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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Unfallprävention: Ampeln sollen Kreisverkehre sicherer machen

Berlin (dpo) - Mit einer ungewöhnlichen Neuerung will das Verkehrsministerium deutsche Straßen sicherer machen: Als weltweit erstes Land hat Deutschland die Einführung von Ampeln an Kreisverkehren beschlossen. Zwischen sechs und 18 Lichtsignalanlagen pro Kreisel sollen künftig für einen besseren Verkehrsfluss und erhöhte Sicherheit sorgen, indem sie die für viele Autofahrer unübersichtlichen Verkehrsknotenpunkte in mehrere simple, ampelgeregelte Abschnitte aufteilen.

"An gewöhnlichen Kreuzungen funktionieren Ampeln ja auch hervorragend, warum also nicht an Kreisverkehren?", begründet Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Entscheidung zu der Reform. Darüber hinaus stützt sich das Ministerium bei seinem Entschluss auf eine unabhängige Studie des Ampelherstellers Swarco, wonach Ampeln an Kreisverkehren das Unfallrisiko um mehr als 70 Prozent senken sollen.
Besonders für Linksabbieger, die in ampellosen Kreisverkehren immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, vereinfache sich damit das Abbiegen enorm.
Langfristig plant das Verkehrsministerium nach eigenen Angaben ohnehin, das veraltete Konzept Kreisverkehr zugunsten des für eine Ampelschaltung weit besser geeigneten "Quadratverkehrs" aufzugeben. Durch das Wegfallen halsbrecherischer Kurvenfahrten soll die Sicherheit so noch weiter erhöht werden.
fed, dan, ssi; Foto [M]: Smial, GNU 1.2, Torsten Maue, CC BY 2.0
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