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Montag, 19. Januar 2015

BKA warnt vor elf Heimkehrern aus australischem Terror-Camp

Sydney, Berlin (dpo) - Terroralarm für Deutschland: Eine aus elf Personen bestehende Terrorzelle mit narzisstischem Hintergrund stellt offenbar eine konkrete Gefahr für die deutsche Gesellschaft dar. Die Verdächtigen befinden sich laut Informationen des Bundeskriminalamts, die dem Postillon vorliegen, derzeit in einem Terrorcamp im australischen Busch, wo sie ein hartes Trainingsprogramm absolvieren.

Nach Einschätzung der Beamten sind die Verdächtigen - darunter zehn Deutsche und ein Brite - in ihrem Ausbildungslager nach Tagen der Qualen bereits jetzt völlig verroht und abgestumpft. Die meisten von ihnen seien jung, ungebildet und befänden sich in einer beruflichen Krise, was sie besonders anfällig für eine Radikalisierung mache. Vor allem aber die fehlende Anerkennung in Deutschland dürfte sie in die Arme der skrupellosen Camp-Betreiber getrieben haben.
Gerüchten zufolge ernähren sich die Insassen des Terror-Camps ausschließlich hiervon.
Da die Gruppierung ähnlich wie der Islamische Staat über eine ausgeklügelte Propagandamaschinerie verfüge und ihre Agenda schon seit Tagen in professionell produzierten Videos unter die Bevölkerung bringe, sei äußerste Vorsicht geboten.
"Ich möchte jedoch betonen, dass das nichts mit dem Islam zu tun hat", so ein Sprecher des BKA gegenüber dem Postillon. Terrorismusexperte Pit Altmann vom Queen's College in London bestätigt diese Einschätzung. "Diese Leute sprechen kein Arabisch, haben den Koran nicht gelesen und vom Propheten Mohammed höchstwahrscheinlich auch noch nie etwas gehört."
Trotz frühzeitiger Warnungen in zahlreichen Programmzeitschriften sei es den Behörden nicht gelungen, die elf Verdächtigen an der Ausreise nach Australien zu hindern.
Dabei ist das Terrorcamp im australischen Hinterland schon seit dem Jahr 2004 dafür berüchtigt, hemmungslose Medienmaschinen heranzuzüchten. Auch in den vergangenen Jahren waren immer wieder radikalisierte Individuen nach Deutschland eingesickert. Deren öffentlicheitswirksame Pläne konnten zwar in der Regel vereitelt werden, aber noch immer haben sich Teile der deutschen Kulturlandschaft nicht von dem angerichteten Schaden erholt – Nachahmercamps auf Almen oder in Model-Villen sorgen nach wie vor für Angst und Schrecken.
Was es den Behörden im Fall der derzeit in Australien Verdächtigten nicht einfacher macht: Da die Elf in Deutschland völlig unbekannt sind, muss ihre Identität zunächst in einem aufwendigen Verfahren bestätigt werden, bevor erste Maßnahmen ergriffen werden können.
swo, ssi, dan; Foto oben: RTL, Foto rechts: CreativeNature R.Zwerver / Shutterstock
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