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Montag, 21. April 2014

Polizei-Spezialkommando sprengt herrenloses Ei, verdächtiger Hase festgenommen

Münster (dpo) - Ein unbeaufsichtigtes Ei hat am Sonntagvormittag in der Innenstadt von Münster für große Aufregung gesorgt. Tausende Anwohner mussten vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen verlassen, während der verdächtige Gegenstand von einem Spezialkommando der Bundespolizei gezielt gesprengt wurde.

Einen dringend tatverdächtigen Hasen, den mehrere Zeugen im Alter von drei bis elf Jahren in der Nähe des Tatorts gesehen haben wollen, konnte die Polizei nach einer Großfahndung im deutsch-niederländischen Grenzgebiet festnehmen.
Zuvor hatten laut Polizeiangaben am Vormittag mehrere arglose Kinder das Ei beim Spielen entdeckt und waren zunächst davon ausgegangen, es gehöre jemandem und werde gleich abgeholt. Eine über die ungewöhnliche Bemalung des Eis besorgte Mutter alarmierte schließlich die Polizei, die das Gebiet weiträumig absperrte.
Wird zur Zeit vernommen: Tatverdächtiger
"Die Frau hat sich völlig richtig verhalten, auch wenn das Ei nach aktuellen Erkenntnissen offenbar harmlos war", so ein Polizeisprecher. "Wir möchten aber dennoch mit Nachdruck dazu mahnen, bei herrenlosen Behältnissen aller Art vorsichtig zu sein." Gerade an Ostern sei die Gefahr radikal motivierter Terroranschläge hoch.
Doch auch nach der Festnahme des Hauptverdächtigen, der sich offenbar kurz vor seiner Ergreifung über ein ausgeklügeltes Tunnelsystem in die Niederlande absetzen wollte, herrscht weiter Ausnahmezustand: Denn inzwischen mehren sich Berichte von ähnlichen Funden in zahlreichen deutschen Städten und Gemeinden. So wurden schon kurz nach Bekanntwerden des Münsteraner Falles hunderte weitere versteckt platzierte Eier an öffentlichen Plätzen im gesamten Bundesgebiet gemeldet.
"Wir vermuten, dass der festgenommene Tatverdächtige nur ein kleiner Teil eines weit größeren Netzwerkes ist", erklärte ein leitender Ermittler der Polizei. Ein Krisenstab des Innenministeriums berät jetzt über eine mehrtägige Sicherheitsräumung Deutschlands, bis auch das letzte Ei auf mögliche Gefahren hin überprüft ist.
dan; Foto oben: © Ruben Joye - Fotolia.com, Foto rechts: © Uros Poteko - Fotolia.com
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