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Dienstag, 28. Oktober 2014

EU droht Briten mit Verbannung auf trostlose, verregnete Insel, falls sie Nachzahlung nicht leisten

Brüssel (dpo) - Im Streit mit Großbritannien um die Nachzahlung von EU-Beiträgen in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro zeigt sich die Europäische Union unerbittlich. Auf einer Pressekonferenz drohte der scheidende EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso heute damit, alle Briten auf eine trostlose, verregnete Insel im Nordatlantik zu verbannen, falls der Betrag nicht schnellstens gezahlt werde.

Auf so eine trostlose Insel (rechts) könnten die Engländer verbannt werden
"Wer nicht bereit ist, für Europa zu zahlen, der kann auch kein Teil des europäischen Kontinents sein", erklärte Barroso. Vielmehr sollten die Briten die Gelegenheit bekommen, auf einem öden Eiland weit vor der Küste bei Tee und seltsamem, nahezu ungenießbarem Essen über die Konsequenzen ihres Handelns nachzudenken.
Zudem soll ihnen das Privileg, den europäischen Rechtsverkehr zu nutzen, entzogen und der Straßenbetrieb auf einen unpraktischen Linksverkehr umgestellt werden. Ihre Zeit im Exil dürfte die verbannte Bevölkerung aber ohnehin nur ungern im Freien verbringen. "Bei kaltem Dauernieselregen und lästigem Nebel sollte es mehr als genug Anlass geben, drinnen zu sitzen und sich über sein Fehlverhalten Gedanken zu machen", so Barroso, der selbst vor einem Ausschluss Britanniens aus der Gemeinschaftswährung Euro nicht zurückschrecken würde.
Für den Fall, dass sich das britische Volk nach der Verbannung bereiterklärt, künftig doch seine Beiträge zu zahlen, stellte der Kommissionspräsident eine tunnelgestützte Rückanbindung an Europa in Aussicht. Bei sofortiger Zahlung der noch ausstehenden Gelder dürften die Briten sogar ohne jegliche Sanktionen in ihrer idyllischen Heimat bleiben.
ssi, dan, fed; Foto oben: Chris Mole / Shutterstock
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