Partei für die aufwendige Zweitstimmenkampagne der vergangenen Wochen verwendet wurden.
ssi; Foto oben: © pixbox77 - Fotolia.com

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