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Montag, 15. September 2014

FDP-Mitglieder denken wehmütig an glorreiche Zeiten unter Philipp Rösler zurück

Potsdam (dpo) - Hanfried von Treskow schwelgt in nostalgischen Erinnerungen: Das langjährige FDP-Mitglied im Landesverband Brandenburg denkt mit Wehmut an die goldene Ära seiner Partei unter Philipp Rösler zurück. Manchmal träume er nachts sogar von der ruhmreichen Vergangenheit unter Rösler. "An anderen Tagen habe ich aber auch Albträume", erklärt der 39-Jährige an einem Wahlabend, an dem die FDP bei der Landtagswahl in Brandenburg 1,5 Prozent der Stimmen einsammeln konnte.

Insgeheim wünscht sich von Treskow nichts sehnlicher als eine Rückkehr des charismatischen Politikers auf den Parteivorsitz.
Von Treskow am Wahlabend
In der Tat hatten die Liberalen bei der Bundestagswahl 2013 mit Rösler an der Spitze sagenhafte 4,8 Prozent der Stimmen geholt – ein für heutige Verhältnisse unvorstellbarer Triumph. "Ich erinnere mich noch ganz genau an dieses geile Gefühl, wenigstens in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde gekommen zu sein. Der absolute Wahnsinn!" Noch besser: Bei der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen hatte Rösler seiner Partei beinahe runde 10 Prozent beschert. "10 Prozent", so von Treskow, dem eine Träne über die Wange rollt. "Für die FDP! 10 Prozent!"
Doch auch bei anderen Wahlen hatte Rösler ein glücklicheres Händchen als sein Nachfolger Christian Lindner. So habe man bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein (8,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (8,6 Prozent) einen Erfolg nach dem anderen feiern können. "Das war doch kein Zufall", erklärt von Treskow und spricht vielen der wenigen verbliebenen FDP-Mitglieder aus der Seele. "Der Vater der alten Erfolge muss wiederkehren! Wenn er wirklich wieder zurückkommt, wäre ich sogar bereit, seine unlustigen Witzchen zu ertragen."
Spätestens beim nächsten FDP-Parteitag wollen von Treskow und seine Mitstreiter Rösler an die Spitze zurückholen, damit seine Partei im alten Glanze von einst erstrahlen kann.
swo, ssi, dan; Foto oben: Dirk Vorderstrasse, CC BY 2.0, Foto rechts: Zai Aragon / Shutterstock
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