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Donnerstag, 5. September 2013

Über 2000 Beziehungen nach Entfernung von Liebesschlössern zerbrochen

Köln (dpo) - Kein guter Tag für die Liebe: In Köln sind am Mittwoch binnen weniger Minuten über 2000 Beziehungen und Ehen zerbrochen, weil die Deutsche Bahn AG im Zuge von Wartungsarbeiten eine ebenso große Zahl an Liebesschlössern von der Hohenzollernbrücke entfernen ließ. Mancher frustrierte Neu-Single erwägt nun, das Logistikunternehmen auf Schmerzensgeld zu verklagen.

"Es tut so unendlich weh", sagt etwa Sandy Müller (29) mit Tränen in den Augen. "Gestern Morgen liebten Markus und ich uns noch von ganzem Herzen und am Nachmittag war das Feuer plötzlich aus. Wir fühlen einfach nichts mehr füreinander." Erst hinterher erfuhr sie, dass in der Zwischenzeit das Liebesschloss, das sie gemeinsam mit Markus vor drei Jahren an der Hohenzollernbrücke angebracht hat, dem Bolzenschneider zum Opfer gefallen war.
Lieben sich nicht mehr, weil ihr Liebesschloss weg ist: Sandy und Markus
Das kalte Statement der Deutschen Bahn: "Eine begrenzte Anzahl von Liebesschlössern musste leider weg, weil ein beschädigtes Geländersegment ausgetauscht werden musste." Die übrigen 40.000 Vorhängeschlösser habe man nicht angerührt.
Dafür kann sich Manni (48), dessen Schloss ebenfalls entfernt wurde, nichts kaufen. "Mona und ich waren sieben Jahre zusammen und haben drei Kinder. Jetzt lassen wir uns scheiden, nur weil ein paar dahergelaufene Bauarbeiter Gott spielen. Hätte ich das vorher gewusst, ich hätte nie so ein Schloss aufgehängt. Dafür soll die Bahn bluten!"
Manni ist nicht alleine. Gemeinsam mit weiteren 500 aufgrund der Liebesschlösserentfernung frisch Getrennten will er eine Sammelklage auf Schmerzensgeld gegen die Deutsche Bahn einreichen. Manni geht es dabei nicht nur um Gerechtigkeit und Genugtuung. Hinter vorgehaltener Hand sagt er: "Da sind einige ziemlich scharfe Single-Bräute dabei."
ssi

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