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Montag, 28. Juli 2014

Stromausfall: 24 Volksfestbesucher sitzen stundenlang in Autoscooter fest

Hamburg (dpo) - Blanker Horror auf dem Volksfest "Hamburger Dom"! 24 Besucher, darunter mehrere Kinder und Jugendliche, saßen dort am Sonntag stundenlang in ihren Autoscooter-Wagen fest. Aufgrund eines Defekts an einem Kabel war das schon etwas in die Jahre gekommene Fahrgeschäft "Halligalli-Super-Scooter" urplötzlich zum Stehen gekommen. Erst nach über vier Stunden konnten die völlig dehydrierten Besucher von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden.

"Gerade hat der Ansager 'Llletzte Runde, nnnochmal Gas geben!' gerufen, da sind die Karren plötzlich langsamer geworden und zum Stehen gekommen", erinnert sich ein Augenzeuge. Alle Versuche seitens des Betreibers, die festsitzenden Elektroautos wieder in Gang und die Fahrt zu Ende zu bringen, seien gescheitert.
Mehrere Kinder brachen wegen der angespannten Situation in Schrei- und Weinkrämpfe aus. Eine junge Frau hatte gar während der Wartezeit einen Hitzekoller erlitten und drohte, aus ihrem Wagen zu plumpsen. Nur unter größtem körperlichen Einsatz ihres Mitfahrers, den sie erst kurz zuvor am Geländer kennengelernt hatte, konnte ein tragisches Unglück verhindert werden.
Saßen stundenlang fest: Volksfestbesucher
Besonders schlimm erwischte es den 14-jährigen Kevin, der sich mitten in einer scharfen Kurve befand, als seine Gondel hängenblieb. "Vier Stunden in Schräglage", so Kevin. "Das war echt die Hölle."
Ein ausdrückliches Lob verdiente sich derweil ein Mitarbeiter des Familienbetriebs, der durch launige Mikrofondurchsagen die verzweifelten Gäste immer wieder zum Durchhalten animierte.
Erst der Feuerwehr gelang es, die bedrohliche Situation zu entschärfen. Über mehrere Leitern konnten die Helfer alle Fahrgäste nach und nach in Sicherheit bringen. Ein Psychologe kümmerte sich daraufhin um die teils unter Schock stehenden Personen.
"Endlich wieder festen Boden unter den Füßen", so einer der sichtlich erleichterten Geretteten unmittelbar nach der Rettungsaktion zu einem Postillon-Reporter vor Ort. "Ich geh ab sofort nur noch in dieses gläserne Labyrinth. Da kommt man im Notfall wenigstens sofort wieder raus."
Für den nächsten Dom dürfte der Autoscooter keine Lizenz mehr erhalten. Seinen Platz soll dann eine Loopingbahn einnehmen.
swo, ssi; Foto oben: Stacy Barnett / Shutterstock, Foto rechts: DALIBRI, CC BY-SA 3.0
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