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Donnerstag, 13. Februar 2014

Wiedereinführung von 2-Punkte-Regel für Bayern-Spiele soll Liga spannender machen

Frankfurt, München (dpo) - Konterrevolution in der 1. Bundesliga: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat heute gemeinsam mit der DFL die Wiedereinführung der Zwei-Punkte-Regel ab kommender Saison bekanntgegeben. Die letztmals 1994/1995 angewandte Regel, derzufolge dem Sieger einer Bundesligapartie zwei statt drei Punkte zustehen, gelte allerdings nur für Spiele mit Beteiligung des FC Bayern München. Gewinner von Begegnungen ohne Bayern-Beteiligung sollen wie gehabt mit drei Punkten belohnt werden.

Der DFB ist zuversichtlich, so die Kluft zwischen dem Rekordmeister und der Konkurrenz wirksam verkleinern zu können. "Die Bundesliga lebt von ihrer Ausgeglichenheit und Spannung", so ein Sprecher. "Und das soll auch so bleiben. Wir wollen keine spanischen Verhältnisse."
So spannend wäre die Liga, wenn die 2-Punkte-Regel schon gelten würde
Kritik, dass bei einer Niederlage des FC Bayern München der jeweilige Gegner unfair benachteiligt würde, weil er ebenfalls nur zwei Punkte bekäme, ließ der DFB nicht gelten. Ein solches Szenario sei schlicht zu unrealistisch, um es zu berücksichtigen.
Sollte es wider Erwarten in der nächsten Saison dennoch nicht zu einer Qualitätsangleichung in der Liga kommen, sind auch weitere Regeländerungen möglich. So denken die Funktionäre bereits über eine 1,5-Punkte-Regel für Bayern-Spiele oder die Vergabe von Minuspunkten bei einem Remis nach.
Auch der Vorschlag, einem Deutschen Meister den Titel abzuerkennen, sollte er am 34. Spieltag nicht gewinnen, werde derzeit lebhaft diskutiert. So könne man den Kampf um den Titel bis zum letzten Spieltag spannend halten.
Vom DFB abgelehnt wurde derweil ein Eilantrag des Hamburger SV. Die Hamburger klagten über mangelnde Traditionspflege und forderten daher die sofortige und rückwirkende Einführung einer 4-Punkte-Regel – allerdings nur für Spiele mit Beteiligung von Bundesliga-Gründungsmitgliedern, die noch nie abgestiegen sind.
swo, ssi; Foto oben: Gettyimages

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