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Dienstag, 5. August 2014

Bundesregierung beschließt, deutsche Waffenexporte mit Warnhinweisen zu versehen

Berlin (dpo) - Deutschland übernimmt Verantwortung: In Anbetracht der angespannten Weltlage hat die Bundesregierung heute Maßnahmen beschlossen, um von deutschen Waffenexporten ausgehenden Gesundheitsrisiken künftig gezielter vorzubeugen. In einer Sondersitzung erließ der Bundestag ein Gesetz, das die deutschen Rüstungsfabrikanten dazu zwingt, auf all ihren Erzeugnissen gut sichtbare Warnhinweise anzubringen.

Warnende Fakten wie "Soldaten und Milizen sterben früher", "Töten kann tödlich sein" oder auch "Das Herbeiführen von Explosionen lässt Ihre Haut altern" sollen nun standardmäßig auf allen Waffensystemen des drittgrößten Rüstungsexporteurs der Welt prangen.
Auch Schockbilder wie dieses könnten zum Einsatz kommen
In einer Pressekonferenz erläuterte Regierungssprecher Steffen Seibert die Gründe: "Wir sind der festen Überzeugung, dass es nicht möglich ist, Menschen in höchst instabilen Regionen den Kauf von Waffen zu verbieten. Aber als einer der weltgrößten Waffenexporteure können wir unseren Einfluss nutzen und versuchen, an die Vernunft der Käufer zu appellieren."
Viele hätten sich offenbar vorher keine Gedanken darüber gemacht, welche wissenschaftlich erwiesenen Folgen waffengestütztes Töten für die Gesundheit haben kann – auch und gerade für Passiv-Waffennutzer.
Geht es nach der Bundesregierung, dann sollen Warnschilder im Kampf gegen die Gefahren des Waffengenusses bald nicht das einzige Mittel bleiben. Ein Entwurf für ein Logoverbot und die Pflicht zu einer möglichst unattraktiven, olivgrünen Einheitsverpackung seien derzeit in Arbeit, heißt es aus Regierungskreisen.
adg, dan; Fotos oben, rechts: © Hüttenhölscher - Fotolia.com, Joe Belanger / Shutterstock

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