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Montag, 4. August 2014

Polizei warnt vor Betrug mit Falschgeld­überweisungen

Frankfurt am Main (dpo) - Ein Sprecher der Polizei hat heute vor einer bedrohlichen Zunahme sogenannter Falschgeldüberweisungen gewarnt. Allein im ersten Halbjahr 2014 flossen laut Kriminalstatistik über 170 Milliarden Euro Falschgeld auf Konten in aller Welt. Insbesondere warnen die Beamten vor Überweisungen aus Osteuropa und Asien. Doch auch in Deutschland betrage die sogenannte Digitalblütenquote inzwischen immerhin 0,6 Prozent.

Supermärkte prüfen Lastschrift-Beträge über 50 Euro standardmäßig auf ihre Echtheit
Dabei werden die Fälscher laut Polizei immer professioneller. "Falschgeldüberweisungen sind für den Laien kaum von echtem Geld zu unterscheiden, die Ziffern wirken authentisch, auch der Verwendungszweck ist meist plausibel gehalten", erklärt Polizeisprecher Holger Bitzen. Oft falle der Betrug erst bei der Kartenzahlung an der Supermarktkasse auf.
Auch "leichtsinnig abgehobenes Falschgeld" werde zunehmend zu einer Belastung und führe nicht selten zu einer Anzeige wegen illegaler Verbreitung. Besondere Vorsicht sei bei Überweisungen von 20- und 50-Euro-Beträgen geboten, so Bitzen.
Derzeit arbeiten Banken akribisch an einem System, das Falschgeldtransaktionen erschweren soll, eine zufriedenstellende Lösung gibt es aber noch nicht. Solange empfiehlt die Polizei, verdächtige Überweisungsbeträge abzuheben und an einem Banknotenprüfgerät auf Echtheit zu überprüfen. Im Zweifelsfall könne das Falschgeld dann auf ein speziell dafür eingerichtetes Behördenkonto überwiesen werden, wo es schließlich vernichtet wird.
fed, dan, ssi; Foto oben, rechts: Kartinkin7, Aleph Studio / Shutterstock

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