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Donnerstag, 11. September 2014

Cameron droht Schotten mit Rauswurf aus Groß­britannien, falls sie für Unabhängigkeit stimmen

London, Edinburgh (dpo) - Eine Woche vor dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands hat die Regierung in London den Druck gegen den Landesteil noch einmal erhöht. Sollte sich eine Mehrheit der Schotten bei der Volksabstimmung am 18. September für die Unabhängigkeit entscheiden, werde man Schottland "hochkant aus dem Vereinigten Königreich schmeißen", so der empörte britische Premierminister David Cameron.

"Es macht mich traurig und wütend, diese Nationen-Familie zerbrechen zu sehen", erklärte Cameron in einer Rede am Mittwoch seine Beweggründe für den möglichen Rausschmiss. Mit der Drohung versuche er nur, das Schlimmste zu verhindern. "Jedem Schotten muss bewusst sein, dass seine Entscheidung nächste Woche ernsthafte Konsequenzen haben kann. Großbritanniens Geduld ist nicht grenzenlos!"
Sollten sich die Schotten darüber hinaus für eine andere Währung als das Britische Pfund entscheiden, drohte Cameron zudem mit einer Zwangsabkopplung Schottlands vom britischen Währungssystem.
Beobachter gehen davon aus, dass die britische Regierung ihre Drohungen ernst meint. Bereits in der Vergangenheit ging das Land mit abtrünnigen Teilgebieten hart ins Gericht; so etwa 1777, als Großbritannien seine amerikanischen Kolonien zur Strafe für mehrere kriegerische Auseinandersetzungen aus seinem Imperium ausschloss.
fed, dan; Foto: Guillaume Paumier, CC BY 2.0
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